<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296</id><updated>2011-09-14T11:26:54.981-07:00</updated><category term='Dorfpunks'/><category term='Tannöd'/><category term='Ein himmlischer Platz'/><category term='Spiels noch einmal'/><category term='Gehen - Bleiben'/><category term='Mein Essen mit André'/><category term='Das Käthchen von Heilbronn'/><category term='Robert Guiskard'/><category term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><category term='Das Wunder von Schweden'/><category term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><category term='Zigeunerjunge'/><category term='Die Dreigroschenoper'/><category term='Punk Rock'/><category term='Plötzlich war er aus der Welt gefallen'/><category term='Immer nie am Meer'/><category term='M - Ein Mann jagt sich selbst'/><category term='Hamlet'/><category term='Ehrensache'/><category term='Faust I'/><category term='Im Stillen'/><category term='Utopia'/><category term='Von Mäusen und Menschen'/><category term='Das Buch von allen Dingen'/><category term='Baumeister Solness'/><category term='Baal'/><category term='Romeo und Julia'/><title type='text'>Theaterscouts</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>60</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2426704056128916655</id><published>2010-11-16T02:25:00.000-08:00</published><updated>2010-11-16T02:26:06.888-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Im Stillen'/><title type='text'>Im Stillen - von Clemens Mägde - Malersaal</title><content type='html'>Im Stillen. Alt werden oder  immer älter werden, beides geschieht im Stillen. Langsam, erst unmerklich, noch verdrängbar, dann immer deutlicher, sichtbarer, fühlbarer, aber immer noch im Stillen. Und jeder für sich allein. Jung wie Alt.&lt;br /&gt;Da ist der junge Mensch mit seinen Träumen und Plänen. Auf der Suche nach Zielen und oft der Erkenntnis, dass, obwohl nun „endlich Erwachsen“ das meiste gar nicht so selbstbestimmt läuft, wie immer angenommen. Der Druck und die Erwartungshaltung von außen werden eher stärker. Oft hat man keine richtige Orientierung. Woher, woran auch? Du brauchst doch Sicherheit, musst selbst für dein Leben sorgen können, musst wissen wo‘s lang geht. &lt;br /&gt;Immer funktionieren. Als Kind brav sein und die Schule schaffen, damit mal was aus einem wird. Und was dann? Hat  Kollege Internet nicht auch eher Hoffnungen geweckt, ohne sie dann erfüllen zu können? Wo bleibt die befriedigende Antwort auf so viele Fragen?&lt;br /&gt;Und der alte Mensch? Vom Erwachsenen  zum Alten.  Endlich alt? Spüren, wie alles immer weniger wird, manches gar nicht mehr geht? Was ist und war mit der Suche nach Sicherheit? Sicher ist dann nur noch der Tod. Und  Liebe, Famile, Kontakte? Auch jetzt das Internet als Freund des modernen Alten? Und die Träume? Was ist aus ihnen geworden? Viel Erkenntnis, wenig Hoffnung? Und wenn Hoffnung, worauf? Wofür soll man sich jetzt noch motivieren und wie denn überhaupt? Nur für‘s Kreutzwort-Rätsel-Raten? Gab es Antworten auf die Fragen, gibt es jetzt welche? Hat man endlich die Orientierung gefunden? Wird man dement, hat man sie verloren. Man merkt es dann nur nicht mehr, trösten sich die Jungen in ihrer Verzweiflung und Hilflosigkeit, wenn sie damit im eigenen Umfeld konfrontiert werden.  Aber ist es nicht so, dass der demente Mensch es  spürt? Hat er nicht große Angst? Würde da nicht jeder agressiv und ungeduldig werden? Man muss ihm nur in die Augen sehen oder seine Körperhaltung  betrachten. Es kostet viel Kraft, die spürbaren Anfänge zu vertuschen. Auch vor sich selbst.  Funktionieren ist immer angesagt, auch im Alter. Die Angst vor dem Abgeschoben- und Mit-Pillen-Ruhiggestelltwerden ist groß. Auch die Angst davor, das normale Vergesslichkeit oder mal  ein bisschen schusslig sein,  immer gleich als Demenz  von den Jungen fehlinterpretiert  wird. Wegschauen ist einfacher. &lt;br /&gt;Als Jonas  bei seiner Großmutter Margarete mit Demenz  konfrontiert wird,  schaut er nicht weg. Aber Hilflosigkeit lässt ihn zweifeln. Und hat er nicht auch Angst, dass es ihm auch einmal so gehen könnte? Wegschauen wäre wirklich einfacher. Seine Mutter hat ihm die ganze Verantwortung für die Oma  übertragen. Es überfordert ihn zunehmend. &lt;br /&gt;Die beiden  Darsteller Juliane  Koren und Martin  Wolf zeichnen uns in hervorragender Weise  ein stilles, einfühlsames Bild dieser Lebenssituationen. Sie sprechen im Stück nicht mit- einander, sondern über-einander. Monologe statt Dialoge.  Sie spielen  nebeneinander. Die beiden waren  einander wohl immer sehr verbunden, werden sich aber doch im Verlauf des Stückes  zunehmend fremder. Demenz zerstsört eben nicht nur die Gehirnzellen, sondern auch menschliche Kontakte.&lt;br /&gt;Die Bühne ist karg.  Ein fast leerer Raum.  Der Bühnenboden, auf dem gespielt wird, stellt ein Trapez dar. Darauf ein Tisch  mit Laptop und ein Stuhl. Auf dem Fußboden  gerahmte Erinnerungsfotos, die im Verlauf des Stücks immer weniger werden, bis sie ganz still in einem Umzugskarton verschwinden, den  Margrets Enkel Jonas im Hintergrund, von ihr unbemerkt, packt.&lt;br /&gt;Das Stück regt zum Nachdenken, zum Auseinandersetzen  mit unserer eigenen Situation und Endlichkeit an. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Einsamkeit, das Gefühl der Ohnmacht und die Angst vor dem Verlassenwerden  finden immer im Stillen, im Unausgesprochenen statt. Sollten wir sie nicht aus der Dunkelheit herausholen? &lt;br /&gt;Bei Franz Kafka heißt es in einem Gedicht dazu: &lt;br /&gt;Schon darum sollten wir Menschen vor einander so ehrfürchtig, so nachdenklich stehen (....) wie vor dem Eingang zur Hölle. &lt;br /&gt;Ich wünsche mir nun  ein Stück, indem mal nicht nur die Trostlosigkeit aufgezeigt wird,  sondern auch positive Möglichkeiten der Veränderung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;JuSt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2426704056128916655?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2426704056128916655/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/11/im-stillen-von-clemens-magde-malersaal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2426704056128916655'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2426704056128916655'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/11/im-stillen-von-clemens-magde-malersaal.html' title='Im Stillen - von Clemens Mägde - Malersaal'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-717598524855885065</id><published>2010-10-08T05:29:00.000-07:00</published><updated>2010-10-08T05:31:13.274-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hamlet'/><title type='text'>Paradies und Zerstörung</title><content type='html'>Tragische Liebhaber, jugendliche Salondamen, humoristische Väter, bedeutende Chargen: aufgepasst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer von euch den jugendlichen Eifer aufbringt, gesellschaftlichen  Problemen furchtlos ins Auge zu blicken und des Nachts mit Stift und Papier bewaffnet die Welt aus den Angeln zu heben versucht, der/die sollte nicht vergessen seine/ihre wohlformulierten Reden vor Besuch von „Hamlet“ noch einmal zu studieren...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hamlet“ ist jung, feurig, gnadenlos und sensibel zugleich. Es wirkt unvorstellbar, dass dieser Stoff im Englischunterricht als langweilig empfunden werden konnte! Zu dieser Differenz könnte beitragen, dass zumeist der Punkt Politik im Mittelpunkt steht, vor Ungerechtigkeit trieft und durch die Übermacht eines Einzelnen eine Lähmung, ja, eine Art Politikverdrossenheit aufkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Malersaal ist die Liebe zwischen dem Prinzen von Dänemark und der Tochter des Oberkämmerers der Aufhänger  und sie wirkt erstmals glaubwürdig. Eine zarte, schöne Liebe, leicht wie die Flügel eines Schmetterlings, der vom Wind ergriffen und zerfetzt wird.&lt;br /&gt;Gleich zu Anfang bereitet die Zweisamkeit der Liebenden einen paradiesischen Beginn, den man als himmlisches Kleinod in Bernstein einschließen, für die Ewigkeit bewahren möchte. Sie wird hingegen der Zerstörung durch Machtgelüste erliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gefühle wirken überwältigend authentisch, da vor allem die Hauptdarsteller Thorsten Hierse und Nadine Schwitter mit eindringlichem Spiel brillieren. &lt;br /&gt;Das Stück gewinnt daran, dass die Figur der Ophelia ein erstaunlich hohes Maß an Selbstbewusstsein an den Tag legt, sie Humor beweist und scherzen kann, obwohl sie in familiär-patriarchalische Strukturen eingebunden ist. Ebenso bereichernd ist die schier nicht zu bändigende Energie mit der Thorsten Hirse Hamlet beflügelt.&lt;br /&gt;Für dieses reiche Spiel bietet der Malersaal die optimale Bühne. Dank der „Nahaufnahmen“ ist hinter dem Pathos die menschliche Zerbrechlichkeit zu erkennen.&lt;br /&gt;Die melancholische, dunkelschöne Musik schenkt die letzte Nuance, die einen ins Schwärmen für diese Inszenierung bringt – die ihr etwas, wie eine Seele schenkt.&lt;br /&gt;So sitzt man zwei Stunden in dem kleinen Raum, emotional mehr und mehr aufgewühlt, von Ungerechtigkeit erschüttert und der brennenden Wunsch flammt in einem auf, aufzuspringen, einzugreifen, denn man weiß, was auch Hamlet weiß, fühlt, was auch Ophelia fühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser aufgestaute Handlungsdrang kann nun in Hamburg in Taten umgewandelt werden.&lt;br /&gt;Das Junge Schauspielhaus soll kein Schmetterling gewesen sein. Es darf nicht aufgenadelt und in den Schaukasten „Vergangene Perlen der Hansestadt“ eingereiht werden.&lt;br /&gt;Freunde des (Jungen) Schauspielhauses: lasst uns gegen das Unrecht stürmen, dem Problem ins Auge blicken, Reden schreibend und schwingend die Hamburger Kulturpolitik aus den Angeln heben. Hamlet musste eine Monarchie erdulden – wir sollten und müssen von unserer Demokratie Gebrauch machen!&lt;br /&gt;Es wäre doch lächerlich, wenn ein dem Fach nicht vertrauter Kultursenator die Hauptrolle in dem äußerst schlechten Stück „Die Leiden des jungen Schauspielhauses“ einnehmen darf! Junges Schauspielhaus, ich schließe mich dir an: „Lieber streitend vergehen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;           Kathrin Dittrich&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-717598524855885065?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/717598524855885065/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/10/paradies-und-zerstorung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/717598524855885065'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/717598524855885065'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/10/paradies-und-zerstorung.html' title='Paradies und Zerstörung'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4377512858181065137</id><published>2010-10-08T05:27:00.000-07:00</published><updated>2010-10-08T05:28:24.895-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Robert Guiskard'/><title type='text'>Robert Guiskard – Herzog der Unfertigen</title><content type='html'>Der Junge beäugt verwundert den Steinmetz, der ein großen Block Marmor umschreitet, diesen beklopft, dabei sogar abhorcht. Eine Woche später sucht der Junge die Werkstatt des Steinmetzes wieder auf. Dort wo zuvor noch der Marmorblock war, steht nun ein prächtiges marmornes Pferd. In seinem Staunen fragt der Junge : „Woher habt Ihr gewusst, dass es in dem Stück Stein war?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So in etwa lautet eine Anekdote, die ich irgendwann, irgendwo in einem  in die Geschichte der Philosophie einführenden Buch gelesen habe. Mit genau so einem Pferd hatte Heinrich von Kleist vor über 200 Jahren zu kämpfen. Kleist, sein Werk mehrmals verbrannt habend, weiß, dass etwas großes im Stein steckt. Doch der Stein ist zu hart, das Werkzeug nicht das Richtige, um die Gestalt filigran freizulegen, ihr Leben einzuhauchen. So neigte er sein Haupt.&lt;br /&gt;Kleist unterlag der Macht des Werkes – oder vielmehr zerbrach er an den eigenen Ansprüchen. An folgender Aufforderung Wielands lässt sich mühelos ablesen, dass der Druck von außerhalb auch nicht gerade gering war: „Sie müssen Ihren Guiscard vollenden, und wenn der ganze Kaukasus und Atlas auf Sie drückte“ .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Florian Vogel, Dramaturg des Stückes, habe auch das Produktionsteam sich an dieser Inszenierung fast die Zähne ausgebissen.&lt;br /&gt;Wie will man das Fragment eines Theaterstückes, welches nur 12 Seiten umfasst, inszenieren ohne nach einer halben Stunde fertig zu sein? Regisseur Frank Hoffman bat dafür den Autor selbst auf die Bühne, lies ihn Briefe schreiben und Antworten verlesen, Dialoge und Selbstgespräche bestreiten, stellt sein verzweifeltes Ringen  um Textgewinnung samt seiner Einsamkeit dar.&lt;br /&gt;Dank dieser Zusammenführung entfaltet sich schön die Beziehung zwischen dem Werk und seinem Schöpfer, wobei das Werk zum Wesen wird, Macht über Kleist zu gewinnen beginnt. Der Verfasser verschwindet in seiner Schöpfung, ohne sie zu seiner Zufriedenheit hervorbringen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz dieses raffinierten Einfalls bleibt es der Inszenierung damit zu kämpfen, dass die Figuren dünn sind, sie verbrannt wurden und so nur Idee bleiben dürfen. &lt;br /&gt;Um dies zu kompensieren haben sich Kostüm- und Bühnenbildner damit befasst, eine historische Kulisse zu erstellen, in der es an wallenden Gewändern und Feuerschalen nicht fehlt. &lt;br /&gt;Dennoch bleibt das Stück im Trüben, Zusammenhänge unschlüssig, da es schwer fällt, sich in die Handelnden hineinzudenken. Das Stück wirkt trotz allerhand betriebenem Aufwand leider etwas schemenhaft.&lt;br /&gt;           Kathrin Dittrich&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4377512858181065137?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4377512858181065137/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/10/robert-guiskard-herzog-der-unfertigen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4377512858181065137'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4377512858181065137'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/10/robert-guiskard-herzog-der-unfertigen.html' title='Robert Guiskard – Herzog der Unfertigen'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2962130702469201374</id><published>2010-09-27T06:44:00.000-07:00</published><updated>2010-09-27T06:45:48.251-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='M - Ein Mann jagt sich selbst'/><title type='text'>M - Ein Mann jagt sich selbst</title><content type='html'>Die Jagd nach dem Grund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"M - ein Mann jagt sich selbst" das Ein-Mann-Stück von Clemens Mägde ist inspiriert von dem Fritz Lang Film aus dem Jahr 1931: „M - eine Stadt sucht einen Mörder“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Geschichte über einen schizophrenen Mann, einen Kinderschänder, der uns in Mägdes Fassung Einblicke in seine Gedankenwelt gewährt. Diese schwebt zwischen poetischer Zärtlichkeit und aggressivem Wahnsinn. In einem Moment spinnt er Bilder von immer höher wachsenden Bäumen die mit ihren Ästen versuchen die Wolken langsamer vorbeiziehen zu lassen. Im nächsten patrolliert er aufgekratzt von einer Ecke des Podests zur anderen und gräbt hypothetisch mit einem Löffel in seinem Kopf. Das ist wiederum ein Bild, dass man sich nicht gerne ausmalt, denn so wie er spricht könnte man meinen er hätte es wirklich versucht und wäre wirklich an seinen Zähnen angekommen. Er gräbt jedenfalls auf der Suche nach dem Grund. Die Jagd nach dem Grund oder eine grundlose Jagd? Die essentiellen Fragen des Lebens – wer bin ich, wo komm ich her, wo geh ich hin – deren Antworten ihm in seiner Logik den Ausbruch aus dem Teufelskreis des Suchens befreien würden. Daniel Wahl spielt den zerbrochenen Mann im perfekten Anzug, der sich während des Stückes entblättert bis auf das schäbige T-Shirt, psychisch bis auf sein verkümmertes Inneres. Ein blendend weißer Raum in dem allein der Hut, der nie aufgesetzt wird, einen entspannenden Fleck für das Auge bietet. Ein Hut, wie Peter Lorre, der Darsteller des Mörders im Film, ihn trug. Peter Lorre mimt einen anderen Mörder, ein Mann der im Show-Down schreit „Aber ich kann doch nichts dafür!“, der mit seinen panisch hervortretenden Augen Mitleid erregt. Dieses Mitleid empfand ich nicht gegenüber dem Theater-M. Vielleicht weil man trotz strähniger Haare und grandioser, teils abstoßender, Mimik immer noch einen attraktiven Mann erkennen kann, besonders wenn er das Lächeln übt. Darf ein Kindermörder nicht gut aussehen? Doch, und er muss auch kein Mitleid erregen. Daniel Wahl macht aus ihm keinen verschreckten Mann. Er sucht den Blickkontakt zum Publikum, erklärt seine innersten Wünsche und Gedanken. Die räumliche Nähe erleichtert das Gefühl von kurzzeitiger Vertrautheit und macht es unmöglich sich dem klaustrophobischen Gefühl zu entziehen. Noch ein paar Worte zum Raum. Die Hamburger Botschaft besticht durch  Mischung aus Probebühne, Underdog-Galerie und Jugendclub. Eine Spielstätte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit den drastischen angekündigten Kürzungen zum Opfer fallen würde, was meiner Meinung nach sehr schade wäre. Eine grandiose Schauspielerische Leistung, ein verstörend-beeindruckender  Theaterabend.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2962130702469201374?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2962130702469201374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/09/m-ein-mann-jagt-sich-selbst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2962130702469201374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2962130702469201374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/09/m-ein-mann-jagt-sich-selbst.html' title='M - Ein Mann jagt sich selbst'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8633651682413187873</id><published>2010-09-22T02:11:00.000-07:00</published><updated>2010-09-22T02:18:40.166-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Robert Guiskard'/><title type='text'>Voulez vous mourir avec moi?</title><content type='html'>Mit Kleist, dem noch immer nicht Ausgestorbenen? Nein, sterben wollen wir nicht. Leben wollen wir, überleben. So wie das Deutsche Schauspielhaus kämpfen. Auf in die Schlacht, noch ist Deutschland nicht verloren... Wir schaffen uns nicht ab, das Theater schon mal gar nicht! Den Terrorismus lassen wir nicht zu. KAMPF! Gegen dumme Politiker, gegen dumme Amateure, gegen dumme HamletKritiker, gegen die Dummheit in der Welt! Viva la inteligencia, viva el arte!!! Nicht l'art pour l'art. Etwas bewegen. La Vidal movida. &lt;br /&gt;Davon ist dieser Tage viel zu spüren. Zwischen Nachfolgerfragen, Generalintendanzgeschwafel, Kürzungsidiotien, Rationalisierungsabsurditäten, Abschaffungsfusionsszenarien und HafencityU4mach2Elbphil-harmoniesierungsversuchen. Prestige geht dieser Tage über Leichen. Hänsel und Gretel gehn bald Mümmelmannsberg und Kleist geistert irgendwo im Nirgendwo. &lt;br /&gt;Beeindruckend ist sie, diese Inszenierung des "Robert Guiskard". Ein atmosphärischer Sountteppich, Feuer, Regen, Hagel. Beschirmt ist da jetzt keiner mehr. Die Elemente stürmen von allen Seiten, es donnert. Doch der große Theaterdonner bleibt aus an diesem Abend. Dazwischen ein Fernsehschauspieler, ausgewiesener Kleist-Experte zwar, doch im mimischen Ausdruck eingeschränkt. Wozu das ganze? Muss das sein? Ein leichter Beigeschmack von Antiquiertheit drängt sich auf. Die Frage ob so viel technischer Schnickschnack von Nöten ist. Spaß gemacht hat er alle mal. Wer hört nicht gerne die Stimme von Thomas Thieme übers Mikroport verstærkt. Das ist schon stark. Da naht sie, die Apokalypse. Gleich, jetzt, sofort. Just NOW!&lt;br /&gt;JuSt&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8633651682413187873?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8633651682413187873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/09/voulez-vous-mourir-avec-moi.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8633651682413187873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8633651682413187873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/09/voulez-vous-mourir-avec-moi.html' title='Voulez vous mourir avec moi?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1762264305152917477</id><published>2010-06-28T05:17:00.000-07:00</published><updated>2010-06-28T05:19:39.328-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ein himmlischer Platz'/><title type='text'>Im eigenen Leben verirrt</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Warum heißt eigentlich die Gabel Gabel? Die Wörter im Kopf sind manchmal etwas verrückt. Immer muss man alles wissen, können, immer funktionieren. Bloß nicht träumen und abschweifen. Wenn man es doch tut, kann man ganz schnell ein auf den Deckel kriegen. Vor allem als Kind in der Schule. Nun aber mal Schluss mit lustig. Im Malersaal ist so schnell nicht Schluss. Gekonnt bleibt der Abend in der Schwebe zwischen komischen und ernsten Elementen. Auch die fantastische Musik trägt dazu bei.&lt;br /&gt;Da war wieder alles dabei. Viel zum Lachen, viel zum Nachdenken, viel zum Schmunzeln, viel zum Philosophieren, viel zum Mitnehmen nach Hause. Einfach himmlisch war dieser Abend, dieser himmlische Platz. Theater für Jung und Alt. Was will man mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1762264305152917477?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1762264305152917477/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/im-eigenen-leben-verirrt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1762264305152917477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1762264305152917477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/im-eigenen-leben-verirrt.html' title='Im eigenen Leben verirrt'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8958310208300420322</id><published>2010-06-28T02:46:00.000-07:00</published><updated>2010-06-28T02:47:57.996-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hamlet'/><title type='text'>Hingehen, anschauen und Ohren spitzen!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Hamlet 25.06.2010 im Malersaal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein oder nicht sein ist hier natürlich die berühmte Eingangsfrage. Was ist der Mensch und wie viel Schuld und Trauer kann er ertragen bis zum Wahnsin? Alles wichtige Fragen, die in dieser Inszenierung auch nicht eindeutig beantwortet werden. Dafür sind Schauspieler vorzufinden, die scheinbar aufs Äußerste mit ihren Rollen verschmelzen. Thorsten Hierse überzeugt durch seine Leidenschaft, die nicht nur die Misslichkeit seiner Lage übermittelt, sondern auch zeitweise Humor und Ironie. Er spricht das Publikum szenenweise direkt an - welches dann Teil der „Mausefalle“ wird- aus welchem hin und wieder sein Freund Horatio erscheint, um dann wieder in der Masse zu verschwinden. Nadine Schwitters ist eine herrlich verzweifelte, irre und zerbrechliche Ophelia, die man gerne beschützen möchte. Das Bühnenbild bestehend aus mehreren runden Holzwänden geschmückt mit einigen Schmetterlingen, die die Vergänglichkeit symbolisieren könnten, bietet Dynamik für das Auf- und Abgehen der Schauspieler und das Verstecken voneinander oder auch vor sich selbst. Zudem entstehen Möglichkeiten für die ein oder andere Überraschungsszene, die in ihrer Innovation überzeugt. Jedoch will ich hier lieber nicht zu viel verraten...&lt;br /&gt;In den ca. zwei Stunden war kaum ein Augenblick der Langeweile festzustellen. Dies lag jedoch auch enorm an der grandiosen MUSIK, die durch das Stück hindurch begleitete. So schöne Theatermusik habe ich lange nicht mehr gehört und man möchte gerne immer wieder Inszenierungen in Begleitung von Tobias Vethake und Thomas Esser ansehen. Zudem überzeugte die Passion der MusikerInnen, die durch die Durchmischung von Musik und Schauspiel übermittelt wurde und die Dramaturgie unterstrich. Nadine Schwitters spielt das Cello und die beiden Hauptmusiker an den dunklen Bühnenseiten erklimmen hin und wieder auch selbst das Podest, was vorwiegend in den humorvollen Szenen geschieht.&lt;br /&gt;Dafür sei es auch verziehen, wenn einige vermeintlich wichtige Textstellen oder Zitate ausgespart wurden und der Fokus auf der Liebesbeziehung zwischen Ophelia und Hamlet liegt. Wenn am Ende des Abends nicht besonders viel vom Inhalt oder aufgeworfenen Kontroversen diskutiert werden kann, sondern eher das Schauspiel genossen werden soll, ohne dass es purer Unterhaltung gleicht. Letztlich steht also die Kunst als sie selbst im Vordergrund. Verwendet werden dafür der schauspielende Körper, die Stimme und selbst gemachte Musik. Zum Glück gibt es keine Videoinstallation oder sonstigen Schnick-Schnack. Die Schlichtheit wird durch Ausdruck, Verse und Töne gefüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende ist das Publikum begeistert, welches bunt durchmischt ist von jungen und älteren Menschen; Paaren, Gruppen und Alleinigen, die sich an diesem schönen Sommertag ins Schauspielhaus wagten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teilweise denkt man sich, dass die ein oder andere Szene -besonders von Thorsten Hierse- zu groß gespielt wird, zu groß für die kleine Bühne. Andererseits gibt es für diese Expressionen auch noch die Variante Hamlet XXL im großen Haus und dennoch frage ich mich erneut warum ich nicht häufiger in den Malersaal gehe. Hier wird man nicht nur selten enttäuscht, sondern freut sich sogar über moderne Ausuferungen von Klassikern, weil es passt und gerade heute wurde ich wieder mit einer äußerst befriedigenden Antwort überschüttet, warum ich ins Theater gehe und was Theater als Kunstform alles ausdrücken und vermitteln kann. Also: Hingehen, anschauen und Ohren spitzen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lea Toporan&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8958310208300420322?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8958310208300420322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/hingehen-anschauen-und-ohren-spitzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8958310208300420322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8958310208300420322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/hingehen-anschauen-und-ohren-spitzen.html' title='Hingehen, anschauen und Ohren spitzen!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8886988588328727101</id><published>2010-06-25T03:02:00.000-07:00</published><updated>2010-06-25T03:05:55.753-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Von Mäusen und Menschen'/><title type='text'>Zwischen Traum und Albtraum</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Amerika um 1929.&lt;br /&gt;Eine Zeit, in der die Menschen auf dem Land allesamt alleine sind. Alleine mit sich, alleine auf der Suche nach Arbeit, alleine mit etwaigen Hoffnungen.&lt;br /&gt;Alle, ohne einen Platz zu haben, wo sie hingehören. 1929, die Zeit der großen Weltwirtschaftskrise.&lt;br /&gt;Eine Situation, in der wohl jeder eine Kosten-Nutzen Analyse aufstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Ewigkeit der Einsamkeit begegnet der Zuschauer zwei Freunden.&lt;br /&gt;Freundschaft, die Frucht der Menschlichkeit – nicht das Produkt. Wie lässt sich da eine Kosten-Nutzen Ermittlung aufstellen ? Lässt sich die Treue einer Freundschaft gegen ein schönes Leben aufwiegen ?&lt;br /&gt;Da ist George, der kleine, kluge Kerl, dem die Freundschaft eine Bürde auferlegt, die ihn immer wieder sagen lässt : „Gott, ich könnte so leicht ein schönes Leben haben, wenn ich dich nicht am Hals hätte.“&lt;br /&gt;Lennie, auf einfältige Weise dumm aber liebenswert, bereitet ihm dieses schwere Leben. Natürlich nicht mit Absicht, „aber es ist immer etwas, was er nicht gewollt hat“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses „Immer“ und das, was „nicht gewollt“ ist, ergeben jedoch stets Situationen, in denen George Beiden Kopf und Kragen retten muss.&lt;br /&gt;Immer und immer wieder, sodass sie Getriebene sind und sich nirgendwo niederlassen können.&lt;br /&gt;„Es braucht keinen Verstand, um nett zu sein.“, doch das kindliche Gemüt steckt im Körper eines großen, starken Mannes, dessen Kraft alles Weiche, Zarte und Schöne, was er liebt, zerstört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Zuschauer schlüpft man in die Rolle des Verantwortungstragenden, ist mit George verzweifelt, hilflos und weiß nicht mehr weiter – erkennt dennoch, dass dieser törichte Mensch einen vor Einsamkeit rettet und zehrt vom Traum, vom Luftschloss, in diesem Fall der „Luftfarm“, dem Ort, der einem gehört, wo man hingehört, wo man sein eigener Herr ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kraft des Spiels treibt einem keinen Kloß in den Hals, es sind eher kleine Quadrate, die mit jedem Schlucken tiefer kriechen. Dieses Stück geht nicht unter die Haut, es geht bis an die Knochen. Die Quadrate bleiben im Herzen stecken. Das Gefühl ist so durchdringend und markerschütternd, so kantig wie das ganze Bühnenbild.&lt;br /&gt;Die Schauspieler agieren auf einem so hohen Energieniveau, dass eine Spannung entsteht, die im Zuschauer einen Sturm entbrennen lässt. Einen Kampf zwischen Verstand und Emotionen, einen Kampf, der von der aufkommenden Kosten-Nutzen-Frage nagend unterwandert wird. Einen Kampf, der sicher bei mehr als einem Zuschauer Tränen in die Augen treiben wird – aber keine Sorge: vorm Applaus wird einem ein Moment Dunkelheit vergönnt, in dem Tränen heimlich getrocknet werden können.&lt;br /&gt;Die Quadrate bleiben aber noch eine ganze Weile im Herzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathrin Dittrich &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8886988588328727101?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8886988588328727101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/zwischen-traum-und-albtraum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8886988588328727101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8886988588328727101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/zwischen-traum-und-albtraum.html' title='Zwischen Traum und Albtraum'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5514085408867255524</id><published>2010-06-25T02:58:00.000-07:00</published><updated>2010-06-25T03:02:21.777-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tannöd'/><title type='text'>Ein „Tatort“ im Theater?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Tannn-öd. Der Name ruft in mir die schaurige Hänsel-und-Gretel Stimmung hervor. Wind, der sich in den Nadeln der Tannen schneidet und wehklagt, zwei Kinder einsam und hilflos darunter stehend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tannöd, ein Kriminalroman nach Anna Maria Schenkel.&lt;br /&gt;Ein Blick in eine Fernsehzeitschrift verrät die ungemeine Fülle an Kriminalgeschichten im Programm – handelt es sich bei Tannöd nur um einen Tatort im Theater? Liegt hier ein Sitten- oder Niveauverfall vor, sodass sich das Schauspielhaus des schnöden Lockmittels „Mord und Totschlag“ bemächtigen muss, das scheinbar immer taugt, um die Neugier im Menschen zu wecken und so als Publikumsmagnet fungiert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben weil man Fernsehkrimis kennt, werden einem bei diesem Stück die Vorzüge des Theaters besonders deutlich:&lt;br /&gt;Man muss gar nichts sehen – in dem Moment, in dem man den Malersaal betritt, riecht man es – das Holz. Das karge Bühnenbild, dieser zusammen gezimmerte, rechteckige Hof wird mitsamt den Bewohnern anhand von Monologen in ein fahles Licht gerückt, das alles marode erscheinen lässt. Dieser Eindruck des Maroden frisst sich im Laufe des Stückes immer tiefer in das eigene Empfinden, bis die Szenerie faulig vor einem liegt, ruhig, in Stille – Totenstille.&lt;br /&gt;Der Holzgeruch vervollständigt das Bild, lässt die Nase den Wald sehen. Den Hof Tannöd in einer tannenumstandenen Einöde, wie in einer Kapsel entrückt von den anderen Höfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das moderne Bedürfnis, Zeuge von forensischen Untersuchungen zu sein, wird bei diesem Stück nicht befriedigt. Dieser Platzhalter für eine gut erzählte Geschichte wird durch eine Szenenaufbereitung, die in ihrer Dichte einer Sozialstudie gleicht, ohne Verlustgefühle ersetzt.&lt;br /&gt;Somit steht weniger die Bluttat, als die Machtkonstellationen zwischen den Opfern und das gesellschaftliche Gefüge um die Opfer herum im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;Durch Berichte von jeder Seite wird so das Leben der Ermordeten rekonstruiert. Durch Rückblenden kommen diese selber zu Wort, sodass man entdecken kann, dass die Beiträge vom Postmann oder der Verkäuferin im Dorf auf einem wahren Kern, einem dunklen Familiengeheimnis basieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Bandbreite von Berichterstattungen erlaubt es den Schauspielern, ihr Können in mehreren Rollen zu präsentieren und letztlich ist man dieser schauspielerischen Leistung wegen dankbar, an einem Sonntag Abend im Theater und nicht zu Hause beim Tatort gewesen zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathrin Dittrich &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5514085408867255524?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5514085408867255524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/ein-tatort-im-theater.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5514085408867255524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5514085408867255524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/ein-tatort-im-theater.html' title='Ein „Tatort“ im Theater?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4057140293164709837</id><published>2010-06-24T01:11:00.000-07:00</published><updated>2010-06-24T01:12:35.187-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Plötzlich war er aus der Welt gefallen'/><title type='text'>Ich bin voller Hass</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Plötzlich war er aus der Welt gefallen - Gesamtschule Bahrenfeld&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halt mich nur ein bisschen, dass ich schlafen kann. Schlafen kann Mut wahrscheinlich auch nicht. Er hat Ungeheuerliches vor. Er will sie alle abknallen, einfach vor der Klasse die Maske überziehen, die Tür öffnen und sie alle abknallen. Wir sitzen Jahre später in dieser Klasse und hören uns die Geschichte an. Karl, der einzige Freund von Mut, berichtet uns. Wie er damals gemeinsam mit seinem Freund in eine Parallelwelt abglitt, so gleiten wir Zuschauer jetzt auch immer mehr hinein, wir sitzen mittendrin. Da gibt es kein Wegschauen, kein Wegrennen. Wir sind dem ausgesetzt. Wo man sich bei "Punk Rock" im großen Haus noch im sicheren Theatersessel zurücklehnen konnte, ist man hier hautnah gepackt, von dieser Story, diesen Schauspielern, dieser erdrückenden Atmosphäre. Im Klassenraum ist einfach alles viel unmittelbarer, direkter. Wer diese Erfahrung am eigenen Leib spüren möchte, dem sei ein Besuch dringend empfohlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4057140293164709837?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4057140293164709837/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/ich-bin-voller-hass.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4057140293164709837'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4057140293164709837'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/ich-bin-voller-hass.html' title='Ich bin voller Hass'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4415856316861688260</id><published>2010-06-23T07:41:00.000-07:00</published><updated>2010-06-23T07:42:29.785-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Wunder von Schweden'/><title type='text'>Wunder gibt es immer wieder...</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;...So auch im Schauspielhaus in Form eines kleinen Theaterwunders. Dort bricht Erik Gedeon mit allen Erwartungen auf einen lustigen, musikalisch abwechslungsreichen, leicht zu goutierenden Abend. Kein Abba-Abend a la Mamma Mia. Er verweigert sich dem gefälligen Mitklatsch-Bedürfnis mancher U und E-Kunst-Klassifizierer. Stattdessen fast durchkomponierte Choräle, Volkslied, Rezitativ. I-K-E-A. Diesem Mysterium versucht sich der Abend durchaus mit Komik, zunehmend aber auch mit einer bedrohlichen Ernsthaftigkeit zu nähern, dass des Kritikers Nachbarn schonmal ungeduldig erwägen, den Saal vorzeitig zu verlassen. Konsequent wird die Geschichte zu Ende erzählt. Auch vor der faschistischen Vergangenheit wird nicht halt gemacht. Da bleibt so manches Mal der Lacher im Halse stecken. Das großartige Ensemble singt und tanzt und springt. Dieser satirische Abgesang auf den Kapitalismus klingt nach. Die eingangs erwähnten Nachbarn applaudierten nicht, verließen dann endlich den Saal, der Rest klatschte frenetisch Beifall. Vielleicht, wenn man sich darauf einlässt, Gedeons bester Abend, dieses Wunder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4415856316861688260?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4415856316861688260/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/wunder-gibt-es-immer-wieder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4415856316861688260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4415856316861688260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/wunder-gibt-es-immer-wieder.html' title='Wunder gibt es immer wieder...'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2441805669748842166</id><published>2010-06-23T07:13:00.000-07:00</published><updated>2010-06-23T07:42:52.923-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spiels noch einmal'/><title type='text'>Finale mit Inszenierungsfehler</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;21.6.2010/19...?, M&amp;amp;M-Bar/Rick's Café im Maritim Hotel Reichshof&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Casa blanca, das ist spanisch. Aber was hat Casablanca mit dem weißen Haus zu tun? Achja, Spanien war ja im EM-Finale. Italien zwei Jahre vorher bei der WM in Deutscheland. Und nun schon wieder, ein Italiener im Finale, diesmal in Rick's Café. Ein Mafioso betritt den Salon mit einem, come si dice, Aktenordner multo dubioso, don't touch. Jürgen Uter zieht alle Register. Es kommt schließlich zu einem Duell mit Renault, Peugeot kreuzt auch auf, wird erschossen, stirbt theatralisch den Bühnentod, um kurz darauf leicht durcheinander wieder aufzustehen, sich am Kopf zu kratzen und sich zu fragen: Was ist hier los? Und schließlich verwirrt konstatierend: Oh, ein Inszenierungsfehler. Lukas Holzhausen mal wieder herrlich überdreht und saukomisch. Ganz zu schweigen von Juliane Koren alias Scarlett O'Hara. Schmachtend himmelt sie ihren partout die englische Tonspur nicht wechseln wollenden Rhett Butler aka Mathieu Carrière an. Spielt der nur? Man weiß es nicht. Und am Ende, gibt's ein Happy End? Wenn die Niederlage gegen Serbien auch nur ein kleiner Inszenierungsfehler war und alle wieder aufstehen, dann sehen wir uns bald doch noch im Finale jubelnd wie bei Rick. Gut gespielt, Jungs und Mädels. Weiter so! Damit es nicht doch noch am finalen Ende eißt: Rien ne va plus. As Time goes by... Good Bye!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2441805669748842166?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2441805669748842166/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/finale-mit-inszenierungsfehler.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2441805669748842166'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2441805669748842166'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/finale-mit-inszenierungsfehler.html' title='Finale mit Inszenierungsfehler'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-6763239559902424687</id><published>2010-06-23T07:10:00.000-07:00</published><updated>2010-06-23T07:43:06.059-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Immer nie am Meer'/><title type='text'>Immer nie am Meer</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;14.05.10 Rangfoyer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Männer mit dem Auto zwischen zwei Bäumen eingeklemmt und völlig auf sich alleine gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine im Kerne altbewährte Story und gute Schauspieler sorgen für einen vergnüglichen Abend im Deutschen Schauspielhaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kinoadaption von „immer nie am Meer“, inszeniert von Dominique Schnizer, bot wunderbare und kurzweilige Unterhaltung, was für mich einen angenehmen Kontrast zu den bisher tweilweise schwierigen Stücken darstellte, die ich bisher im Schauspielhaus sah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ganze ist interessant inszeniert, so sitzen die drei Protagonisten in einem Auto und die Umgebung wird durch eine Videoleinwand dargestellt, in die sich das Auto einfügt. Puristisch aber gleichzeitig neu und spannend. Durch das rare Bühnenbild bleibt dem Zuschauer die Möglichkeit, die Augen stur auf die Schauspieler gerichtet zu lassen, die durch tolles Minenspiel, hervorzuheben hier Jörg Krumpholz, für dauerndes Interesse sorgen. Die Dialoge und Komik wirkt nicht neu, doch die sehr überzeugenden Protagonisten bringen beides so sympathisch rüber, dass es einem immer wieder zum lachen bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zudem verstehen es die Schauspieler die Charakterunterschiede zwischen dem Professor, seinem etwas proletigem Schwager und dem Musiker Schwanenmeister pointiert darzustellen. Alle drei haben ihren eigenen Charm und Witz, der sich wunderbar ergänzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fabuliert Musiker Schwanenmeister über seine ersten homoerotischen Erlebnisse, der Professor verrichtet seine Notdurft in die Tasche seiner Frau und sein Schwager sorgt durch Ausraster immer wieder für Schwierigkeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch ganz ohne Verwirrung kommt auch dieses Stück nicht aus. Als die Drei schon die Hoffnung aufgeben wollten, naht endlich Hoffnung. Ein Junge erscheint auf der Leinwand. Doch die Freude währt nur kurz, anstatt sie zu retten, nimmt er das Auto mitsamt der Insassen mit in sein Kinderzimmer. Er wächst ins Riesenhafte und Auto plus Insassen schrumpfen zu kleinem Spielzeug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir das Rangfoyer verließen, fragte mich eine Dame, was ich von dem Jungen hielte und was das ganze wohl zu bedeuten habe. „Ich weiß es nicht“, antwortete ich „und ich will mir diesen vergnüglichen Abend auch nicht durch nachdenken zunichte machen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht sollten kurzweilige und lustige Stücke auch mal kurzweilig und lustig bleiben dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Patrick Rausch&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-6763239559902424687?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/6763239559902424687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/immer-nie-am-meer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6763239559902424687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6763239559902424687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/06/immer-nie-am-meer.html' title='Immer nie am Meer'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4140119248941194250</id><published>2010-05-31T04:36:00.000-07:00</published><updated>2010-05-31T04:37:12.811-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zigeunerjunge'/><title type='text'>Ein bisschen Frieden, hoppa!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;30.05.2010, Oslo kurz nach 0 Uhr/Deutsches Schauspielhaus in Hamburg 20:00 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben gewonnen! Deutschland, ein Sommermärchen. Fortgeführt wurde das Märchen dann im Theater. Deutsche Tristesse gegen exotische Zigeunertrommler. Songcontest 2.0., hoppa! Da ging die Post ab, voll Porno! Oberzigeunermacker Tim Grobe rockt das Haus. Schließlich stimmt er den serbischen Siegertitel von 2007 "Molitva" an. Und was hören wir plötzlich kurz nach der Bridge als Intermezzo?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"I, oh, I, can't go a minute without your love,&lt;br /&gt;Like a satellite..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die deutschen Musikalienhändler batteln gegen die Zigeuner um den besten Song. Und wer gewinnt am Ende? Die Liebe. Der deutsche Sohn heiratet die hübsche Tochter aus dem Balkan. Internationale Völkerverständigung. Wie schön das doch wäre, ein bisschen Frieden... Also auch im Theater kein Punktegeschachere, keine Balkan-Connection. Der Satellit verbindet alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Saal tobt. Am Ende kann sich keiner mehr auf den Stühlen halten. Standing Ovations für "Zigeunerjunge", oder doch auch noch für Lena, für Deutschland, für den Satellitenstaat, für Deutschland-Zigeunerlena? Egal, jetzt zählt nur der Moment. Vergessen der etwas langatmige Anfang, die letzten 28 Jahre. Jetzt heißt es nur noch genießen und den Moment teilen wie den großen Musikladen der Nationen: Share the moment! Was für ein Fest! &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Julian Struck&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4140119248941194250?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4140119248941194250/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/ein-bisschen-frieden-hoppa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4140119248941194250'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4140119248941194250'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/ein-bisschen-frieden-hoppa.html' title='Ein bisschen Frieden, hoppa!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-6636214671489815106</id><published>2010-05-31T02:50:00.000-07:00</published><updated>2010-05-31T02:52:34.864-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Kleider machen Leute</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es gab da mal diese iPod- Werbung: Menschen, deren schwarze Silhouetten von den kleinen Kabeln ihrer Musikgeräte umrankt werden, tanzten vor farbig leuchtendem Hintergrund wild zu den gehörten Klängen.&lt;br /&gt;Ein ähnliches Bild – nur ein sinnlicheres – bietet die Eingangsszene der Dreigroschenoper im Schauspielhaus, welches ursprünglich immerhin als Opernhaus entworfen wurde.&lt;br /&gt;In schwarzen Anzügen stehen die Musiker auf der Bühne verstreut, die ihre einzige Beleuchtung von der blau leuchtenden Bühnenrückwand erfährt.&lt;br /&gt;Mit diesem Einstieg wird der Akzent dieser Inszenierung auf die Musik gesetzt.&lt;br /&gt;So haben die Musiker zwar die kräftigsten Stimmen des Abends, aber keine Gesichter.&lt;br /&gt;Sie erzählen mit ihren Tönen das schönste Geschehen, vermitteln von Ursprünglichkeit, Klarheit und Natürlichkeit, was einleitend durch eine zarte Vermischung mit Vogelgezwitscher akustisch sinnreich illustriert wird, sind jedoch als Menschen nicht ins Spiel eingebunden, bleiben schwarz gekleidet, bleiben gesichtslos.&lt;br /&gt;Und stehen so im direkten Kontrast zu den weiß gekleideten Schauspielern.&lt;br /&gt;Ein sehr schmutziges Weiß wird dort getragen, und wo das Weiß nicht so rein ist, ist die Idee auch nicht ganz so neu.&lt;br /&gt;Der Anblick der eng anliegenden Ganzkörperanzüge, vermischt mit farblich gleicher Alltagskleidung, deren Farbton sich sogar die bleich geschminkten Gesichter annähern, ähneln verdächtig dem Kostümbild der Brut aus „Romeo und Julia“, welches derzeitig auf der gleichen Bühne gespielt wird.&lt;br /&gt;Ich finde, die Originalität bleibt in den Schuhen stecken, wenn eine so markante Kostümidee kopiert wird. Nichtsdestotrotz sehe ich ein, dass dieses Kostüm sinnvoll eingesetzt wurde:&lt;br /&gt;Das ansonsten positiv konnotierte Weiß wird hier zu einem monotonen Brei, einer Leichenfarbe unter der die Moral des Menschen erstickt.&lt;br /&gt;Dies ist es nämlich, was die „Dreigroschenoper“ mir vermittelt hat: ein tristes, schlechtes Menschenbild von einer korrupten, rachsüchtigen Meute, so geldgierig, dass im Fall Peachum sogar die eigene Tochter als materieller Wertgegenstand, als Besitztum angesehen wird.&lt;br /&gt;Der Mensch ist hier so ein herbes Wesen, dass nicht einmal die Frauen klar und geschmeidig sprechen dürfen, sondern sowohl gesprochener Text als auch Gesang in rauer, brüchiger, gar krächzender Stimme kundgetan werden, was auf Dauer beim Zuhören anstrengend wird und überkarikiert wirkt.&lt;br /&gt;Wären die Musiker nicht da, die ihre Kunst beeindruckend und vielfältig präsentieren, würde es keinen Spaß bringen, das Stück anzusehen.&lt;br /&gt;Bei mir wurde kein Wohlbehagen, aber auch keine Beklemmung ausgelöst, da die Menschen so frei von jeder Moral gezeichnet waren, dass die Situation mir unrealistisch erschien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bricht man dieses Konstrukt der Menschendarstellung jedoch auf, wirkt der Realitätsgehalt viel erschütternder. Beispielsweise wird das Ausmaß, das eine korrupte Figur in einem System ausmachen kann, in der Dreigroschenoper parademäßig zur Schau gestellt.&lt;br /&gt;Doch sind es, wie schon gesagt, die Musiker, die akustische Ästhetik in den Raum bringen, deren Auswirkung auf die Figuren höchst interpretationswürdig erscheint.&lt;br /&gt;Dies ist es nämlich, was das Stück interessant macht: die zugelassenen Deutungsspielräume.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kathrin Dittrich&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-6636214671489815106?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/6636214671489815106/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/kleider-machen-leute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6636214671489815106'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6636214671489815106'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/kleider-machen-leute.html' title='Kleider machen Leute'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2320292715901785594</id><published>2010-05-20T01:30:00.000-07:00</published><updated>2010-05-20T01:32:25.106-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorfpunks'/><title type='text'>Die verbotenen Früchte der Fantasie</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Abgefahren, abgedreht, abgespaced, abgedroschen, absurd, absolut, aberwitzig, Abitur-nicht-voraussetzend, absichtlich abartig, abgefetzt, abgerockt, abgepunkt, abgesagt, abgesungen, nur nicht scheiße ist dieser Abgesang aufs spießbürgerliche Dorfleben der vereinsamten, enthemmten, entstellten Gestalten einer fliehenden Gesellschaft, die nicht weiß wovor.&lt;br /&gt;Die Blüten der Gewalt werden nicht mit dem Skalpell gezogen, sie werden gerupft, enterdet, ab in die Fantasie. Da wird gepöbelt, gerauft, gerangelt, geträumt. Turbo-Speed gegen Schneckentempo. Sisyphusgleich schleicht eine Schnecke einen Berg hoch und gleitet immer wieder ab. Vom Abgleiten, Entgleiten aus der gesellschaftlichen Norm, davon handelt dieser Abend. Eine Karikatur der Gestrandeten. Das ist großes Kino der großen Emotionen. Anarchisch, dreckig, trocken, gut. Lüttchenburg, Plön, das flenst, das brennt, das schmeckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2320292715901785594?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2320292715901785594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/die-verbotenen-fruchte-der-fantasie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2320292715901785594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2320292715901785594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/die-verbotenen-fruchte-der-fantasie.html' title='Die verbotenen Früchte der Fantasie'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5171055120880445374</id><published>2010-05-10T03:49:00.000-07:00</published><updated>2010-05-10T03:55:17.728-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mein Essen mit André'/><title type='text'>Leben. So what?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ich betrete den Salon und befinde mich in einer anderen Welt. Ein Pianist am Flügel. Er spielt Evergreens. Take me to the moon, strangers in the night, dada dada daa... Herr Ober, einen Cocktail bitte, schön exotisch. Draußen laue Sommernacht. Auf dem Tisch vor mir ein kleiner Teller mit Canapés, exquistite Köstlichkeiten für den Feinschmecker. Lachshäppchen, Schnittchen mit Gänseleberpastete, Suhsi, Kaviar. So kann man es sich gut gehen lassen. Da freut sich der Gourmet. Dazu noch ein guter Roter und der Abend ist perfekt. Doch wo bleibt eigentlich André?&lt;br /&gt;Der Tisch für ihn und Wallace ist doch schon gedeckt und extra für die beiden reserviert.&lt;br /&gt;Ah, da kommt ja Wallace, der Theaterautor. Aber von André noch immer keine Spur. Warten. Er wird doch seinen Freund nicht versetzen? Nein, da kommt er endlich. Etwas gehetzt, noch mit iPod-Stöpseln in den Ohren. Lässt sich noch schnell vom Kellner aus der Jacke helfen. Dann geht es los. Der schwüle Abend in der durch eine laute Klimaanlage (André störts auch) klimatisierten M&amp;amp;M-Bar des Maritim Hotels Reichshof nimmt seinen Lauf.&lt;br /&gt;Der Regisseur André erzählt von seinen Grotowski-Workshops. Seiner Suche nach Sinn und Zweck des Lebens, des Künstlerdaseins, der eigenen Identität, dem Ich. Angst hat er. Vorm Leben. Vorm Tod. Grenzerfahrungen sucht er. Lässt sich lebendig begraben, um sich neu zu erfahren. Das Leben ein Trip, ein Rausch, ein Schweben. Wer bin ich und wenn ja, wie viele?&lt;br /&gt;Was mach ich hier eigentlich fürn Scheiß? Das hat doch alles keinen Sinn. Immer diese Rollenmuster ausfüllen müssen. Die Rolle des Vaters, des Sohns, des Schülers, des Lehrers, des Onkels, des Chefs, des Angestellten, die Rolle des Partners. Die Lebensrolle.&lt;br /&gt;Das Leben ein Schauspiel, aber ach, ein Schauspiel nur...&lt;br /&gt;Das Leben, ganz wie es mir gefällt. Wie hieß es doch gleich schon bei Shakespeare?&lt;br /&gt;"Die ganze Welt ist Bühne und alle Fraun und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab, sein Leben lang spielt einer manche Rollen durch sieben Akte hin."&lt;br /&gt;Dass nicht wirklich André Gregory vor mir sitzt, sondern der Schauspieler Jörn Knebel vergesse ich schnell. Das ist keine Theateraufführung mehr. Es ist ein Essen mit André. Man lauscht ihm. Denkt sich: Ja, so isses. Klatscht verblüfft über so wenig Theater und so viel Leben. Leben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um mit "Macbeth" zu schließen:&lt;br /&gt;Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild;&lt;br /&gt;Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht&lt;br /&gt;Sein Stündchen auf der Bühn' und dann nicht mehr&lt;br /&gt;Vernommen wird; ein Märchen ist's, erzählt&lt;br /&gt;Von einem Dummkopf voller Klang und Wut,&lt;br /&gt;Das nichts bedeutet. (Shakespeare)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bezahle und gehe hinaus in die laue Sommernacht. Kirchenallee, kein Broadway. Hamburg, nicht New York. Die Großstadt hat mich wieder. Leben. So what?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5171055120880445374?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5171055120880445374/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/leben-so-what.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5171055120880445374'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5171055120880445374'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/leben-so-what.html' title='Leben. So what?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-6721745021009551797</id><published>2010-05-10T03:46:00.000-07:00</published><updated>2010-05-10T03:49:41.658-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Haifisch – Zähne – Gesicht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;"Die Dreigroschenoper" Premiere Deutsches Schauspielhaus in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haifisch – Zähne – Gesicht. Man kennt das ja. Mit der Musik von Kurt Weill kann eine Aufführung der Dreigroschenoper ja schon mal so schlecht nicht sein. Dreigroschenoper – kennt man auch.&lt;br /&gt;Die Bühne hat auch Zähne, denn Steine, Geröll und das gesamte Personal liegen darauf rum. Die Idee, dass der Kasten inmitten der Einöde Schauplatz für das eigentliche Dramengeschehen ist, macht sich auch ganz gut. Außerhalb des bisschen Handlung gibt es also nur Trostlosigkeit zu sehen. Gesang macht das ganze etwas optimistischer. Das liegt zum einen daran, dass man einen Großteil des Textes üblicherweise eh nicht versteht, sofern man die Songs nicht kennt, zum anderen aber auch daran, dass die Darbietung so eindringlich ist. In solchen Momenten wirkt das Ganze etwas zerrissen auf diesem Bühnenbild.&lt;br /&gt;Denn jede noch so trostlose Wüste kommt nicht an die Eindrücklichkeit der Songhöhepunkte heran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Songs: Ich hatte ja schon die wüstesten Vorstellungen, was in einer modernen Inszenierung der Dreigroschenoper wohl aus Weills Musik wird. Mein Eindruck der Szene ließ mich auf nöligen Dauertechno tippen. Aber: Falsch! Nix Techno und nix Avantgarde.&lt;br /&gt;Die Urfassungen klingen natürlich auch super, sind aber eben nicht so viel Überraschung und ziehen auch das Drama auf die Stufe der wohl ursprünglich angedachten Inszenierung. Und wenn man da einmal angekommen ist, wirkt Maske und Szenerie nur noch wie Schminke und Pappe. Und dass Musiker schwarz und Schauspieler weiß angemalt sind, kann ja auch Gewöhnungssache sein.&lt;br /&gt;Am Ende bleibt daher ein nettes Theatererlebnis, dessen Qualität man nicht so ganz einzuordnen vermag. Halt bieten die fantastischen schauspielerischen und musikalischen Leistungen und der Eindruck, dass die Musik Kurt Weills hier wohl den Rest der Inszenierung verschluckt hat.&lt;br /&gt;Vielleicht geht es anders ja auch einfach nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicolai Pudimat&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-6721745021009551797?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/6721745021009551797/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/haifisch-zahne-gesicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6721745021009551797'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/6721745021009551797'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/05/haifisch-zahne-gesicht.html' title='Haifisch – Zähne – Gesicht'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-3103902940676464407</id><published>2010-04-30T01:18:00.000-07:00</published><updated>2010-04-30T02:13:21.368-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Hat der Haifisch noch Zähne?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Schauspielhaus, 24.04.10, Premiere "Die Dreigroschenoper"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Klar hat er die! ...jedenfalls dort wo man sie erwartet. Aber vielleicht hat er doch nicht immer ein volles Gebiss an einem Premierenabend der “Dreigroschenoper“ im Schauspielhaus. Darauf hätte ich voller Vorfreude zwar gewiss spekuliert, jedoch konnte ich leider nicht besonders befriedigt und -wie so oft nach schönen Theaterabenden- beflügelt auf meinem Weg durch die milde Frühlingsnacht fort spazieren. Vermutlich waren die Erwartungen auch etwas zu hoch bei der Kombination von Brecht, der Dreigroschenoper und dem Schauspielhaus. Dieses Mal konnte jedoch auch nicht mein Gewissen das ungenügende Nachgefühl wettmachen, bei dem Versuch die Frage zu beantworten, ob ich die Kunst, die auf der Bühne stattfand, einfach nicht verstanden habe. Das Publikum schrie am Ende der Vorstellung zwar unbeirrt Bravorufe von den Balkonen hinunter und applaudierte fleißig. Aber mir hat sie Inszenierung ganz einfach nicht zugesagt. Ich fragte mich, was bitteschön die Kernaussage sein sollte? Während des Stücks habe ich mich sehr danach gefühlt, als ob ich gerade gut unterhalten werde. Was zwischenzeitlich dann leider auch nicht mehr ganz funktionierte. Aber bei Brecht erwarte ich ohnehin mehr als Unterhaltung: etwas Gesellschaftskritik und politische Aussagekräftigkeit. Auch diese Komponenten blieben etwas halbherzig. Natürlich muss man nicht jedes Stück auf die aktuelle Situation umschreiben, davon gab es in der letzten Zeit viele Versuche, aber etwas, was einem ins Ohr stößt und worüber man später nachdenken und diskutieren möchte, hätte gewagt werden können. Vielleicht muss ich aber auch einsehen, dass die Musik der Dreigroschenoper dem Plot in seiner Qualität einfach weit voraussprintet. Denn die ins Bühnenbild integrierten Musiker waren in der Tat toll und sorgten für die Glücksgefühle die Kurt Weills Lieder durch ihre Kraft auslösten. Natürlich waren auch die SchauspielerInnen in ihrem Element und sangen sich teilweise die Seele aus dem Leib, was zu vermehrtem Szenenapplaus aufforderte. Jarg Pataki hat gewiss viel Arbeit in dieses Stück gesteckt. Um Muisik, Schauspiel und das unstete Bühnenbild, dass aus einem Strand, Steinen, einem Metallpodest und halb Nackten von Meckie umgelegten Leichen und gleichzeitig lebendigen Protagonisten bestand, zum harmonisieren zu bringen. Viel musste bedacht werden, dafür habe ich natürlich Respekt. Letztlich blieb es für mich allerdings ein Theaterabend, der okay war, aber nicht lange in meinen Gedanken verharren wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Lea Toporan&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-3103902940676464407?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/3103902940676464407/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/hat-der-haifisch-noch-zahne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3103902940676464407'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3103902940676464407'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/hat-der-haifisch-noch-zahne.html' title='Hat der Haifisch noch Zähne?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2405058686637348541</id><published>2010-04-28T02:46:00.000-07:00</published><updated>2010-04-28T02:47:40.566-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Seltsame Kostüme und tolle Musik</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Schauspielhaus, 24.4.2010, Premiere Die Dreigroschenoper&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Bravo! Bravo! Bravo!“&lt;br /&gt;„Zugabe!“&lt;br /&gt;„Grandios!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das und euphorischer Beifall. Nach der Vorstellung vor der Tür: „Das war mal wieder klasse“. So so. Langsam, je mehr Schauspielhaus-Vorstellungen ich besuche, beschleicht mich die Vermutung, dass dessen Zuschauer alles phänomenal, großartig und exorbitant wun-dervoll finden. Theater ist wohl = gut! Teilweise haben sie da bei Jarg Patakis Inszenierung der Dreigroschenoper sogar Recht. Und das, obwohl Regisseur und Ensemble mit dieser Pro-duktion ein Wagnis eingegangen sind: Brecht. Der große Brecht, der Meister des epischen Theaters, Desillusionierung, Verfremdung, Irritation. Alles, was gefällt. Und das gefiel größ-tenteils auch am Samstagabend. Brechtsche Momente sind durchaus vorhanden, wohldosiert, nicht überdreht und nicht zu gewollt. So gehen beispielsweise (fast) alle Dialoge ins Publi-kum. Spannung überträgt sich von der Bühne auf den Zuschauerraum, sogar bis in den zwei-ten Rang. Auch auf der Bühne werden vor allem durch die ständige Präsenz aller Figuren be-eindruckende epische Spannungsfelder und energetische Bögen dargeboten. Die Geschichte erzählt sich so fast von alleine. Das Bühnenbild ist was für’s Auge – mehr allerdings auch nicht. Die inhaltliche Bedeutung des Gerüstkonstruktes in der Mitte der Bühne erschließt sich leider nicht immer. Dafür sieht es wenigstens schön aus, wie die Schauspieler daran herum-turnen, mit Seilen spielen oder aus dem darunterliegenden Loch herauskrabbeln. Tolle Arbeit leisten sie. Stimmgewaltig präsentieren sie die wunderbaren Weill‘schen Lieder, immer dar-auf bedacht, jede Stimmung einzufangen. Das kommt auch im Publikum an, das mehrfach Szenenapplaus spendet. Schade ist allerdings, dass keine Entwicklung zu sehen ist. Weder auf der Bühne noch im Empfinden des Zuschauers. Hinzu kommen die seltsamen Kostüme: Weiß und beige. Strumpfhosen und nackte Oberkörper. Sinnvoll wird das nur im Kontrast zu den ebenfalls immer auf der Bühne anwesenden, schwarzgekleideten Musikern. Keine neue Idee, aber trotzdem sehr wirkungsvoll. Das Zusammenspiel und die Positionierung der Musiker und Schauspieler sind sehr gelungen. Faszinierend ebenfalls, dass der Zuschauer sich ständig ent-scheiden kann, was er begutachten möchte: Die fertige Instrumentalversion, zu der die Schau-spieler singen, oder aber die Produktion der selbigen durch die Musiker und damit den Ent-stehungsprozess. Natürlich sind die bekannten Ohrwürmer dabei, die auch lange nach Verlas-sen des Theaters nicht heraus kriechen wollen. Dennoch: Trotz der vereinzelt sehr starken Momente hat es mich nicht umgehauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frederieke Köver&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2405058686637348541?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2405058686637348541/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/seltsame-kostume-und-tolle-musik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2405058686637348541'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2405058686637348541'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/seltsame-kostume-und-tolle-musik.html' title='Seltsame Kostüme und tolle Musik'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8790735456124464899</id><published>2010-04-27T08:54:00.000-07:00</published><updated>2010-04-27T08:55:06.584-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Utopia'/><title type='text'>So ein großes Thema – so eine kleine Bühne!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Die Location und das Publikum waren das Einzige, was es zu bemängeln gab, an diesem Abend nach der Hamlet-Inszenierung. Dabei lag der Fehler nicht bei den Anwesenden, die den Zuschauerraum des Malersaals füllten und interessiert und motiviert den Vortragenden lauschten. Der Fehler lag beim Rest der Bevölkerung, der fehlte, obwohl ihn dieses Thema auch angeht und der es wohl nirgendwo so eindrücklich und anschaulich präsentiert bekommen wird, wie im Jungen Schauspielhaus. Der renommierte Klimaforscher Mojib Latif und der stellvertretende taz-Chefredakteur und „Neue Öko“ Peter Unfried diskutierten in einem gut strukturierten Dialog-Vortrag, die aktuelle Lage des Klimas mit dem nachdrücklichen Hinweis darauf, dass wir die Generation der Entscheider sind. Also jene, die sich für oder gegen Dinge entscheiden können und daher auch müssen. Ohne erhobenen Zeigefinger und Besserwissermoral tauschten sie Ansichten und Erkenntnisse zum Klimaproblem aus. Die nötigen Denk- und Motivationsanstöße liefernd wurden sie vom Kinderchor begleitet, der die Notwendigkeit des Handlungsbedarfs mit aller Wucht verdeutlichte. Die theatralische Zukunftskonferenz liefert die perfekte Mischung aus Aufklärung und Unterhaltung, sollte dringend fortgeführt werden und ein wesentlich größeres Publikum erreichen. An die Macher: Weiter so! und für alle, die am Leben auf unserem Planeten interessiert sind, gilt: Kommt zur nächsten Utopia! &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Christina Elisabeth Schäfers&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8790735456124464899?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8790735456124464899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/so-ein-groes-thema-so-eine-kleine-buhne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8790735456124464899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8790735456124464899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/so-ein-groes-thema-so-eine-kleine-buhne.html' title='So ein großes Thema – so eine kleine Bühne!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5115872215485951474</id><published>2010-04-27T08:52:00.000-07:00</published><updated>2010-04-27T08:53:08.393-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Nachrichten aus der ideologischen Antike</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Das Stück habe ich nicht verstanden. Das muss ich ehrlich sagen. Nicht ein Wort lang wusste ich, worum es grade geht. Es kam mir so vor, als ob das ganze Stück aus Assoziationen besteht, die sich bei mir nicht automatisch hergestellt haben. Ich habe mir sagen lassen, dass das Stück für Kluge-Kenner ein echter Genuss gewesen ist, aber für Uneingeweihte wie mich war der Abend ein echtes Verwirrspiel. Verwirrung auf hohem intellektuellen Niveau zwar, aber auch in Reinform. Dennoch war es unterhaltsam und auch fesselnd und die Schauspieler haben den Abend auch für Jene interessant gemacht, die mit den Assoziationsflächen Kluges keine eigenen verbinden konnten. Insbesondere Ute Hannig hat mich mit ihren zwei Köpfen zum Lachen gebracht und immer wieder vergessen lassen, dass es überhaupt was zu verstehen gibt. Diejenigen, die Alexander Kluge kennen und seine Arbeiten schätzen, haben gewonnen an diesem Abend, denn in den Momenten des Erkennens und Verstehens steckt bestimmt ein großes Genusspotential. Alle anderen dürfen sich animiert fühlen, Kluge und Co näher kennen zu lernen. Am 09.06. gibt es die nächste Gelegenheit dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christina Elisabeth Schäfers&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5115872215485951474?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5115872215485951474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/nachrichten-aus-der-ideologischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5115872215485951474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5115872215485951474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/nachrichten-aus-der-ideologischen.html' title='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7199160733050228503</id><published>2010-04-27T08:50:00.000-07:00</published><updated>2010-04-27T08:51:14.795-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hamlet'/><title type='text'>Hamlet. Der Klassiker.</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Diese Hamlet-Inszenierung ist genau das Richtige für alle, die gegen das so geschimpfte Regietheater wettern und es nicht mögen, wenn die künstlerischen Leiter einer Produktion zu offensichtlich und zu viel von ihren eigenen Persönlichkeiten in ein bestehendes Stück einweben. Wer es nicht mag, dass die Rollen aus einer Distanz heraus gespielt werden und kommentiert statt verkörpert werden, der ist hier gut aufgehoben. Zwar wurden die berühmtesten Sätze des Stücks nicht gesprochen und weitere Teile herausgelassen, doch die gewählte Essenz wird auf die Ur-Art dargestellt: durch die Einfühlungs-Art. Die Schauspieler, sie stellen die Rollen weder vor, noch aus, sie denken und fühlen sich in sie hinein und leben sie dann wieder aus. Das gelingt den jungen Schauspielern sehr viel besser als den alten: Der Hamlet (gespielt von Thorsten Hierse) kommt einem geradezu bekannt vor und Ophelia (Nadine Schwitter) zeigt den zerbrechlichen Wahnsinn so wunderschön, dass alleine sie es lohnt, die Inszenierung zu besuchen.&lt;br /&gt;Die musikalische Begleitung macht den Gefühlskreis vollends zu und trägt besonders die Liebesszenen in ungeahnte Sphären. Das darin liegende Kitsch-Potential bleibt Mitfühlern verborgen und brennt sich ins Gedächtnis derer, die das Polit-Drama vermissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Hamlet und Ophelia beim Lieben und Leiden beobachten will, sollte sich unbedingt dem Rest des begeisterten Publikums anschließen und die Inszenierung im Malersaal besuchen. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Christina Elisabeth Schäfers&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7199160733050228503?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7199160733050228503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/hamlet-der-klassiker.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7199160733050228503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7199160733050228503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/hamlet-der-klassiker.html' title='Hamlet. Der Klassiker.'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4510658237005751974</id><published>2010-04-27T07:00:00.000-07:00</published><updated>2010-04-27T07:02:34.509-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Das Bambi zu Besuch bei Brecht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;„Bambi lernt fürs Leben“. Die so betitelte Plakataktion des Theaters Freiburg nutzt die orange kostümierte Kunstfigur, um an sozialen und politischen Schauplätzen des realen Lebens die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch die leichte Irritation zu kitzeln. Eine Art von Verfremdungseffekt, die Brecht seinerzeit für die Bühnen postulierte. Nun taucht ein solches Bambi in der Inszenierung von Jark Pataki in Brechts und Weills Dreigroschenoper auf und liefert den perfekten Einstieg: der kindlich schiefe Trällerton, in dem das erste Lied den Eingang in den unverzückten Gehörgang der Zuschauer findet, verhindert jede Einfühlung. Der Zuschauer ist sich sofort gewiss: Man hat es hier mit Brecht zu tun und mit der Gegenwart. Pataki verbindet die berühmte Melodie und die bekannte Methode mit der aktuellen Art Theater zu machen und antwortet auf die Frage, ob die Dreigroschenoper noch zu retten sei mit einem „ja, das geht!“. Die Verfremdungseffekte werden weiterhin durch akrobatische und tänzerische Elemente gespeist, die das naturalistische Spiel durchdringen und das sich nur minimal verändernde Bühnenbild beleben. Die Schauspieler brillieren in den einzelnen Rollen (wenn auch nicht unbedingt als harmonisches Ensemble), wobei mir persönlich die Darstellung von Celia Peachum am besten gefiel. Da das Ende des Stücks meiner Meinung nach das Beste ist, war ich froh, dass die Inszenierung mit dem ausschließlich wundervoll eingesetzten Licht genügend Raum für den bravourösen Schlussgesang ließ. Weil man um Brecht momentan auf keinen Fall vorbei kommt, sollte man sich diese Dreigroschenoper am Schauspielhaus schleunigst in den Terminkalender schreiben.&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Christina Elisabeth Schäfers&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4510658237005751974?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4510658237005751974/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/das-bambi-zu-besuch-bei-brecht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4510658237005751974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4510658237005751974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/das-bambi-zu-besuch-bei-brecht.html' title='Das Bambi zu Besuch bei Brecht'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7939168366860857810</id><published>2010-04-26T05:24:00.001-07:00</published><updated>2010-04-26T05:25:13.841-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Die Dreigroschenoper'/><title type='text'>Haifisch ohne Gräten - Nicht Fisch, nicht Fleisch</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Die Dreigroschenoper, Regie: Jarg Pataki, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Premiere 24.04.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erwartung war groß. Weiße Gesichter waren vorab zu sehen. Abstraktion und Verfremdung also? Der Vorhang hebt sich. Und es darf gestaunt werden. Endlich mal wieder eine riesige Opera-Folie im Bühnenhintergrund. Projektionsfläche für eigene Gedanken, keine Videos. Soweit, so klassisch.&lt;br /&gt;Der Horizont der Hoffnungen. So ließ auch der Anfang hoffen. Hatte sich der Zuschauer etwa in eine Wilson-Inszenierung verirrt? Schön wärs, dazu muss man dann doch noch nach Berlin fahren. Der Formalismus wurde dafür zu wenig durchgehalten. Was das da für Gestalten auf der Bühne sein sollten, blieb bis zum Schluss ungeklärt. Peachum, Lucy, Polly, Macheath. Alles austauschbare Wesen, nicht von dieser Welt. Tim Grobes Gesang war wie immer ein Ohrenschmaus. Auch die Musiker waren bestens aufgelegt. Sie waren Teil des Bühnenbilds. Liefen herum, weckten die untoten Gestrandeten zum Leben. Die Klarinette durfte jüdisch schmatzen. Dieser Kosmos, der da geöffnet wurde, schmeckte anfangs nicht schlecht. Doch er entpuppte sich allzu schnell als fade Konserve, die auch nicht mehr viel zu sagen hat und schnell zwischen den Felsbrocken, eckig und kantig, verpufft. Schade. Es muss ja nicht gleich zu einem Fünfzehncent-Event mutieren, doch ein bisschen mehr Stimmung, wie einst im St. Pauli Theater mit Ulrich Tukur wäre dann doch irgendwie schön gewesen. So blieb nicht viel mehr übrig, als der Strand, das Meer und die Luft, Puff. An einer Gräte konnte man sich so zumindest nicht verschluckten. L'art pour l'art. Goutieren kann mans, doch sollte man sich entscheiden was man will. Unterhaltung oder Gesellschaftskritik. Sonst bleibt am Ende wohlmöglich beides auf der staubigen Strecke.&lt;br /&gt;Und der Haifisch, der hat Zähne, doch die zeigte er leider nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7939168366860857810?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7939168366860857810/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/haifisch-ohne-graten-nicht-fisch-nicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7939168366860857810'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7939168366860857810'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/haifisch-ohne-graten-nicht-fisch-nicht.html' title='Haifisch ohne Gräten - Nicht Fisch, nicht Fleisch'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7870852480662853545</id><published>2010-04-21T01:00:00.000-07:00</published><updated>2010-04-21T01:01:08.779-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorfpunks'/><title type='text'>Dorf! Punk! – Wo die Tristesse farbenfroh aufblüht…</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;„Ich habe das Gefühl, dies wird der beste Theaterabend, der je aus einem Kanaldeckel herausgesprozelt kam“, krächzt das Affenwesen aus einem Gullideckel mitten auf der Bühne des Großen Hauses zu Beginn des Stückes „Dorfpunks – Blüten der Gewalt“ hervor und ich muss zugeben, dass ich dieses Gefühl zunächst nicht in mir verspürte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sich jedoch mein urkindliches Verlangen nach einem verspielten, ausgetüftelten und detailreichen Bühnenbild zu erfüllen versprach, verwandelte sich diese Skepsis schnell in Wohlgefallen.&lt;br /&gt;Dieser Wunsch wird zunächst durch die durchaus raffinierte Darstellung des routinemäßig langweiligen Alltaglebens der Dorfbewohner erfüllt, welche wie der Mechanismus einer Spieluhr anmutet: Vor der Kleinstadtkulisse, die im Laufe des Stückes wie ein Adventskalender immer neue Fenster und Türen teils versteckt bereithält, werden immer gleiche Bahnen gezogen, immer gleiche Handlungen vollstreckt. Lediglich die Spieluhrästhetik ist bei den betrunkenen, sich erbrechenden, dahindämmernden Jugendlichen nicht gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Flucht aus dieser Tristesse wird über die Verwandlung zum Punk erhofft. Ein Ausbruchsversuch, der nicht so recht gelingt, dem Publikum allerdings die zweite Herzhälfte des Bühnebildes schenkt, da bei dieser Produktion die Drehbühne des Großen Hauses vollständig genutzt wird: unter einer Autobahnbrücke wird eine Landschaft dargestellt, die von Kreaturen besiedelt wird, deren Existenz verrät, dass sich auch der ein oder andere Kostümbildner beherzt ausgetobt hat. Als Indiz möchte ich Achim Buch anführen, der als riesige, liebevoll zurechtgemachte Schnecke verkleidet, vergeblich eine Felswand hinaufzuklettern versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einem offenbart sich wahrlich eine Spielwiese für Schauspieler. Ich habe es im Theater noch nie erlebt, dass die Darsteller die Charaktere mit so offensichtlich viel Freude zum Leben erwecken. Das Stück scheint in solcher Hochstimmung gespielt, dass man nicht zu unterscheiden vermag, welches Lachen im Skript steht – und welches von Herzen kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein derartiges Lachen fiele insbesondere nicht schwer, da ein Großteil der Texte so von Reimen durchdrungen ist, als hätte Ringelnatz mit Herzblut Dorfklischees des Alltaglebens in Lyrik verbastelt, die jedoch keinesfalls für Kinder geeignet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei so viel Entzücken stellt sich jedoch immer wieder die Frage, in welchem Maße die Arroganz des Großstädters bedient wird, der sich eine Karikatur vom Leben im Kaff erschaffen hat oder inwieweit Teilrealitäten abgebildet werden. Jeder Leser, der in einem dieser Orte aufwuchs und seine Meinung zum etwaigen Wahrheitsgehalt der Darstellung veräußern möchte, ist herzlich aufgefordert, dies in einem Kommentar zu tun! Womöglich merkt man nämlich erst beim vielen Lachen, wie sehr man von diesen Klischeevorstellungen infiltriert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Stück hatten nicht nur die Zuschauer, sondern höchstwahrscheinlich auch Bühnenbildner, Kostümbildner sowie Schauspieler ihren Spaß, demnach muss ich im Endeffekt dem Affenwesen Recht geben: Es gab noch keinen besseren Theaterabend, der je aus einem Kanaldeckel herausgesprotzelt kam.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Kathrin Dittrich &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7870852480662853545?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7870852480662853545/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/dorf-punk-wo-die-tristesse-farbenfroh.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7870852480662853545'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7870852480662853545'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/dorf-punk-wo-die-tristesse-farbenfroh.html' title='Dorf! Punk! – Wo die Tristesse farbenfroh aufblüht…'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-3876954497737107497</id><published>2010-04-21T00:55:00.000-07:00</published><updated>2010-04-21T01:00:04.821-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Romeo und Julia'/><title type='text'>Vom Warten auf den Doppelselbstmord</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ein tolles Bühnenbild! Wirklich, beeindruckende und im Gedächtnis bleibende Bilder. Das war allerdings auch schon fast alles Erfreuende, das die Romeo und Julia-Inszenierung zu bieten hat. Und das auch nur für die erste Hälfte. Nach der Pause zieht sich die Handlung furchtbar in die Länge. Vorteil und Nachteil zugleich: Jeder kennt das Ende. Und ich habe gewartet. Gewartet darauf, dass er endlich das Gift trinkt und sie sich daraufhin den Dolch in die Brust rammt. Sicher, einiges war ganz nett: Die Fehde als wabernde, undurchdringliche Brut. Oder auch die unstereotype zickige und so gar nicht zerbrechlich wirkende Julia. Nette Ideen. Nett. Mehr eben auch nicht. Zumal mit späterer Stunde der Eindruck entsteht, die netten Ideen wären nun auch noch ausgegangen. Keine Überraschungen, keine Irritationen. Bis auf Bruder Lorenzo, mit viel Humor und Distanz gespielt von einer dünnen, glatzkopfigen Frau. Doch auch das konnte die Inszenierung nicht zu dem machen, was ich mir im Vorfeld erhofft habe: Mehr herauszuholen aus der etwas abgenutzten Liebesgeschichte, sie heranzuholen und aus neuen Blickwinkeln zu betrachten. Vielleicht ist das aber auch überhaupt nicht mehr möglich. Mag sein. Das alles ändert jedoch nichts daran, dass die Inszenierung mehr Antrieb hätte haben können, weniger Seichtheit und damit mehr Tiefe. Und weniger von dem ganzen Netten. Mehr Romeo. Und mehr Julia. Und auch mehr Liebe. Doch das mag ein generelles Problem der Shakespearschen Vorlage sein. Dies kann man der Inszenierung allerdings zu Gute halten: An die dramatische Vorlage hat sie sich gehalten. Oder war genau das das Problem? Ich weiß es nicht. Schlimmer: Das, was ich da gesehen habe, hat mir keine Lust darauf gemacht, über derartige Fragen nachzudenken. Zu bemüht und deswegen am Ende ohne Chance. Da gilt: „For never was a story of more woe than this of Juliet and her Romeo”.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frederieke Köver &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-3876954497737107497?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/3876954497737107497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/vom-warten-auf-den-doppelselbstmord.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3876954497737107497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3876954497737107497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/vom-warten-auf-den-doppelselbstmord.html' title='Vom Warten auf den Doppelselbstmord'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-831929034143758058</id><published>2010-04-20T02:21:00.000-07:00</published><updated>2010-04-20T02:22:09.927-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Romeo und Julia'/><title type='text'>Bewegte Bilder - Romeo und Julia</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Romeo und Julia im 21. Jahrhundert. Was ist da noch rauszuholen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vorhang geht auf und auf der Bühne wälzt sich ein Haufen braun bekleideter Knaben. Das soll wahrscheinlich die Fehde oder den Konflikt darstellen, aber zuerst einmal sieht das aus, als hätte jemand in der Hitlerjugend hundert Mark auf den Boden geworfen. Später fährt Julia in einem großen Kasten in lasziver Pose von der Decke auf die Bühne hinab. Das sieht aus, als hätte man Marilyn Monroe hinters Schaufenster gestellt. Und dann kommen noch viele andere Bilder, die alle nach anderem und neuen Eindrücken aussehen. Man fragt sich zwar zuweilen, wo da Romeo und Julia reinpassen, aber das Auge allein stellt diese Frage zumindest nicht. Denn rein visuell gibt es schon in den ersten Minuten tolle Sachen zu bewundern, nur mit Bühne, Beleuchtung und besagtem Kasten entstehen so faszinierende Bilder, dass man ab und an erschrickt, wenn plötzlich wieder Bewegung in sie fährt. Hinter verschlossenen Ohren zerfließen Theater, Photographie und Film miteinander. Was hinter verschlossenen Augen davon übrig bleibt, wird dann nach der ersten dreiviertel Stunde klar. Denn auf einmal: Nichts! Keine tollen Bühnen- und Lichtspielereien, gar keine visuellen Leckerli mehr. Stattdessen: eine nackte Bühne, auf der Romeo &amp;amp; Julia gespielt wird, wie man es kennt. Wie man es inzwischen in- und auswendig kennt. Und wohlgemerkt: da kommen noch zwei Stunden. Gut, es gibt noch ein wenig obligatorischen Schnickschnack: Bruder Lorenzo ist eine abgemagerte, kahlköpfige Nonne, der Prinz Dekadenz in Form seines schmucken Glitteranzuges und der Kasten darf auch noch ein paar mal hoch und runter gefahren werden. Außerdem driftet Julia aus ihrer ursprünglich fürs 16. Jahrhundert erstaunlich feministischen Rolle in dominantes Rumgezicke ab. Diese Auslegung fand ich sowieso etwas ungesund, aber schlimmer noch: am Ende wird auch daraus nix. Der Schluss ist tragisch wie eh und je und Julias Charaktereskapaden sind unterwegs irgendwo im Nichts hängen geblieben.&lt;br /&gt;Es klingt zwar abgelutscht und nach Klauberei, aber das Ganze lässt bei mir das Gefühl von plötzlicher Ideenlosigkeit zurück. Und zwar sehr plötzlich und exakt, nach ungefähr einer Dreiviertelstunde. Dann gibt es nur noch altbekanntes Drama in sehr trocken. Trocken wirkte zwischen den sensationellen Bildern des Anfangs noch stimmig, auf einmal wirkt es nur noch trocken. Eine von Shakespeares großen Qualitäten soll ja seine Zeitlosigkeit sein. Und ich will auch gerne glauben, dass sich Drama aus dem 16. Jahrhundert mit einer zeitgenössischen Hamburger Bühne vertragen kann.&lt;br /&gt;Man sollte sich bloß für eines von beidem entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicolai Pudimat &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-831929034143758058?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/831929034143758058/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/bewegte-bilder-romeo-und-julia.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/831929034143758058'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/831929034143758058'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/bewegte-bilder-romeo-und-julia.html' title='Bewegte Bilder - Romeo und Julia'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1883095829354964899</id><published>2010-04-19T08:12:00.000-07:00</published><updated>2010-04-19T08:18:37.937-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Punk Rock'/><title type='text'>Game Over - Ein Essay von Julian Struck</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Punk Rock, Regie: Daniel Wahl, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 13.04.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Weil ich das Lustige liebte. Deshalb wollte ich nicht auf die Schule“, heißt es in den „Memoiren eines mittelmäßigen Schülers“ von Alexander Spoerl. Berechtigte Bedenken eines Schulanfängers. Einschulung. Der Ernst des Lebens beginnt. Nicht nur das Wissen-Lernen wird nun zur Last, sondern auch das soziale Lernen, das Sich-Wehren-Lernen, das Sich-Abgrenzen-Lernen, oder eben das Mitmachen- oder Wegsehen-Lernen wird nun zur alles entscheidenden Herausforderung, um im Schulalltag bestehen und überleben zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der „Blechtrommel“ von Grass zersingt Oskar Matzerath am ersten Schultag seiner Lehrerin die Brillengläser. Ein Anschlag auf eine Lehrerin. Erste Rebellion gegen den Wahn-Sinn Schule?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf die Gewaltbereitschaft vieler Schüler kann nicht oft genug hingewiesen werden. Gewalt „im Kleinen“ findet ständig statt und sei es durch verbale Attacken auf sogenannte Out-Sider. Wenn keine Lehrkraft, kein Erwachsener im Raum ist, können diese Übergriffe, Eingriffe und Grenzüberschreitungen auch schon mal eskalieren. Wenn sich der Punk Rock im Kopf erruptiv entlädt, dann kann das zu einem Amoklauf führen, über den keiner redet. Über den keine Zeitung berichtet, über den nichts im Fernsehen kommt, über den kein sensationslüsterner Kerner mit Betroffenheitsmiene live aus Erfurt berichtet. Das sind dann die kleinen "Amokläufe", nur mit anderen Waffen. Kein "school shooting", sondern ein "school bashing". Was ist nun schlimmer, das shooting oder bashing? Wer vermag das zu sagen? Einfach alle abknallen, das würden vielleicht einige Schüler manchmal gern. Wenn sie könnten. Aber sie können nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;William in Simon Stephens gradiosem Gesellschaftsportrait "Punk Rock" konnte es. Er zieht einfach eine Waffe aus dem Getränkeautomaten. Sören Wunderlich verkörpert diesen fahrigen Grenzgänger mit all seinen Unsicherheiten kompromisslos. Das gesamte Ensemble überzeugt auf ganzer Linie. Sie reden gehetzt durcheinander, erzeugen in dieser atonalen Liebesballade eine Kakophonie der panischen Selbstflucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stephens gelingt am Schluss ein Kunstgriff. Der Amokläufer erschießt sich nicht, sondern stellt sich den Fragen eines Psychiaters. Regisseur Daniel Wahl geht noch radikaler und letztlich konsequenter vor: Er streicht die Rolle des Arztes. Wir Zuschauer sitzen im Scheinwerferlicht und erwarten Antworten. Unser aller Sensationsgier und unsere Neigung zum medienwirksamen Dramatisieren und Psychologisieren werden jedoch vor den geblendeten Kopf gestoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich tat es, weil ich konnte." Wie? War's das schon? Mehr nicht? Das ist ja unspektakulär. Noch nicht einamal Blut ist geflossen. Wie schade, denkt sich vielleicht so mancher Theaterbesucher. Da redet man im Nachgespräch dann doch lieber über das zwischenzeitlich textilfreie Spiel des Protagonisten, ganz übersehend, dass der Schauspieler die ganze Zeit über nackt, ungeschützt agiert und sich immer mehr entblöst. Keiner lässt sich gerne beim eigenen Voyeurismus ertappen. Es wird aufgeräumt mit dem Zerreden der Experten. Diesen nach Amokläufen hilflosen Reflexen von Medien und Politik. Bloß es zu fassen kriegen, dieses Phänomen. Präventivmaßnahmen finden. Suche nach Beruhigung, Sicherheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo fühlen Sie sich noch sicher? Im Supermarkt, im Büro, auf der Straße, in der Schule? Reden wir über unsere Gesellschaft, über uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele haben ihn in sich, diesen Amok im Kopf. Computerspiele müssen dies nicht unbedingt verstärken, wenn Realität und virtuelle Welt noch getrennt werden können. Der Kommunikationsfähigkeit zuträglich sind sie jedoch ohne Frage nicht. Um sich gegenseitig abzuballern, muss man sich schließlich nicht verbal artikulieren können. Da muss man sich nicht mit sich selbst beschäftigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manfred Dworschak schreibt diese Woche im Magazin DER SPIEGEL (Nr.15; 12.4.10): "Viele Kinder erleben die Schule in dieser Zeit als Anstalt von spukhafter Unwirklichkeit. Sie verziehen sich (...) in die innere Emigration." Wie der kleine Oskar, sich einfach verkriechen, weglaufen, wegrennen. Eine fataler Rückzug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit für Kindheit bleibt kaum. Die wenigsten Erwachsenen (dazu gehören leider auch Lehrer) scheinen das Kind in sich bewahrt zu haben. Erich Kästner schreibt in seiner „Ansprache zum Schulbeginn“: „Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele hochtrabende, theoretische Texte werden gelesen, aber werden sie auch wirklich im Kern verstanden? In Diskussionen soll mit den Schülern versucht werden, die Gruppendynamik (wie es so schön heißt) zu steigern und zu harmonisieren. Viele Fremdwörter kommen da zum Einsatz und einige Schüler werden dann sogar zu Mediatoren, zu Streitschlichtern ausgebildet. Klingt nach einer fertigen Problembekämpfung auf Rezept: Prädikat pädagogisch besonders wertvoll; ist aber eben häufig nur Theorie. In der Praxis wird dann tüchtig weiter ausgegrenzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schulwirklichkeit wird im späteren Leben meist als wirklich und eben wahr wahrgenommen, ist aber nur noch eine Fußnote in der Erinnerung. Später kann man sich immer alles schön reden und glorifizieren. Die Selbstbeweihräucherung und das krampfhaft postulierte Wir-Gefühl verhindert geradezu eine kritische Hinterfragung und Selbstreflexion, die einen Schritt nach vorn ermöglichen und einen neuen Weg nach vorn, raus aus dem Dilemma ebnen würde. Kein Wunder also, wenn vielleicht einige Zuschauer "Punk Rock" als übertrieben wahrnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Blick des anderen als intersubjektive Spiegelung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Anderen kann man auch sich selbst erkennen. Davor haben viele Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Außenseiter, der Buhmann der Familie wird gedemütigt, ausgegrenzt, gemobbt. Die Mutter sieht dies, ignoriert es aber, deckelt es zu, damit ja kein Fleck aufs weiße Unschuldshemd der Familie kommt. Zusammenhalten muss die Sippe, denn sonst bricht sie zusammen, verliert ihren Halt. Wenn nicht eingegriffen wir, kann es schnell zu einem Game-Over führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Baden-Württemberg startet demnächst ein vom Entwicklungspsychologen Herbert Scheithauer konzipiertes Schulprojekt, das Lehrer für das Thema sensibilisieren soll. In der ZEIT Nr. 16 vom 15.4.10 meint Scheuthauer, dass ein schärferes Waffengesetz zwar sinvoll wäre, jedoch vor allem an einem anderen Punkt angesetzt werden müsste: "Wenn ein Schüler sich isoliert, dann sollte das ein Grund sein, nicht wegzugucken, sondern einzugreifen. Nicht, um einen potenziellen Amokläufer zu erkennen, sondern einen jungen Menschen, der im sozialen Umfeld Schule dringend Unterstützung braucht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte William in "Punk Rock" nicht auch derartige Unterstützung gebraucht? Ob dies seine Tat hätte verhindern können? Der Zuschauer bleibt mit einem leeren Gefühl und dieser offenen Frage zurück. Doch das ist das Leben. Und das Leben stellt viele Fragen. Antworten muss jeder für sich selbst finden. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1883095829354964899?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1883095829354964899/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/game-over-ein-essay-von-julian-struck.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1883095829354964899'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1883095829354964899'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/game-over-ein-essay-von-julian-struck.html' title='Game Over - Ein Essay von Julian Struck'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7924740649862086822</id><published>2010-04-19T08:11:00.000-07:00</published><updated>2010-04-19T08:12:25.939-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ehrensache'/><title type='text'>Ehrenrunde am Puls der Zeit</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Ehrensache, 14.04.2010, Malersaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kreislauf zirkuliert. Beschleunigung im High-Speed-Modus. Bloß nicht anhalten, bloß Schritt halten. In Turbo-Geschwindigkeit brabbelt Sinan, der Checker vom Dienst, Möchtegern-Macker Marke "Pimped by D&amp;amp;G-, Nike-, Hilfiger-Resterampe. Labern, labern, labern. Man könnte ja zum Nachdenken kommen. Martin Wolf lässt diesen Typen keine Luft holen. Er geht bis ans Tempolimit. Das ist Sprachakrobatik in Perfektion.&lt;br /&gt;Ansonsten zunächst die übliche Story: Boy meets girl. Die Besetzung ist vielleicht Geschmackssache. Ellena (Maureen Havlena) etwas zu alt, Cem (wie immer überzeugend: Konradin Kunze) und Sinan etwas zu deutsch. Aber das vergisst man schnell. Laura de Weck geht in ihrer Rolle als Ulli komplett auf. Sie ist Ulli mit Haut und Haaren. Dabei zuschauen zu dürfen ist eine Freude. Dass sie eine Umbesetzung ist, merkt man überhaupt nicht. Allein deshalb lohnt sich schon der Besuch von Lutz Hübners "Ehrensache". Auch Erik Schäffler fügt sich erneut hervorragend ins Ensemble und bewährt sich abermals als Bereicherung.&lt;br /&gt;Klaus Schumacher schafft eine konzentrierte Inszenierung, in der Komik schnell in bitteren Ernst umschlägt. Katrin Plötzky hat eine Drehbühne entworfen, die für weitere Beschleunigung sorgt und den Circulus Vitiosus, diesen schicksalhaften Teufelskreis schlüssig illustriert.&lt;br /&gt;Schließlich überschlagen sich die Ereignisse. Das Licht flackert. Immer schneller. Dann passiert es. Das Unfassbare. Eine Stunde und 15 Mintuen Herzrasen und Kammerflimmern. Ein Stück am Puls der Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7924740649862086822?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7924740649862086822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/ehrenrunde-am-puls-der-zeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7924740649862086822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7924740649862086822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/ehrenrunde-am-puls-der-zeit.html' title='Ehrenrunde am Puls der Zeit'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2842040734175527450</id><published>2010-04-12T01:11:00.000-07:00</published><updated>2010-04-12T01:16:28.753-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Buch von allen Dingen'/><title type='text'>Das Buch von allen Ängsten</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;06.04.2010, Malersaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es soll in diesem Text nicht um die wunderbare Inszenierung (Barbara Bürk) gehen, auch nicht um das dreiteilige Bühnenbild (Schlafzimmer, Kirche, Küche) von Anke Grot, ebenso wenig um die Musik (Clemens Sienknecht an der Orgel als Schriftsteller und Jesus). Auch die Schauspieler sollen nur kurz erwähnt werden: Konradin Kunze als 9-jähriger Junge berührt. Besonders hervorzuheben ist das intensive Spiel von Erik Schäffler als Familienvater. Ein Gewinn fürs Junge Schauspielhaus. Diese Rezension will jedoch auf etwas anderes eingehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ANGST. Die Angst der Kinder, die Angst der Eltern, die Angst vorm Lehrer, die Angst vorm Vater, die Angst vor der Kirche, die Angst vor Gott, die Angst vorm Priester, die Angst vor sich selbst, die Angst vor den eigenen Gefühlen, die Angst vor der Wahrheit, die Angst vor der eigenen Identität, die Angst vor der Vergangenheit, die Angst vor der Zukunft, die Angst vorm Infantilen, die Angst vorm Kind in sich, die Angst vor Gewalt, die Angst vor Schlägen, die Angst vor Kontrolle, die Angst vor Verlust, die Angst vor Kontrollverlust, die Angst der Tiere, die Angst vor Experimenten, die Angst der Affen, die Angst vor Tieren, die Angst vorm Animalischen, die Angst vorm Tod, die Angst vorm Dunklen, die Angst vorm Fremden, die Angst vorm Unbekannten, die Angst vor Trauer, die Angst vor der Polizei, die Angst vor Zivilcourage, die Angst vor Mut, die Angst vor der Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt sie nicht, DIE Angst. Diese eine. Sie ist mannigfaltig und diffus und gerade darum so schwer zu greifen. Was tut man, wenn man Angst hat? MANN rennt weg, versteckt sich, duckt sich, hält sich fest. Woran? Wenn es sein muss an der Kirche oder besser an der Bibel, diesem Buch aller Bücher, dem "Buch von allen Dingen". Hält sich fest an dieser heiligen Schrift, befolgt sie dogmatisch. Wieso? Der Zweck heiligt die Mittel, oder die Bibel, oder irgend ein Gott, zweigeteilt in Gut und Böse, ganz BIgott. Homo Sapiens läutet homophon die Osterglocken, eine homogene Masse pilgert betend gen Bethlehem, Mekka, Rom, Vatikan und predigt ängstlich gegen die eigene Homophobie. Im Namen Gottes geht viel. Krieg, Gewalt, Angst...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ANGST. Du sollst nicht töten, du sollst deinen nächsten lieben, du sollst beten, du sollst vergeben, du sollst Kinder kriegen, du sollst nicht abtreiben, du sollst nicht morden, du sollst vernünftig sein, du darfst nicht blasphemisch sein, du darfst nicht intolerant sein, du musst gehorsam sein, du musst brav sein, du musst dich benehmen, du musst artig sein, du musst still sitzen, du musst stark sein, du musst erfolgreich sein, nicht weinen, nicht einbrechen, nicht erbrechen, nicht weich sein, Mann sein, du brauchst keine Angst haben, mein Kind. Welches Kind? Ich? Kategorisch lässt sich jeder Imperativ instrumentalisieren. Dann kommt das Krokodil. Schnapp, schnapp. Ich will dir fressen. Angst fressen Kindheit auf.&lt;br /&gt;Mann kann sich auch wie Willi Wiberg beim Gang in den Keller einreden: "Ich hab keine Angst, ich hab keine Angst." Oder wie Margot, die Schwester vom kleinen Thomas, "tideldum" die Angst wegsingen. Nimm mir einfach nur die Angst, nimm den Alb aus meinen Träumen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht allerdings auch anders. Andersen schreibt Märchen, um seinen dunklen Schatten Angst zu beleuchten. Man kann sich also auch in eine Fantasiewelt flüchten. Auch der kleine Thomas "sah Dinge, die sonst niemand sah." Er schreibt sein eigenes "Buch von allen Dingen". Angst vor der Zukunft hat er keine, denn er weiß schon ganz genau: "Später werde ich glücklich."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was passiert vor diesem Später? Wir schreiben das Jahr 1951. Die Angst sitzt noch tief in den traumatisierten Nachkriegsknochen. Thomas hat eine andere Angst. Angst vor den Schlägen. Angst, dass der Papa wieder die Mama schlägt. Davor, dass sein Vater wieder seine Ärmel hochkrempelt, zu ihm ins Zimmer kommt, ihn mit einem Holzlöffel auf seinen Hintern schlägt, den "Vater im Himmel für immer aus ihm herausprügelt" und ihn zwingt, hundert Mal zu wiederholen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Barmherziger Herr, erbarme dich über uns Sünder."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Streicheln und Quälen, das liegt oft nah beieinander. Streicheln und Quälen, so heißt auch diese Woche die Titelgeschichte in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Es geht um Tiere. Sie haben die kleinste Lobby. Auch den Kindern fehlt ein derartiger Anwalt. Sadismus oder schlimmer wohlgemeinte Fürsorge mit falschen Mitteln, kann an beiden ausgelebt werden. Tags wird gestreichelt, nachts gequält, oder umgekehrt. Eine perfide Abhängigkeit wird konstituiert im heimischen S/M-Keller der Heimlichkeiten.&lt;br /&gt;Doch so wenig wie im Fall des Tierschutzes die Tierversuche, die Gitterstäbe das eigentliche Problem sind, so wenig treffen die Kellerverliese der Fritzls, Harmonie kuschelnden Vertuschungen der Ratzingers und das reformpädagogische Nicht-Wissen-Wollen der von Hentigs und Beckers den säkularen Nagel auf des Atheisten Kopf.&lt;br /&gt;Hinter den verschlossenen Vorhängen der Familien spielen sich oft die Qualen ab. Es muss nicht gleich der sexuelle Missbrauch wie in Vinterbergs FEST sein. Es muss auch nicht wie bei Kuijer die körperliche Gewalt sein. Auch psychische Gewalt, Abwesenheit von Liebe und Geborgenheit können verletzen und Wunden hinterlassen.&lt;br /&gt;Der kleine Thomas hat Angst vor den Fröschen, der apokalyptischen Plage. Er spielt Gott und wandelt wie die Wahrsagepriester Ägyptens Wasser in Blut. Thomas gießt rote Limonade in sein Aquarium. Auch er quält also. Wobei er nur wissen will, ob es so ist wie in der Bibel: "...würden die Fische dann sterben?" Die Katastrophe ist vorprogrammiert. Der Vatergott straft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls in der ZEIT dieser Woche auf der Titelseite ein Artikel zur aktuellen Kirchen-Debatte von Patrik Schwarz. Darin kommt er zu dem Schluss: "Auch an die Not der Täter zu denken, das tut die Psychologie manchmal, eine Zeitung selten und die Polizei nie – das kann nur die Kirche." So betet Thomas' Vater: "Herrgott, vergib mir, dass ich mich dazu habe hinreißen lassen. Was kann ich nur tun, um diese Familie zu dir zu führen? Komm deinem Diener zu Hilfe, o Vater."&lt;br /&gt;O Vater, was hast du getan? Warum schlägt der scharfe Messer liebende Vater den Thomas? Beim täglichen Tischgebet erscheint Jesus, nur Thomas kann ihn sehen. Jesus meint, dass der Vater ein Angsthase ist. "Er versteckt sich wie ein ängstliches Kind hinter Gottes breitem Rücken." Keine Rechtfertigung, sondern ein wichtiger Erklärungsansatz für Thomas. Will er doch hinter das Warum kommen und verstehen.&lt;br /&gt;Die Not des Vaters verstehen? Geht das? Thomas glaubt nicht, er zweifelt: "Wie soll man sich hinter dem Rücken von jemandem verstecken, den es nicht mehr gibt?"&lt;br /&gt;Der Vater schlägt, die Mutter schweigt. Beide handeln aus einer Angst heraus. Aus verschiedenen? Auch wenn sie sich äußerlich unterscheiden, so können die Wurzeln durchaus ähnlich gelagert sein. Dinge können totgeschwiegen, totgetrampelt, totgeprügelt, totmisshandelt werden. Dinge, also Ängste. Denn Ängste wohnen vielen Dingen inne. So könnte denn auch der Titel von Kuijers "KinderErwachsenenBuch" ab 10 ebenso "Das Buch von allen Ängsten" heißen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ein Mann, der seine Frau schlägt, entehrt sich selbst." Es sind große Worte, die Guus Kuijer findet, um eine kleine Welt der großen Ängste zu erzählen. Das ist groß und ein kleines Wunder. Denn es handelt sich um ein Kinderbuch. Eigentlich. Nur dass Kuijer glücklicherweise respektlos wie einst Erich Kästner darüber hinwegsieht. So heißt es noch bevor die Geschichte überhaupt anfängt: "Nicht nur Kinder, auch Väter und Mütter, Opas und Omas und sogar der Ministerpräsident würden es in einem Rutsch durchlesen." Ich habe habe es auch in einem Rutsch durchgelesen. Und habe es wieder entdeckt: Das Kind in mir.&lt;br /&gt;"Das Buch von allen Dingen", ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres der ZEIT, eine klare Lese-Empfehlung, fast noch mehr für die Älteren. Denn für sehr sensible Kinder könnte die Lektüre womöglich etwas zu starker Tobak sein. Was nicht heißen soll, dass Kinder unnötig geschont werden und weltfremd im Wolkenkuckucksheim aufwachsen sollten. Der pädagogische Finger, welcher im Fall Kuijer kein Zeigefinger ist, muss manchmal auch in Wunden gelegt werden. Und kann, wie bei der theatralischen Umsetzung im Malersaal, mit der nötigen Portion Humor auch heilend wirken.&lt;br /&gt;Geheilt oder gar erlöst wird der Vater hier am Ende nicht. Er sitzt, heimatlos, wartend. Kein Happy-End im Kinderparadies. Es geschieht stattdessen das Unglaubliche. Ibsens Nora hätte es das Wunderbare genannt. Wenn eine Frau sich wehrt... Wenn sie aufbegehrt (siehe www.aufbegehren.com), dann ist das in den 50er Jahren vor der Emanzipation umso bemerkenswerter. Wenn sich eine ganze Familie auflehnt, dann ist es beispielhaft. Darum ist auch "Das Buch von allen Dingen" so exemplarisch und sollte Pflichtlektüre für Jung und Alt sein. Also: Lesen Sie mehr Kinderbücher! Gehen Sie ins Kinder- und Jugendtheater und lassen Sie sich in eine fremde Welt entführen, mit tropischen Fischen im Wasser. Lassen Sie sich berühren. Mich hat es eiskalt erwischt. Also, hab keine Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2842040734175527450?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2842040734175527450/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/das-buch-von-allen-angsten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2842040734175527450'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2842040734175527450'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/das-buch-von-allen-angsten.html' title='Das Buch von allen Ängsten'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-466946688406919949</id><published>2010-04-06T01:08:00.000-07:00</published><updated>2010-04-06T01:10:40.384-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorfpunks'/><title type='text'>Glück ist reine Glückssache…</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;…und glücklich ist wer Dorfpunks gesehen hat. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;br /&gt;Nach Buch und Film dachte ich alle guten Dinge sind drei, in der Tat ist in diesem Fall das Beste das Dritte. Zugegeben, das Buch hab ich nicht mehr wirklich in Erinnerung, den Film gerade noch so aber nicht mehr so präsent, dass ich große Vergleiche herstellen könnte. Doch ich wusste worum es ungefähr ging, wobei man bei dem Werk ja nicht von einer besonders komplizierten Handlung reden kann. Wir zelebrieren die Sinnlosigkeit des Seins, saufen und schütten uns mit Drogen zu. Doch was will man auch anderes machen in Lütjendorf. Denn dort herrscht ewige Routine, sterbende Langeweile, Wiederholungen ohne Ende und so weiter und so weiter, die am Anfang des Stückes sehr schön mit sich wiederholenden Tagesabläufen dargestellt wird. Die Jugend ist schon so abgebrüht, hoffnungslos, dass es nur einzelne Ausbrüche ( „HÄ??!!!“) gibt, meist im Suff. Widersprüchliches Aufbäumen mit Un-Logik gegen die spießige Eintönigkeit und Welt der Grenzen in der deine Mutter auch noch dein Chef ist. Bis der Punk Rock und so was wie Liebe entdeckt wird, doch viel ändern tut sich dadurch auch nichts.&lt;br /&gt;Man kann auf die klar formulierten Fragen (z.B. des Bösen) eingehen und als Gedankenanstoß mitnehmen oder sich einefach ‚Hä?‘ fragen und weiterfeiern. Man kann darin die Selbstbeweihräucherung von Schamoni und Konsorten sehen, die offensichtlich ihren Spaß auf der Bühne haben, doch genau das finde ich so ansteckend. Endlich mal ein Stück bei dem man den tieferen Sinn nicht verzweifelt suchen muss sonder einfach ablachen und genießen kann. Doch was man sicher versteht, ist wie scheiße es sein muss in einem Kaff aufzuwachsen in der die einzige Hoffnung H.P. Baxxter bleibt.&lt;br /&gt;Hingehen, anschauen, sich fragen ‚Was zum..?‘ und lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marina Kohl&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-466946688406919949?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/466946688406919949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/gluck-ist-reine-gluckssache.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/466946688406919949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/466946688406919949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/gluck-ist-reine-gluckssache.html' title='Glück ist reine Glückssache…'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7361292493723533554</id><published>2010-04-06T01:07:00.001-07:00</published><updated>2010-04-06T01:07:59.091-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Punk Rock'/><title type='text'>Was passiert mit tickenden Bomben, die nicht explodieren?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Punk Rock, Regie: Daniel Wahl, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Premiere 18.03.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punk Rock, inszeniert von Schauspieler und Regisseur Daniel Wahl, handelt nicht von einem Amoklauf. Nicht nur. Wenn ich die Kritiken und Texte zum neuen Stück vom englischen Dramatiker Simon Stephens lese und dort ausschließlich vom Thema Amoklauf die Rede ist, so zeigt genau dies das Problem von unserer heutigen Gesellschaft nur mit der Oberfläche, nicht jedoch mit der Tiefe umgehen zu wollen. Der Amoklauf ist ein wichtiges Element des Stückes Punk Rock, welches die ineinander verschränkten Geschehnisse an einer englischen Highschool beschreibt. Doch das Blutbad ist Reaktion und nicht Aktion.&lt;br /&gt;Die kleine Stadt Stockport in der Nähe von Manchester ist nicht nur Ort des Geschehens, sondern auch die Heimatstadt des Autors. Ging er selbst zu der Schule, welche er nun zum Setting eines Amoklaufes macht und welcher Schüler war er? Der Nerd mit Hornbrille? Der nette Kerl, der mal Angreifer, mal Verteidiger der Schwachen ist? Oder war er ganz normal? Ist selbst die Schule in Stockport eine so normale Schule wie das Gymnasium in Erfurt oder die Schule in Winnenden?&lt;br /&gt;Normal scheint das Geschehen nicht zu sein. Zu stilisiert die Charaktere, zu Grausam die Handlungen des Peinigers Bennet, gegenüber seinen Mitschülern William und Chadwick, um mit dem normaler Schulalltag, den die meisten von uns erlebt haben oder erleben vergleichbar zu sein.&lt;br /&gt;Jede Rolle scheint (und ist) brilliant besetzt: der arroganten upper class Bully (Aleksander Radenkovic), die ehrgeizige Freundin (Nadine Schwitter), das Moppelchen Tanya (Gisa Flake), der Mathematik-Freak Chadwick (Martin Wißner), der Außenseiter (hervorragend Sören Wunderlich), die Neue (Julia Nachtmann). Man weiß, wie es ausgeht, denn leider kam man nicht umhin, das Wort „Amoklauf“ in der Ankündigung des Stückes zu lesen. Dennoch fesselt das Spiel. Es fesselte mich vor allem durch die Tatsache, dass Mechanismen gezeigt wurde, die in ihrer Dichte und Konzentration vielleicht künstlich wirken mögen, doch in ihren Vorgängen an jeder Schule zutreffen. Mobbing. Wie kann Mobbing funktionieren, welches Umfeld braucht es, wohin kann es führen? Bennet ist nur daher so stark, dass er Freunde oder besser gesagt Kumpanen und Untergebene hat, die billigen, mal mitmachen oder vor allem das Ganze als Spaß nicht so wichtig nehmen. Interessant ist die Position des Nicholas Chatman, gespielt von Thorsten Hierse, welchen man zu Beginn klar zur Bennet-Front zuordnen würde, der sich jedoch durch die Freundschaft mit der Neuen an der Schule, Lilly, wandelt und schließlich gegen Bennet das Wort erhebt, als dieser die Chadwick tyrannisiert. Er ist eine der wenigen Personen, die im Laufe des Stückes eine Wandlung durchzumachen scheinen mit der Ausnahme des Protagonisten William. Doch Nicholas erhebt nur das Wort, doch tritt nicht in Aktion. An der Falschen Stelle wird körperlich nicht eingegriffe, an der falschen Stelle mit Worten verletzt, so dass es im Endeffekt reicht, dass Bennet William als „Bruderficker“ bezeichnet, damit dieser schließlich Amok läuft.&lt;br /&gt;Mich hat es angerührt, diese Stück. Simon Stephens hat in seiner Sprache eine Klarheit ohne die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen zu müssen. Mich hat das Spiel der Schauspieler mehr als überzeugt und ich kann nur hoffen, dass dieses Stück mehr wird als nur ein Publikumsmagnet für Schulklassen, weil es doch solch einen pädagogisch sinnvollen Inhalt transportieren würde, dass es besser auf die Bühne des Malersaals gehöre (man beachte die Ironie).&lt;br /&gt;Hört auf über Amoklauf zu reden, sondern fangt an zu schauen, wo die wirklichen Ursachen sind. Denn so tragisch die Vorfälle in Winnenden oder Erfurt gewesen sind, man vergisst schnell, dass täglich tausende Schüler von Peinigern wie Bennet tyrannisiert werden ohne dass sie Amok laufen, jedoch auch ohne zu sagen, was mit ihnen passiert. Denn zuzugeben, dass die Schulzeit nicht nur schön ist oder war, ist nicht normal. Was passiert mit Bomben, die ticken und nicht explodieren? Vielleicht gibt uns darauf Simon Stephens in ein paar Jahren die Antwort darauf. Ich bin gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7361292493723533554?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7361292493723533554/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/was-passiert-mit-tickenden-bomben-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7361292493723533554'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7361292493723533554'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/was-passiert-mit-tickenden-bomben-die.html' title='Was passiert mit tickenden Bomben, die nicht explodieren?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1893410263494132103</id><published>2010-04-06T01:03:00.000-07:00</published><updated>2010-04-06T01:06:20.825-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Faust I'/><title type='text'>Ich bin es, Faust!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Faust I, Regie: Jan Bosse, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Großes Haus, 02.04.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du bist es, Faust! Was ich heute am Karfreitag auf der Bühne sah, war Faust! Zum Dritten Mal sah ich es, doch immer wieder vermag es dieses mit erfolgreichste Stück des Deutschen Schauspielhauses mich und alle Zuschauer in den Bann zu ziehen. Wo soll das Loben anfangen, wo soll es enden. Gefühl ist alles, Name ist Schall und Rauch. Eine so stringent in sich logische und doch immer wieder die Erwartungen des Zuschauers brechende Inszenierung sah ich selten. Es ist der Faust in uns, Faust und Mephisto streiten in unserer Mitte und so war es eine schlichte, aber brillante Idee, die Bühne als Drehbühne in die Mitte zu verlegen und aus dem Zuschauersaal ein Amphitheater zu machen. Niemand kann den Blicken der anderen entgehen. Ist der Zuschauer neben mir Zuschauer oder Mitglied des Faust-Chors oder gar Faust selben?&lt;br /&gt;Wenn aus den Reihen der Zuschauer der Faust-Chor mit dem Oster-Choral beginnt, wenn Gretchen in der Kerker-Szene Trost und Hilfe im Publikum sucht, wenn sich in der Walpurgisnacht die weiße Hemde und weiße Abendkleider tragenden Damen und Herren im Schwarzlicht selbst zu den Hexengestalten auf dem Brocken sich wandeln, kann man nicht mehr leugnen, dass Faust in unserer Mitten einen Kampf mit uns und sich ficht. Edgar Selge als Faust schafft es nicht nur seine ewig langen Monologe um das Ringen nach dem Verständnis, was die Welt im Innersten zusammen hält, als höchstspannenden, sondern auch lustigen Kampf zu präsentieren. Immer wieder wird die doch so ernsthafte Atmosphäre gebrochen, wenn beispielsweise seine Gehilfe Wagner, gespielt von Tillbert Strahl-Schäfer, welcher in seinem Anzug als BWL-Student durchgehen könnte, den senilen Faust von seinen Gedankenfluchten wieder auf den Boden der Tatsache zurück führt oder in Augenbachs Keller die Menge durch die Worte „Guten Abend Leipzig“ begrüßt.&lt;br /&gt;Doch Joachim Meyerhoff und immer wieder Joachim Meyerhoff muss genannt werden. Gefährlich und schön, lustig, affig und grausam erscheint er und trägt in sich Gott und den Teufel, wenn er zu Beginn im Prolog im Himmel die kleine Drehbühne mit riesigen schwarzen Flügel betritt und nie die Kontrolle über Faust zu verlieren scheint. Unwohl wird es einem in der Schüler-Szene, wo Mephisto zunächst den sehr jungen Schüler (14 Jahre) durch die Mangel der Worte dreht und dann offene sexuelle Anspielungen macht und im Verweis auf das Studiengebiet der Pädophilie fast handgreiflich wird. Der Schüler flieht. Es ist nur Theater. Doch sollte man sich auf Grund solcher Szenen überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, Kinder, wie sie mir gegenübersaßen, den Theaterbesuch zu erlauben.&lt;br /&gt;Und was ist mit Gretchen? Gespielt von Julia Nachtmann sieht man mal eine schüchterne, doch auch schnippische junge Frau in Mini-Jeansrock, mal einen strahlenden Stern im Glitzerkleid, die sich drehend den „König von Thule“ singt. Doch mehr noch als die verliebte Grete, reißt uns Julia Nachtmann in der Kerker-Szene mit sich fort. Jeglicher Illusion der Welt entledigt flüchtet sie sich in einem Moment in die schöne Vergangenheit, sucht dann Trost beim Zuschauer, schreit ihr Elend heraus oder antwortet dem hilflos wirkenden Faust mit eisiger Ironie in der Stimme.&lt;br /&gt;Es ist ein Gretchen, das scheitert, doch vor allem ein Faust, der zu schwach scheint um zu helfen. Die Errettung durch den Himmels bleibt aus, doch ist nicht nur sie, sondern vor allem Faust gerichtet, der immer in seinem Gedankenwelter verschwand, wenn er in der Tat gebraucht wurde.&lt;br /&gt;Schaut ihn euch an, diesen Faust. Dieser Theaterabend zeigt in seiner oft so kompliziert wirkenden lyrisch dramatischen Sprachen eine Klarheit, die mich in den Bann schlägt. Immer wieder.&lt;br /&gt;Faust ist Faust gerecht geworden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1893410263494132103?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1893410263494132103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/ich-bin-es-faust.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1893410263494132103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1893410263494132103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/ich-bin-es-faust.html' title='Ich bin es, Faust!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5414913314956723644</id><published>2010-04-06T00:57:00.000-07:00</published><updated>2010-04-06T01:03:33.367-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dorfpunks'/><title type='text'>Stecker raus</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;4. April 2010 Schauspielhaus&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Dorfpunks - Die Blüten der Gewalt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punk ist tot. Oder auch nicht. Aber zumindest das, was in Lütjenburg bei Rocko Schamonis Alter Ego Sören vom Punk ankommt, ist ziemlich tot. Darum kann das auch nix werden mit Ausbruch aus der Gesellschaft und so weiter.&lt;br /&gt;Der so rebellische Punk geht auch nur unter in der Suppe der festgefahrenen Dorfwelt und ihrem immer gleichen Alltag an den immer gleichen Orten in den immer gleichen Gesichtern. Eigentlich ist das alles ziemlich trostlos und eigentlich wäre das auch alles ziemlich trostlos anzuschauen, wäre es nicht durch die Inszenierung Studio Brauns hindurch, durch die Dorfpunks auf der Bühne zum Drahtseilakt zwischen absurdem Wahnsinn und nachdenklicher Existenzkrise wird. Humor mit Anspruch – oho!&lt;br /&gt;Das klappt zwar nicht immer, nämlich dann nicht, wenn das ganze zu sehr in eine Richtung ausfranst: Beklopptheit oder Intellekt. Aber das passiert vielleicht ein bis zwei Mal in diesen beiden ansonsten wunderbaren Stunden überkandidelter Tragikomödie. Allein Heinz Strunk als Sörens Mutter bleibt unvergesslich und obwohl ich anfangs etwas enttäuscht war, dass Schamoni&lt;br /&gt;seine Hauptrolle Felix Kramer überlässt und sie nicht etwa selbst spielt wird - der Charakter blüht auch mit ihm auf. Oder eben nicht. Unabhängig von der Besetzung: So viel bunte Kirmes auf der Bühne war mir bisher noch nahezu unbekannt. Während mir der Braunsche Humor doch bisher immer etwas fremd war, knallt er im Theater umso mehr, scheint geradezu für das Medium gemacht zu sein. Töpfermeister Paco de Luschas schwer anrüchige Tanzeinlage zur Proklamation der Sexiness des Töpferberufs – sollte man gesehen haben. Trotz allen Wahnsinns, strahlt das Stück eine seltsame Vertrautheit aus und das liegt nicht nur am knackigen Hamburger Dialekt, der von Studio Braun wie immer kultiviert wird. Die kleine ländliche Welt, die sich da auf der Bühne dreht, kann man nämlich auch in den Augen der „Punk’s not dead“-Shirtträger der Großstadt rotieren sehen. Vielleicht ist ja das gerade das Problem: Dass Punk, egal wo, zum Dorfpunk verkommen ist. Wir lernen also auch noch etwas über unsere Generation. Und dass aus dem Ganzen durcheinander doch noch etwas werden kann. Denn am Ende stehen Rocko Schamoni und Felix Kramer zusammen auf der Bühne und sind jetzt eben nur noch das: Schamoni und Kramer. Vorbei mit Dorf und Punk und Dorfpunk, vorbei mit der Trostlosigkeit. Und darum wirkt es auch nicht bescheuert, wenn sie dann anfangen zu singen „Folge der Stimme, die in deinem Herzen schlägt“. Oder „Du trägst dein Dorf immer mit dir rum“. Es wirkt schön und zuversichtlich und gut. Viel lebhafter und bunter, als alles, was die Bühne sonst so hergeben will. Quasi Comedy-Stunde in der Hamburger Schule.&lt;br /&gt;Als nächstes dann bitte eine HGich.T – Inszenierung. &lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Nicolai Pudimat&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5414913314956723644?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5414913314956723644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/stecker-raus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5414913314956723644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5414913314956723644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/stecker-raus.html' title='Stecker raus'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1220953704965081900</id><published>2010-04-01T07:17:00.001-07:00</published><updated>2010-04-12T01:11:07.537-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hamlet'/><title type='text'>Mann unter Strom - Hamlet reloaded</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;30.03.2010, Malersaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Stücke, die verfolgen einen. Stücke, die sieht man immer wieder. Man beschäftigt sich mit dem Stück, liest es, spielt es. Stellt sich gemeinsam mit dem Protagonisten existentielle Fragen: Wer bin ich? Wohin geh ich? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Fleisch oder Gemüse? Achso, zu fest dies Fleisch. Also doch lieber Gemüse?&lt;br /&gt;Und vor allem die Frage aller Fragen: Sein oder Nichtsein? To be or not to be? Schein oder Sein? Ein Mensch sein oder nicht - das ist die Frage. Fragen stellen, in sich hineinhorchen, lauschen, was da nachhallt. Und schließlich feststellen, dass man am Schluss zu keinem Schluss kommen kann. Es gibt keine Antworten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thomas Esser und Tobias Vethake steuern sensibel Musik bei, unterstützt am Cello von Ophelia Nadine Schwitter. Soviel gute Musik gibt es selten am Theater. Man möchte gleich in den nächsten Laden rennen und das Album "Hamlet reloaded" kaufen. Verwiesen sei an dieser Stelle wenigstens auf folgenden Link: http://www.myspace.com/sickerman&lt;br /&gt;"Darkness Follows" from Hamlet, einfach mal reinhören. Die Musikalität bereichert diese von Klaus Schumacher durch und durch durchkomponierte Inszenierung.&lt;br /&gt;Auch das Lichtkonzept ist fabelhaft.&lt;br /&gt;Wer den letzten Hamburger Hamlet im Thalia Theater in der wenig berührenden Inszenierung von Michael Thalheimer gesehen hat, der wird begeistert und dankbar sein. Dankbar dafür, dass diese Inszenierung von der ersten Sekunde an gefangen nimmt, in eine fremde Welt entführt, tief ins Herz trifft und berührt. Begeistert von diesem spielfreudigen Ensemble, allen voran Thorsten Hierse als Hamlet. Seine Präsenz, sein präzises, differenziertes Spiel überzeugen auf ganzer Linie. Dieser Mann steht unter Strom. Er will uns viel mitteilen, er spricht uns direkt an, ja macht uns sogar zu den Darstellern der berühmten "Mausefalle". Hierse beherrscht sie, diese Bandbreite zwischen Komik und Tragik. Auf dieser Klaviatur spielt er virtuos, ohne (wie leider allzu oft bei überambitionierten Schauspielern) gekünstelt zu wirken. Dieser Hamlet ist einfach echt, kein Fake-Hamlet, kein So-Tun-Als-Ob, ganz bei sich und bei uns Zuschauern. Einfach ganz nah dran. Spannender als so mancher lahme Tatort im Ersten. Ein Thriller, der, immer wenn der Geist von Hamlets Vater sich zu Wort meldet, sogar mit surrealen Special Effects punktet. Diesen Dolby-Surround-Sound muss man erleben, den kann man nicht beschreiben. Für Hermann Book ist Erik Schäffler als Polonius eingesprungen. Der Teufel aus dem "Hamburger Jedermann" fügt sich perfekt ins Ensemble und sorgt für einige Lacher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Schluss dann das dramatische Gefecht, untermalt vom spannenden Soundtrack. Im Malersaal solide choreographiert und packend in Szene gesetzt. Schumacher hat es einfach drauf - Shakespeare sensibel heutig, aber nicht hyper-modern zu inszenieren. Da hallt sehr viel nach. Diese Inszenierung ist eine Punktlandung und ein angenehmer Stich ins Herz. Chapeau! So lauten denn auch viele O-Töne von jungen Zuschauern bereits in der Pause: "Cooles Stück!"&lt;br /&gt;Was will man mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1220953704965081900?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1220953704965081900/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/mann-unter-strom-hamlet-reloaded.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1220953704965081900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1220953704965081900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/mann-unter-strom-hamlet-reloaded.html' title='Mann unter Strom - Hamlet reloaded'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-3294650285129388864</id><published>2010-04-01T01:56:00.000-07:00</published><updated>2010-04-01T01:59:18.439-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Punk Rock'/><title type='text'>Punk Rock</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;25.03.10 Schauspielhaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich Frühling. Die Rahmenbedingungen für eine Premiere waren optimal. Die Theatergäste standen vor Beginn des Stückes vor dem Schauspielhaus und tranken ein Bierchen an einem der ersten lauen Frühlingsabende. Und Gäste waren viele da. Es zeigte sich mal wieder, dass Premieren etwas besonderes sind. Ich war sehr gespannt, da ich sowohl den Titel des Stückes, als auch die Kurzbeschreibung interessant fand. Jugendliche auf der Suche nach Abgrenzung und&lt;br /&gt;Selbstfindung. Immer ein interessantes Thema, mit dem sich fast jeder Mensch auch in seinem eigenen Leben beschäftigen muss.&lt;br /&gt;Das Stück dreht sich um eine Gruppe Jugendlicher, die allesamt auf eine englische Privatschule gehen und kurz vor dem Abschluss stehen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Charaktere. Cissy, die alle Anstrengung in das erreichen guter Noten legt, da sie denkt, nur so diesem Ort entfliehen zu können und ansonsten keinen Charakter zu haben scheint. Als Freundin von Bennet schafft sie es nie diesen in die Schranken zu weisen, wenn er mal wieder seine Mitschüler schikaniert. Der Introvertierte Chaddy, der das Opfer von Schikanen wird und in seiner eigenen Welt zu leben zu scheint und der sensible William, der sich in Lilly verliebt, die neu auf die Schule kommt.&lt;br /&gt;Und genau diese Lilly bringt Unruhe in das Leben der Schüler und entlarvt die zwischenmenschlichen Beziehungen junger Leute als fragiles Gebilde. William verliebt sich unsterblich in Lilly und muss dann erfahren, dass diese aber mit einem anderen Mitschüler zusammen ist. Er kann es nicht glauben, stellt sie zur Rede, sagt, dass es doch so schön zwischen ihnen war und das es doch etwas besonderes sein müsse. Sie entgegnet, dass sie ihn sehr mag, aber einen Mitschüler liebt. Wahrlich ein einschneidender Moment für William. Das Leben des Jungen gerät völlig aus dem Gleichgewicht. Daniel Wahl zeigt im Folgenden sehr gut auf, wie wenig das Leben von Jugendlichen oft gefestigt ist, wenn in den Jahren des erwachsen werdens Probleme auftauchen.&lt;br /&gt;Es brechen Konflikte zwischen den Jugendlichen aus, die fast in Gewalt münden. Nur knapp schaffen es die Halbwüchsigen eine Schlägerei zu verhindern. Die derbe Wortwahl, der sich die Jugendlichen bedienen, zeigt gut, in was für Extremen man sich in diesem Alter bewegt. William verliert immer mehr den Halt, hört Stimmen und auch Aggressionen kommen zum Vorschein, als er mit Bennett aneinandergerät.&lt;br /&gt;Es kommt wiederholt zu Extremsituationen. Chaddy wird von dem Draufgänger Bennett gedemütigt und die strebsame Cissy bricht aufgrund einer zwei zusammen, da sie Angst vor ihren Eltern und der Zukunft hat.&lt;br /&gt;Enden tut das Ganze in einem Amoklauf von William, der nicht wusste, wie er mit dem Liebeskummer umgehen sollte. Hier schneidet der Regisseur ein sehr aktuelles Thema an. Amokläufe. Diese Erscheinungsform der Gewalt war bis vor ein paar Jahren ein eher amerikanisches Phänomen, welches leider auch nach Deutschland überschwappte und immer wieder zu Diskussionen führt, welches denn die Gründe für diese Gewaltausbrüche bei Jugendlichen seien. Bilder an Winnenden werden bei dem Zuschauer wach. Eine Antwort hat auch dieses Stück nicht parat, was durchaus angenehm ist. So maßt sich der Regisseur nicht an eine genaue Lösung anbieten zu können. William antwortet auf die Frage „warum?“. „Ich habe es getan, weil ich konnte.“ Diese Aussage impliziert, dass die Gründe für Gewaltausbrüche vielfältig sind.&lt;br /&gt;Die eingangs erwähnten verschieden Charaktere wirken teilweise klischeebeladen. So hat Chaddy als Opfer die obligatorische Brille, rennt lesend durch die Gegend und kennt sich vorzüglich mit Mathematik aus. Trotzdem kann man den einzelnen Charakteren durchaus etwas abgewinnen und das Leben im Mikrokosmos Privatschule hat seinen Reiz für den Zuschauer.&lt;br /&gt;Interessant an diesem Amoklauf ist, dass er von jemanden begangen wird, der der gehobenen Mittelschicht angehört und alle Möglichkeiten im Leben hat. Der Regisseur sucht also nicht die Antwort auf Probleme Jugendlicher in deren sozialem Stand. Auch die Mittelschicht hat Probleme!&lt;br /&gt;Das Bühnenbild war eher einfach gehalten und auch an Kostümen war bei dieser Thematik nichts notwendig. Schauspielerisch wussten alle Akteure zu überzeugen, wobei William, gespielt von Sören Wunderlich, am besten gefiel.&lt;br /&gt;Es war ein recht gelungenes Stück, wobei ich denke, dass dieses Thema noch mehr hergegeben hätte, wenn noch ein wenig tiefer in die Materie Jugend eingetaucht wäre. So kommen die Sinnsuche und Abgrenzung doch nicht so zum Vorschein, wie es die kurze Stückbeschreibung erahnen lässt. Viel dreht sich im Stück um normales, pubertäres Verhalten, wie überzogenen Liebeskummer, Angst, Mobbing und Geltungssucht. Nur in Phasen schneidet der Regisseur die Ängste und die Selbstfindung der Jugendlichen an, zum Beispiel wenn die Schülerin anfängt zu weinen, da sie denkt aufgrund der zwei diesen Ort niemals verlassen zu können. Was dem Regisseur Daniel Wahl gelungen ist, ist zu zeigen, dass es gar keiner Gewaltspiele am PC bedarf, oder einer schweren Kindheit um einen Amoklauf zu begehen, sondern das in diesem Alter verschiedenste Gründe zu Verzweiflung und Gewalt führen&lt;br /&gt;können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Patrick Rausch&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-3294650285129388864?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/3294650285129388864/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/punk-rock.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3294650285129388864'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3294650285129388864'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/04/punk-rock.html' title='Punk Rock'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7757890080567287552</id><published>2010-03-26T09:25:00.000-07:00</published><updated>2010-03-26T09:27:46.668-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Punk Rock'/><title type='text'>„Ich tat es, weil ich es konnte“</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;18.03.10 Schauspielhaus Premiere Punk Rock&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh – was hält man davon? Die Thematik rund um die Vorgeschichte zu einem Amoklauf ist alles andere als neu. Tausend Mal gesehen, gehört und drüber nachgedacht. Die Charaktere sind überzeichnet, und sie nerven. Sie alle haben mich stereotypisch genervt. Doch geht es vielleicht genau darum: Es an die Spitze zu treiben und somit eine (oder sogar die?) Ursachenkette zu erkennen, die zu dem Blutbad führt? Da macht man es sich allerdings zu einfach.&lt;br /&gt;Aber von vorne: Der Anfang überzeugt! Während die Zuschauer Platz nehmen, spielen die Schauspieler oder die Figuren auf der Bühne Tischtennis. Super Idee. Das Zugucken macht Appetit auf mehr. Sind es die Schauspieler, die spielen? Oder bereits die Figuren? Versucht, das herauszufinden, verfolge ich die Bälle, stets wissend, dass das kein durchgeplanter szenischer Ablauf sein kann. Durch die Art, wie die Spieler miteinander umgehen, kann man bereits eine ganze Menge über Beziehungen zwischen ihnen lernen. Dachte ich. Davon findet sich allerdings wenig im Stück wieder. Das legt die Feststellung nahe, dass es tatsächlich die Schauspieler sind, die Tischtennisspielen und die Bühne in dem Moment zum Backstage-Raum wird. Toll! Die Geschichte rund um die wohlhabende Jugend plätschert dann so dahin. Vieles ist vorhersehbar. Obwohl die Schauspieler die Figuren mit Leben füllen und vor allem Sören Wunderlich den Amokläufer William zu seiner Figur macht und obwohl die Sätze duellartig hin und her geschossen werden, will der Funke nicht recht überspringen. Berührt, wenn der „Streber“ gedemütigt wird, geschockt, wenn William tatsächlich seine Pistole lädt – klar, das sind normale Reaktionen. Doch das sind keine neuen Gefühle, keine Aha-Effekte, keine Irritationen. Die einzige Irritation fühle ich am Schluss. Wenn der Amokläufer dem Publikum, das die Rolle eines Arztes einnimmt, gegenübersitzt. Er stellt Fragen und er beantwortet. Er sagt „Ich tat es, weil ich es konnte“. Aha, so sieht es also aus. Die Ursachenkette, die zuvor als unumstößliches Gerüst aufgebaut wurde, gerät ins Wanken. Dieser Moment ist toll. Und er sorgt dafür, dass „Punk Rock“ trotz der durchsichtigen Geschichte in mir nachhallt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frederieke Köver &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7757890080567287552?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7757890080567287552/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ich-tat-es-weil-ich-es-konnte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7757890080567287552'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7757890080567287552'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ich-tat-es-weil-ich-es-konnte.html' title='„Ich tat es, weil ich es konnte“'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-257054493727388354</id><published>2010-03-25T03:40:00.000-07:00</published><updated>2010-03-25T03:42:49.882-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Punk Rock'/><title type='text'>Amokläufer sein oder nicht</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;18.03.10  Schauspielhaus Premiere &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trauriger Weise muss gestanden werden: der Handlungsablauf ist nicht neu.&lt;br /&gt;Was sich hinter dem Titel Punk Rock verbirgt, entpuppt sich auf der Bühne des großen Hauses als Theaterstück über einer Thema, zu dem junge verzweifelte Menschen Journalisten bereits viel zu oft Gelegenheit gaben, ihre Schlagzeilen auf die Titelseite zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amoklauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Handlung zeichnet sich über die Charaktere.&lt;br /&gt;Vorhersehbare Charaktere, Stereotypen muss man sagen. Vom mächtigen Widerling, gegen den sich keiner aufzulehnen wagt, seiner überehrgeizigen Freundin über das Pummelchen, das nicht anecken will, dem Smarten, den eigentlich jeder mag, vielleicht, weil er es jedem recht machen will und nie eigene Positionen bezieht, die Neue, vielgereist und in der Großstadt aufgewachsen bis zum sensiblen jungen Mann, der sich so in seiner Verwirrung, seinen Fantasien und Träumen verliert, dass er zu lügen beginnt. Und schlussendlich der Intelligenzbolzen, dessen Liebe der Mathe und Physik gilt, durch seine Hornbrille gebrandmarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Figuren sind zwar überspitzt dargestellt, doch mit so überzeugender Kraft gespielt, dass die Schauspieler wie Magnete wirken. Mehr von fremder Hand über die Bühne schnellen gelassen, als sich aus eigener, menschlicher Kraft bewegend.&lt;br /&gt;Wer sich mag, zieht sich an und hält die Nähe trotz des Positiven nicht aus, schnellt wieder auseinander. Wer sich nicht mag, kann mit aller Kraft zueinander gedrückt werden, sobald sich die Möglichkeit ergibt, fliehen sie wie zwei Minuspole voneinander. Irgendwie hält keiner es beim anderen aus, man sieht das Alltagstheater von unsicheren Teenagern, die sich Masken aufsetzen, weil sie nicht wissen, wer sie sind oder einfach nur in Ruhe sein wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses intensive Spiel geht unter die Haut. Kaum dass die Charaktere sich gegenseitig in ihre Rollen stoßen, sitzt man mit Anspannung da, Unbehagen breitet sich in einem aus. Dass dieses Machtgefüge zu eskalieren droht, wird schnell deutlich, da Verachtung, Schikane und Aggression so offen zu Tage treten. Vor allem, weil man merkt, was nicht zu Tage tritt: Zivilcourage, das Eintreten und Einstehen füreinander. Hieraus entsteht eine Dichte der Darstellung, die das Stück vom Kochtopf der Klischees rettet, da an dieser Stelle das Gewissen des Zuschauers abgeklopft wird. Da sitzt man in seinen Sessel verbannt und ist doch zum Teil auf der Bühne. Der Schulalltag ist noch nicht allzu weit weg. Man möchte eingreifen und fühlt sich zugleich machtlos. Diese unerträgliche, sich über fast zwei Stunden hinziehende Ausgeschlossenheit aus Prozessen, bei denen ersichtlich ist, was falsch läuft, was veränderbar wäre. Was abwendbar wäre.&lt;br /&gt;Sich eine Theateraufführung anzusehen, ist eben doch etwas anderes als ein 3-D-Film, erst recht etwas anderes, als Zeitungsartikel oder Dokumentationen. Vor einem stehen Menschen, die wirklich agieren. Diese Gefühle brennen sich ein. Der Wunsch eingreifen zu können auch. Womöglich erwächst genau daraus eine Handlungsader, die sich gegen die soziale Kälte und Gleichgültigkeit richtet, die Gisela Mayer, Mutter der beim Amoklauf von Winnenden getöteten Referendarin, in ihrem Buch anprangert und die auch im Programmheft zu Wort kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Bühnenbild untermalt den Spiegel von Wünschen und Ängsten der Schüler mit englischen Worten. Auf der Ebene vor der riesigen Schulhoftreppe steht mittig mit einem Ausrufezeichen versehen „soul“, umkränzt von weiteren positiven Wörtern wie „love“, „meet“ und „trust“.&lt;br /&gt;Je weiter die Augen die Treppenstufen hinaufwandern, desto mehr Verzweiflung und Bedrückung steckt in den Wörtern: „dead“, „sorrow“, „adieu!“, „blood“ und „bomb!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis hierhin sind Handlung, schauspielerische Darstellung und Bühnenbild stimmig.&lt;br /&gt;Kreativster Teil des Bühnenbildes sind die 27 Kopfhörer, die in Dreier-Gruppierungen wie an riesigen Nabelschnüren von der Decke hängen. Dies ist der Teil des Bühnenbildes, der am vielversprechendsten wirkt, der sofort ins Auge fällt. Der leider fast nicht genutzt wird. Lediglich an einer Stelle, an der einzigen wirklich interpretierbaren, werden sie genutzt, allerdings nur verspielt und in ihrem Potenzial nicht ausgeschöpft. Die ganze Zeit will man wissen, was es damit auf sich hat, ob die eigenen Vermutungen zutreffen – und dann wird dieses Bühnenelement einfach nicht genutzt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Makel sollte jedoch nicht davon abhalten, das Stück zu sehen. Wer das Stück nicht anguckt, handelt vielleicht in genau der Weise, der auf den Zahn gefühlt wird – nämlich gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathrin Dittrich &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-257054493727388354?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/257054493727388354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/amoklaufer-sein-oder-nicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/257054493727388354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/257054493727388354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/amoklaufer-sein-oder-nicht.html' title='Amokläufer sein oder nicht'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-4037165738398973822</id><published>2010-03-23T04:56:00.000-07:00</published><updated>2010-03-23T04:58:11.677-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Baal'/><title type='text'>Baal an Mutter, bitte kommen!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;- Ein assoziativer Kommentar von Julian Struck -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22.03.2010, Malersaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hallo Mama,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich hab Mist gebaut. Ja, ich war unartig. Das hätte alles nicht passieren dürfen. Die Party gestern im Malersaal war noch sehr lang. Teil III nach der Party hätte sich mein Analytiker Weiss in seiner ansonsten gelungenen Inszenierung vielleicht sparen können. Da war Katerstimmung. Wobei daran war auch die Polizei schuld. Aber dazu später mehr. Manchmal sollte man vielleicht doch auf die Polizei hören und aufhören, wenn es am schönsten ist.&lt;br /&gt;Hab wieder ziemlich viel gesoffen. Nein, gekokst diesmal nicht. Natürlich wurden Körperflüssigkeiten ausgetauscht, Mädels warn ja auch da. Na, da bleibt das halt nicht aus. Ich mein, also, nicht was du jetzt denkst. Es ist nicht das, wonach es aussieht. Nein, ich hab ihr nicht wehgetan. Ich hab niemand und niemandem niemals wehgetan. Jedenfalls nicht bewusst. Das war ein Unfall. Hab mich doch nur nach einem fremden Busen gesehnt. Hab mich dann auch wieder reingewaschen, damit ich auch ja schön sauber bin.&lt;br /&gt;Ob ich schizophren bin? Das musst du meinen Psychoanalytiker fragen. Kennst du diesen Film von Hitchcock, den mit Ingrid Bergmann, wo der Psychiater selbst nicht mehr weiß, wer er ist? Das frage ich mich auch manchmal. Who the fuck is Baal? If you don't know me by now.&lt;br /&gt;Baal, wer bist du? Fragt mich der Analytiker. Ich lege mich in die Badewanne und antworte nicht. Ich träume.&lt;br /&gt;Bin ich so schillernd wie diese glitzernden Anzüge, die sie alle tragen oder habe ich eine Identität, eine personal identity? Die Rasterfahnder, die hinter mir her sind mögen sie kennen, sofern ich nicht durchs Raster falle. Weil ein Mörder bin ich nicht, oder? Sie sind hinter mir her. Doch die Lämmer schweigen. Ich lege mich ins feuchte Laub. Nackt. Im Wald. Allein. Ich habe den Glauben verloren, aber Antichrist bin ich nicht.&lt;br /&gt;Ein Antiheld. Verloren habe ich mich. Mein ICH habe ich verloren. Ich bins doch nur, der kleine Baal. Ich wache auf und bestell mir noch ne Flasche von diesem billigen Fusel. Wir singen, ich singe mir die Depression und den ganzen andern shit vom Leib, von der Seele. Meine Kehle ist trocken. Ich schmecke. Nichts. Das war es, mein Zeitraffer, mein Midsommernachtstraum. Die Grillen zirpen und die Sirene, sie heult.&lt;br /&gt;Dann ging alles ganz schnell. Die Polizei versteht aber auch keinen Spaß. Die Party wurde vorzeitig beendet. Schade, war doch so schon schön da im Foyer mit den anderen Zuschauern. Ich war nicht allein. Ich entschuldige mich für die Ruhestörung. Das Funkgerät knistert. Ich höre. Nichts. ICH hat den Anschluss verloren. Funkstörung. Kein Anschluss unter dieser Suchanfrage. Nur ein Surren. Mama, wo bist du? Bitte komm! Ich kann nicht mehr kommen. Sie suchen mich noch immer. Ich bin schuld. Tschuldigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BAAL &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-4037165738398973822?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/4037165738398973822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/baal-mutter-bitte-kommen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4037165738398973822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/4037165738398973822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/baal-mutter-bitte-kommen.html' title='Baal an Mutter, bitte kommen!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8619320241788035624</id><published>2010-03-15T09:10:00.000-07:00</published><updated>2010-03-18T08:20:25.239-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Ein überdimensionaler Vogelkäfig und eine Guillotine</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Malersaal, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, 05.03.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Bühnenbild versprach schon einmal viel. Ein überdimensionaler Vogelkäfig und eine Guillotine. Was das nun mit Marx und und Kluge zu tun hat, fällt mir zunächst nicht ein? Das sollte im Weiteren für mich ein Problem bleiben. Der Regisseur Kevin Rittberger verlangt seinem Publikum ein Grundwissen ab, dass nicht unerheblich ist. So sind die Anspielungen und Verweise des Stückes nicht ohne Weiteres zu verstehen, wenn man nicht eine Gewisse Vorbildung zu Marx, Kluge und Voltaire mitbringt.&lt;br /&gt;Doch zunächst wieder zum Stück. Es beginnt mit einer Videosequenz, in der ein Knetmännchen, ein Staatsbediensteter über die 68er und die Revolution fabuliert. An dieser Stelle soll einmal erwähnt werden, dass die Kostüme allesamt fantastisch waren und diese einen Großteil zum Charme des Stückes beitrugen.Die Stoßrichtung des Stückes wird schnell klar. Regisseur Rittberger benutzt Werke Kluges, um sich so Marx zu nähern und zu ergründen, was dessen Ideen sind, wie diese Umgesetzt werden könnten und erwähnt dabei auch den Utopiecharakter, der bei Marx mitschwingt. So tritt der fahnenschwenkende „Marxist ohne Hoffnung auf“, der verkündet, dass es 112 Generationen bräuchte, bis der Marxismus wirklich umgesetzt werden könnte.&lt;br /&gt;Als Form nutzte Rittberger das alte Pariser Grand-Guignol-Theater. In dieser mir bisher unbekannten Theaterform werden kurze Horrorstücke aufgeführt, wie z.B die Hinrichtung per Guillotine. So wird das Programm auch von einer zweiköpfigen Frau angekündigt. Weitere skurrile Gestalten sollten das Ensemble komplettieren. Im weiteren Verlauf des Stückes werden die zu einer Flosse zusammengewachsenen Beine einer Meerjungfrau getrennt und immer wieder „der Mann ohne Kopf“ geköpft. Dieser stellt parallel zur Exekution Überlegungen zum Marxismus an. Er fragt sich, wie lange der Marsch des Kapitalismus in das Innere des Menschen wohl noch aufzuhalten sei. Es ist dabei nicht immer einfach, gleichzeitig der Hinrichtung und den diskursiven Gedanken des Mannes zu folgen.&lt;br /&gt;Im Weiteren kommt der von Voltaire entwickelte Mikromegas auf die Erde, um sich mit den Menschen über ihr sein zu unterhalten.&lt;br /&gt;Zum Ende des Stückes fabulieren die „Monster“ über den Biokosmismus, der mir bis dahin kein Begriff war und erklimmen eine Treppe, die sie hinausführt.&lt;br /&gt;Nach dem Stück bot sich für die Besucher die Möglichkeit mit Kevin Rittberger und seiner Crew über das Stück zu sprechen, was für Leute wie mich, die das Gefühl hatten, längst nicht alles mitbekommen zu haben, sehr hilfreich war.&lt;br /&gt;Festzuhalten bleibt, dass Kevin Rittbergers „ Nachrichten aus der ideologischen Antike“ keinen allzu leichten Stoff bietet und mich auch trotz toller Kostüme und einem gelungenen Bühnenbild nicht restlos überzeugen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Patrick Rausch&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8619320241788035624?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8619320241788035624/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-uberdimensionaler-vogelkafig-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8619320241788035624'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8619320241788035624'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-uberdimensionaler-vogelkafig-und.html' title='Ein überdimensionaler Vogelkäfig und eine Guillotine'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8639794908632581919</id><published>2010-03-15T02:31:00.000-07:00</published><updated>2010-03-18T08:22:32.143-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>„Mädchen in Uniform- Wege aus der Selbstverwirklichung“ von René Pollesch</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Erst nachdem sich an diesem Donnerstagabend der rote Vorhang der Hauptbühne des Schauspielhauses öffnete und schließlich wieder schloss, wussten die gespannten ZuschauerInnen des vollen Hauses welche Intention der Regisseur René Pollesch mit seiner Interpretation des Stücks „Mädchen in Uniform“, das er frei nach Christa Winsloes Mädcheninternatsroman von 1930 inszenierte, hatte.&lt;br /&gt;Natürlich kann man sagen, dass die Spannung vor dem Genuss eines Theaterbesuchs und die Suche nach dem Sinn währenddessen bei jedem Theaterabend und insbesondere bei Premieren mitschwingt, doch die Arbeitsweise von Pollesch lässt eine besondere Neugierde zu.&lt;br /&gt;Er ist dafür bekannt, dass er während der Proben einen offenen Arbeitsstil pflegt, spontan und kurz vor den Premieren noch Textstellen ändert oder kaum Durchläufe entstehen.&lt;br /&gt;Umso aufregender und erstaunlicher sind die Ergebnisse, die eine Einheit bilden und auch ohne absolute Struktur kein Unabgerundetes oder störendes Gefühl vermitteln. Denn Irritationen und Denkanstöße waren im Stück selbst zu genüge vorhanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Öffnung des Samtvorhangs ist zunächst eine einfache Holzbühne als Hauptbestandteil des Bühnenbildes zu vernehmen, ein mit dem Rücken zum Publikum gewandter Mädchenchor in rosa Kleidern und bestückt mit jeweils einem Gewehr tanzt darauf. Kurz darauf wird ein Spiegel als Bühnenhinterwand sichtbar. In diesem spiegeln sich die die Gesichter der Theaterbesucher der ersten Sitzreihen des Parketts. Dadurch wurde die Trennung zwischen Bühne und Zuschauersaal geöffnet, der Raum wird durch das Bühnenbild Bert Neumanns insgesamt geweitet. Spiel und Realität mischen sich, die Gedanken beim Zuschauen sind nicht nur auf die Bühnenaktion vertieft, sondern üben immer wieder Selbstreflexion. Denn im weiteren Verlauf des Stücks wird das Publikum -insbesondere durch den Chor- immer wieder direkt angesprochen und mitunter ironisch kritisiert, was meist für Lacher sorgt und teilweise als Voyeur verurteilt. Ein von Beginn an vorhandener Running-Gag, der jedoch eher tragikomisch vermittelt wird, ist der Ausruf des Mädchens und der gleichzeitige Tadel ihrer zwei Erzieherinnen sie hätte „in die falsche Richtung gespielt“. Das Publikum ist plötzlich vor und hinter der Bühne und es gibt keinen „Backstage“ mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Verwirrung des Individuums in der Gesellschaft und der Suche nach dem eigenen Platz und der Frage nach der Notwendigkeit der Selbstverwirklichung geht es in diesem Stück. Der Chor scheint den Gleichschritt zu symbolisieren, die Geborgenheit im Gleichen, die Sicherheit das gleiche gemeinsam auszusprechen. Er drückt jedoch auch etwas Groteskes aus, die Gewehre passen nicht zu den rosa Kleidern die später zu Pyjamas werden. Sie sinnieren über „realistische politische Erfahrung“ und bilden einen gewissen Gegenpol zu den beiden „Erzieherinnen“ des Mädchens.&lt;br /&gt;Auch aus der Ambivalenz der Figuren der drei Hauptdarstellerinnen könnte man eine gewisse Orientierungslosigkeit interpretieren- oder auch bloße Pragmatik.&lt;br /&gt;Von den ursprünglichen Romankonturen ist nicht viel übrig geblieben. Es werden moderne Zwänge angesprochen bzw. assoziiert, die in unserer heutigen Gesellschaft außreichend vorhanden sind. An den Universitäten steigt der Leistungsdruck enorm, an Zeit wird gespart die Intensität des Lernens wird kaum noch berücksichtigt. So entsteht zeitweise unter den Studierenden hierzulande die verzweifelte Frage wie man sich in der Blüte seiner Jahre überhaupt entfalten kann? Und soll man das tatsächlich oder ist die Möglichkeit des Gleichschritts nicht eine Wonne der Bequemlichkeit?&lt;br /&gt;Insgesamt lässt Pollesch viele Fragen offen in diesem Stück, in dem es um das Selbst, die Gesellschaft, das Theater und Freiheit geht. Doch vielleicht will er das auch. In jedem Fall wird der Zuschauer eingeladen sich zu konzentrieren und sich zwischenzeitlich vielleicht auch einen intimeren Raum zu wünschen -obgleich dann der Effekt des „in die falsche Richtung spielen“ geringer ausfallen würde. Eventuell ist es auch ein Stück, welches einen zweiten Besuch lohnt um zu erkennen, was man wie verstanden hat und Lücken zu schließen und auch zu genauer definieren zu können, was man an diesen nur ca. 60 Minuten konkret zu kritisieren hat. Alles in allem scheint vieles nämlich nicht sofort greifbar.&lt;br /&gt;Es war jedoch ein Abend der Spaß gemacht hat, ohne bloß unterhalten zu werden. Die Choreografie des Chors samt Musik hat für Abwechslung gesorgt. Zudem vermittelt Sophie Rois, auch dank ihrer speziellen, schelmenhaften Stimme Lebendigkeit.&lt;br /&gt;Des Publikums Beifall für das reine Frauenensemble lässt auf einen weiteren künstlerisch-eigenartigen Polleschabend schließen, den es sich anzuschauen lohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lea Toporan&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8639794908632581919?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8639794908632581919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform-wege-aus-der_15.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8639794908632581919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8639794908632581919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform-wege-aus-der_15.html' title='„Mädchen in Uniform- Wege aus der Selbstverwirklichung“ von René Pollesch'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8794880197188049465</id><published>2010-03-15T02:26:00.000-07:00</published><updated>2010-03-18T08:22:48.008-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>„Nachrichten aus der ideologischen Antike“ von Kevin Rittberger</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nachrichten aus der ideologischen Antike. Bereits der Titel des Stücks weckt interessante Assoziationen und doch weiß man nicht so recht, was man sich darunter vorstellen soll.&lt;br /&gt;Insofern saß ich etwas skeptisch und unvorbereitet im Malersaal und war gespannt. Gespannt darauf zu erfahren welche Inhalte vermittelt werden würden und beantwortet zu bekommen was Horror denn bitteschön mit Marx zu tun hat?!&lt;br /&gt;Die „Nachrichten aus der ideologischen Antike“ sind ursprünglich ein mehrstündiges Filmwerk von Alexander Kluge, welches Karl Marx und insbesondere die Theorien seines Kapitals thematisiert und durch viele Interviews analysiert.&lt;br /&gt;Diesen Film, an welchem auch einige Schauspieler des hiesigen Stücks beteiligt waren, setzt Kluge nun mit Elementen des Grand- Guignol um. Das Grand- Guignol war eine Theater in Paris, das zwischen 1895 und 1962 insbesondere durch grotesk-triviale Horrorstücke erfolgreich war. Letztlich wurde es geschlossen, da die Inszenierungen nach dem zweiten Weltkrieg als pietätlos aufgefasst wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem einleitenden Animationsfilm, in dem eine Knetpuppe die Hauptrolle spielt, und wenigen Szenen wurde deutlich, dass an diesem Montagabend ein gutes Theaterstück serviert wird, das allerlei zu bieten hat. Auch vieles, was nicht immer innerhalb eines Stücks so gut harmoniert: Horror, Unterhaltung, Verweise auf historisch wertvolle Texte, politische Anspielung und einen Musiker auf der Bühne.&lt;br /&gt;In der linken Ecke ist ein riesiger Käfig mit einem Vogelbewohner -gespielt von Samuel Weiss- rechts ein Spiegel. Hin und her tummeln sich ein Arzt mit seiner Operationsliege, die Meerjungfrau und der Mann ohne Kopf sowie die Frau mit den zwei Köpfen.&lt;br /&gt;Der Verlauf des Abends erfolgt episodisch, das passt auch zum Schreibstil Alexander Kluges. Er arbeitet mit Montagetechniken, die eine kugelförmige Dramaturgie erlauben, wie es hinterher im Publikumsgespräch erläutert wurde.&lt;br /&gt;In den unterschiedlichen Episoden werden Operationen durchgeführt, der Mann verliert seinen Kopf -sogar einige Male hintereinander- und der Vogel wird erstochen, Blut spritzt. Doch neben diesen grotesken Horrorszenen geht es stets darum Inhalte zu vermitteln, große Worte zu zitieren und die Hoffnung auf den Sinn der Utopie zu bestärken. Dadurch werden beim Zuschauer zu genüge Assoziationen geweckt und er wird mitgenommen auf eine gedankliche Reise, teilweise unterstützt, teilweise gestört durch den Horror. Der Inhalt all dessen lässt sich schwer zusammenfassen, es ist vielmehr ein Erlebnis mit intellektueller Unterfütterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt ist es ein außergewöhnlicher Theaterabend mit guten SchauspielerInnen und tollen Kostümen, der dynamisch und unterhaltend abläuft, dabei jedoch nicht ins Banale fällt. Auch wird man Neugierig auf Kluges Bücher und Filme und merkt hin und wieder, dass eine Vorablektüre an einigen Stellen nicht geschadet hätte.&lt;br /&gt;Zwischenzeitlich wünscht man sich bei den Proben dabei gewesen zu sein, auch um zu verstehen warum gewisse Dinge genau so in Szene gesetzt wurden.&lt;br /&gt;Durch die vielen unterschiedlichen Facetten wurde wieder ins Gedächtnis gerufen und hinzugelernt was Theater alles sein kann und wie es mitunter früher gewesen ist.&lt;br /&gt;Gleichzeitig wird der innere Appell etwas lauter, sich endlich gründlicher und passend zur Wirtschaftskrise mit dem „Kapital“ auseinander zusetzen und auch mehr von Kevin Rittberger, wie etwa „Hunger nach Sinn“ anzuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lea Toporan&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8794880197188049465?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8794880197188049465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/nachrichten-aus-der-ideologischen_15.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8794880197188049465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8794880197188049465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/nachrichten-aus-der-ideologischen_15.html' title='„Nachrichten aus der ideologischen Antike“ von Kevin Rittberger'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7565413685547320953</id><published>2010-03-15T02:23:00.000-07:00</published><updated>2010-03-18T08:22:59.701-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gehen - Bleiben'/><title type='text'>Aushalten oder Aufgeben</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Gehen – Bleiben, Regie: Martin Oelbermann, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Kantine, 12.03.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll er gehen oder soll er bleiben, das fragt sich der Schriftsteller Viktor Klemperer in seinen Tagebuchnotizen immer wieder und immer dringender. Als Sohn eines Rabbiners, jedoch in einer Mischehe mit einer Arierin, Eva, lebend, erlebt er den beginnenden Nationalsozialismus und schließlich den Krieg. Von Kampf und Aufstand ist bei ihm keine Rede, eher vom krampfhaften Versuch, sein Eheleben im erworbenen Haus mit seiner Frau Eva aufrechtzuerhalten. Bleiben bedeutet Resignation, doch zum Gehen ist er zu viel Nationalist, selbst als Jude.&lt;br /&gt;Es ist ein besonderer Theaterabend. Er ist sehr direkt, sehr unmittelbar, obwohl man ein solches Thema doch schon hundertmal in den unterschiedlichsten Varianten gehört haben will. Was macht diesen Abend besonders? Hauptsächlich ist es die großartige Leistung von Schauspieler Michael Prelle. Er spielt Viktor Klemperer mit seiner lyrischen Sprache so nah und echt, dass man während der eineinhalb Stunden dauernden Vorstellung gebannt an seinen Lippen hängt. Mit so viel Leben gespielt, macht einen die Geschichte doch traurig. Traurig vor allem daher, dass man so gut nachvollziehen kann, weshalb man gegen die scheinbare Übermacht der Nazis sich nicht erhebt, weshalb man erträgt und aushält. Bewundert werden die Helden, die Zivilcourage beweisen und nicht selten für ihre Idee ihr Leben lassen oder auswandern und von außen versuchen durch Schriften und Werke zu verändern. Viktor Klemperer ist nicht solch ein Held und hat vielleicht nur deshalb überlebt. Ratlosigkeit zeichnen seine Schriften, selten Wut oder Sarkasmus. Und traurige Ironie folgt, als ihm von Anfang an die äußerlichen Parallelen zwischen der Regierung der Nazis und der DDR auffällt.&lt;br /&gt;Es ist ein Theaterabend, der Ehrlichkeit zeigt. Ehrlichkeit eines Mannes, der nicht aufsteht gegen Ungerechtigkeit, der sich lieber duckt, nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Ratlosigkeit. Ein Mann, der bleibt, statt zu gehen. Und es bleibt die Frage zurück, die jeder für sich aufs Neue ehrlich beantworten muss. Ob man selbst gegangen oder geblieben wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7565413685547320953?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7565413685547320953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/aushalten-oder-aufgeben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7565413685547320953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7565413685547320953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/aushalten-oder-aufgeben.html' title='Aushalten oder Aufgeben'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1951877988739967486</id><published>2010-03-15T02:21:00.000-07:00</published><updated>2010-03-18T08:23:15.034-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Wunder von Schweden'/><title type='text'>Jag älskar IKEA!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Das Wunder von Schweden, Regie: Erik Gedeon, Deutsches Schauspielhaus Hamburg , 10.03.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er verschafft gute Laune, dieser Theaterabend, keine Frage. Hinterher beschwingt, ein Lied auf den Lippen verlässt man das Theater, in Gedanken bei den Liedern, weniger bei den Texten oder dem Inhalt. „Das Wunder von Schweden“ hat den tapferen Versuch gestartet mit dem Kapitalismus auf seine Art und Weise umzugehen. Weder soll er geleugnet, noch durch wütende Sprechchöre bekämpft, sondern schlicht weggesungen werden. Ob das funktioniert?&lt;br /&gt;Im „Wunder von Schweden“ wird ausschließlich mit Gesang und Musik gearbeitet, kein einziger gesprochener Monolog, keine trockener oder angeheizter Dialoge ohne Musik. Ständiges Mittel: Satire und Ironie. „Das Wunder von Schweden“, welches den anderen Namen „IKEA-Musical“ trägt hat ein unglaubliches Potential nicht nur satirisch mit den Figuren und dem Thema Kapitalismus umzugehen, sondern mit der Form des Musicals selbst. Begann das Stück auch mit einem pathetischen Choral, so wurde die Stimmung wenig später durch Mimik, Texte und Arrangement der folgenden Lieder gebrochen. Anstrengend daran war, dass das Mittel einer Satire die Extreme sind. Auf Verzweiflung folgt Triumpf, folgt Verrat, folgt Errettung. Die Ernsthaftigkeit eines Inhalts läuft bei einem solchen Handlungsablauf leicht Gefahr, vergessen oder zu flach zu geraten. Interessant war der Moment als es kippte. Gerade feiert der Gründer IKEAs Ingvar Kamprad, gespielt von Andreas Grötzinger, verkündigt alles Geld in Stiftungen stecken zu wollen und sich für Klima- und Umweltschutz engagieren zu wollen, als ein außenstehender Konkurrent Kamprads, gespielt von Tim Grobe, enthüllt, dass selbst dieser so auf soziale Gerechtigkeit bedachte Kamprad ein Anwesen in Schweiz, ein Weingut in Frankreich besitzt und obendrein in der NS-Zeit mit der Idee des Faschismus gespielt hatte. Der Kapitalismus, so ist er eben. Es folgt der Niedergang des IKEA Gründers, woraufhin man gleich wieder alles bedauert und meint, das mit dem Faschismus habe er bestimmt nicht so gemeint. Es ist das einzige Mal, als das Auflachen aus dem Zuschauerraum nicht fröhlich, sondern angestrengt wirkt.&lt;br /&gt;Ist es also nur ein flaches, lustiges Musikstück ohne inhaltlichen Tiefgang? Das glaube ich nicht. Es lässt einen lachen, dieses Musical, über sich selbst, über die Figuren, über den Kapitalismus. Und vielleicht bekämpft man ihn damit am besten: mit guter Laune, Ironie und wunderbarer Musik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1951877988739967486?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1951877988739967486/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/jag-alskar-ikea.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1951877988739967486'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1951877988739967486'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/jag-alskar-ikea.html' title='Jag älskar IKEA!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8791911431881369347</id><published>2010-03-12T06:49:00.000-08:00</published><updated>2010-03-15T09:29:45.473-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung von René Pollesch frei nach Christa Winsloe</title><content type='html'>&lt;object width="512" height="322"&gt;&lt;param name="movie" value="http://d.yimg.com/static.video.yahoo.com/yep/YV_YEP.swf?ver=2.2.46"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="AllowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#000000"&gt;&lt;param name="flashVars" value="id=18470842&amp;amp;vid=7097226&amp;amp;lang=de-de&amp;amp;intl=de&amp;amp;thumbUrl=http%3A//l.yimg.com/a/p/i/bcst/videosearch/13688/103450428.jpeg&amp;amp;embed=1"&gt;&lt;embed src="http://d.yimg.com/static.video.yahoo.com/yep/YV_YEP.swf?ver=2.2.46" type="application/x-shockwave-flash" width="512" height="322" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" bgcolor="#000000" flashvars="id=18470842&amp;vid=7097226&amp;lang=de-de&amp;intl=de&amp;thumbUrl=http%3A//l.yimg.com/a/p/i/bcst/videosearch/13688/103450428.jpeg&amp;embed=1"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.video.yahoo.com/watch/7097226/18470842"&gt;&lt;/a&gt;auf &lt;a href="http://de.video.yahoo.com/"&gt;Yahoo! Video&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8791911431881369347?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8791911431881369347/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/auf-yahoo-video.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8791911431881369347'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8791911431881369347'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/auf-yahoo-video.html' title='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung von René Pollesch frei nach Christa Winsloe'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1461327133456441311</id><published>2010-03-12T06:07:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:23:50.536-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Ich bin der Welt abhanden gekommen</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Nachrichten aus der ideologischen Antike, Regie: Kevin Rittberger, Malersaal, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 01.03.2010&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Greifbar ist mir dieser Theaterabend im Malersaal noch nicht. Es ist eher ein Gefühl, als ob man versucht hätte, aus dem kosmischen Rauschen eine Nachricht herauszufiltern und diese Nachricht deshalb so seltsam und teilweise auch unverständlich erscheint, weil sie entweder aus längst vergangenen oder zukünftigen Zeiten stammt.&lt;br /&gt;Ein kleiner Planet fliegt vorbei und nimmt für wenige Minuten Kontakt zur Erde auf und ist dann wieder verschwunden. Nun fragt sich natürlich, was geht es uns in unserer Zeit auf unserer Erde an? Durch die Kombination von Texten von Alexander Kluge, Voltaire und Marx hat sich der Regisseur Kevin Rittberger nicht gerade die leichtesten Autoren herausgesucht. Doch anstatt eines trockenen Theorieabends erwarten einen groteske Bilder, tief gehende Texte verbunden mit Klamauk und Satire, verrückte Kostüme und ein unglaublich faszinierendes Bühnenbild. Erwähnenswert ist der riesige Vogelkäfig auf der linken Seite, aufsehenerregend auch die kleinere Version einer Guillotine und dann sind da natürlich die Charaktere. Alle an das Gran Guinol Theater in Paris Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt sieht man einen sich immer wieder selbstbekämpfenden siamesischen Zwilling – grandios gespielt von Ute Hanning –, einen verrückten Professor - gespielt von Lukas Holzhausen, bei welchem man auf Grund der schulterlangen Haare und der Brille doch oft an Otto denken musste -, den Mann ohne Kopf (Felix Kramer), die unglaublich bewegungsfreudige und grazile Meerjungfrau (Marie Leuenberger) und zum Schluss Samuel Weiss als urkomischer Vogel im Vogelkäfig, der schon mal einen Fön gebrauchen muss, um sich aus seiner Kältestarre zu lösen.&lt;br /&gt;Diese Figuren wurden mir im Laufe des Abends greifbar, doch die Texte von Alexander Kluge nicht. Gewiss, sie zeugen von großer Tiefe, ja, vielleicht sogar Weisheit, aber ich war viel zu sehr mit dem Geschehen auf der Bühne als mit dem Inhalt beschäftigt. Vielleicht erfordert es da mehr aktive Teilnahme im kosmischen Alltag, um sich seiner bloßen Sinnesorgane zu entledigen und den Abend als Ganzes zu sehen: Als kosmisches Rauschen irgendwo im Weltraum in einer Zeit, die sicher schon war und vielleicht noch kommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1461327133456441311?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1461327133456441311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ich-bin-der-welt-abhanden-gekommen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1461327133456441311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1461327133456441311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ich-bin-der-welt-abhanden-gekommen.html' title='Ich bin der Welt abhanden gekommen'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5348890207274913331</id><published>2010-03-12T06:05:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:21:06.931-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Baumeister Solness'/><title type='text'>Türme, Türme und schwindelnde Höhen?</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Baumeister Solness, Regie: Martin Kusej, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 3.3.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wenn das Haus fertig ist, so kommt der Tod“. Dieses Sprichwort hatte schon in den Buddenbrooks eine zentrale Bedeutung, doch an diesem Theaterabend versucht der Baumeister Solness alles daran zu setzen, diesem scheinbar sicheren Tod zu entkommen. Er kämpft. Gegen sich, gegen seine Begierden, gegen die Einsamkeit, gegen die Zweisamkeit mit seiner Frau und vor allem kämpft er mit der Jugend, die in Person der jungen Hilde Wange an seine Tür klopft. Der Kampf ist nicht einfach und das Zuschauen ebenso wenig. Durch Blackouts und Szenenwechsel aus dem Fluss gerissen, muss man als Zuschauer immer wieder von neuem den Faden aufnehmen, wo sind wir, wann sind wir? Dauert der Umbau nur länger oder ist das jetzt der Schluss?&lt;br /&gt;Es ist ein gewisses Gefühl der Unzufriedenheit, welches sich im Laufe des Stückes aufbaut und welches ich mitnehme.&lt;br /&gt;Die Leistung der Schauspieler war sehr gut, besonders betonen muss man da Werner Wölbern als Solness und Katharina Schmidt als Hilde Wange, doch die dringende Frage bleibt: Was will mir dieser Solness sagen? Und wogegen genau kämpft er denn im Endeffekt? Gegen das Schicksal und dem ihm im Nacken sitzenden Teufel und das schlechte Gewissen? Kämpft er gegen den offenbar nicht glücklichen Umstand seiner Ehe oder sucht er nach Glück, nach Lebensfreude? Solness ist sich und mir abhanden gekommen im Paletten-Häuser-Meer (tolles Bühnenbild von Martin Zehentgruber). Im Laufe der Inszenierung arbeitet Regisseur Martin Kušej viel mit Standbildern, welche die Beziehungen der Figuren untereinander durch einfache Mittel klar zeigte. Doch hoben diese Bilder die Geschichte auch auf eine sehr künstliche Ebene, so dass ich selten das Gefühl hatte, dass das Geschehen mich, den Zuschauer, aber auch mich persönlich anginge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5348890207274913331?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5348890207274913331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/turme-turme-und-schwindelnde-hohen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5348890207274913331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5348890207274913331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/turme-turme-und-schwindelnde-hohen.html' title='Türme, Türme und schwindelnde Höhen?'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-1939614541367678274</id><published>2010-03-12T06:04:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:24:09.201-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Das Käthchen von Heilbronn'/><title type='text'>Ein Traum in schwarz/weiß</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Was passiert, wenn man viel Nebel, viel athmosphärische Musik, viel Gespür für ein geniales Bühnenbild, etwas Video, einen Chor, viel Emotion und viel Kleist miteinander verbindet? Nicht unbedingt viel, es sei denn der Regisseur heißt Roger Vontobel, die Bühnenbildnerin Claudia Rohmer, Annette ter Meulen entwirft ein stimmungsvolles Lichtkonzept und für Musik und Video zeichnet Immanuel Heidrich verantwortlich. Wenn dannn noch ein Chor voller Schauspielnachwuchs unter der Leitung von Marc Aisenbrey wunderschön sakral singt und mit verbalen Attacken aus dem Zuschauerraum interveniert; wenn dann auch noch die weibliche Spitze des Schauspielhaus-Ensembles, Jana Schulz und Julia Nachtmann, mitspielen und -singen, Michael Prelle als Käthchens Vater uns vor der Haustür abholt und sein Innerstes überzeugend nach außen kehrt, dann ist die Mischung nahezu perfekt. Obwohl; "nobody is perfect".&lt;br /&gt;Hier und da ein paar Kürzungen und der Verzicht auf eine Pause hätten diesem "Kätchen von Heilbronn" sicher nicht geschadet und die ohnehin schon konzentrierte Inszenierung noch mehr verdichtet und auf den Punkt gebracht. Ansonsten gab es viel Außergewöhnliches, bzw. der Zuschauer bekam es förmlich zu spüren: Das Kartenhaus, der Traumpalast stürzt ein und wir werden von einer heftigen Windböe erfasst. Kurz darauf hebt sich das soeben gefallene Dach in eine atemberaubend steile Schräge, die Fallhöhe wird nach oben geschraubt. Dieses reduzierte, multifunktionale Bühnenbild beschränkt sich farblich größtenteils auf Weiß und Schwarz. Die Inszenierung betreibt hingegen alles andere als Schwarzweißmalerei. Das gesamte Ensemble weiß bedingungslos zu überzeugen, zu berühren. Laute Techno-Musik folgt ernüchternder Stille. In der wohl leisesten Szene ist die Rede von einem Jungen, der weinend aufwacht. Jedoch nicht weil er schlecht geträumt hat, sondern weil sein Traum so schön war und niemals wahr werden wird.&lt;br /&gt;Dieser Theatertraum war auch zum Weinen schön.&lt;br /&gt;Zum Schluss dann: Black. Und das Publikum ist noch so somnambul paralysiert, so eingenommen, dass keiner zu klatschen wagt. Bloß nicht aus diesem Traum aufwachen. Doch dann schwillt der Applaus an und man möchte einfach nur sagen: Danke!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;J.S.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-1939614541367678274?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/1939614541367678274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-traum-in-schwarzwei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1939614541367678274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/1939614541367678274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-traum-in-schwarzwei.html' title='Ein Traum in schwarz/weiß'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2127144656290358364</id><published>2010-03-12T06:00:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:24:23.121-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Mit dem Rücken zum Publikum</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Was war da los? Der kreative Kritiker geht ins Theater, um sich inspirieren zu lassen, erfährt jedoch, dass er sein eigenes Stück ins Laptop tippen soll. Somit wird auch der Autor dieses Textes gewissermaßen Mitautor am Ganzen. Das inspirierte Individuum wird Teil des Kollektivs. Im Theater tritt dieses Kollektiv in Form eines Chores auf: Mädchen in rosa Uniformen. Und das MetaStück des Kritikers ohne Spiralblock beginnt:&lt;br /&gt;Chor: Die Universität ist eine Bildungsfabrik. René (Achtung, Zitat!): „Alle denken: Seele! Und: Scheiße, dass man nichts sieht.” Kritiker: Ja, was sieht man, wenns am Publikum vorbeigeht, vorbeizischt? Oder war ich zu langsam/blöd? Gouvernante/Richard/Romeo/Rois: Mit dem Rücken zum Publikum! Hilfe, es gibt kein Backstage. Bin ich eine exaltierte Künstlerin, bzw. wie werde ich zu einer? Hm, mal in den Chor hineinhorchen. Kritiker: Wirklich phänomenal, diese Intonation, die Phrasierung, dieser Kontrapunkt. Ein Lob an Chorleiterin Christine Groß! Überhaupt der Chor: Sicher das Highlight des Abends. Chor: JUU-Ra! UNIversität! Universales Kollektiv! UNIform!&lt;br /&gt;Unique, einzigartig war dieser Abend allemal. Alle haben mal was gesagt und sei es mit französischem Akzent. Zum Glück bin ich hier ja nicht gleichgeschaltet wie an der Uni, muss also nicht auf Fußnoten oder Quellenangaben achten, nicht auf verblichenen Disketten abspeichern. Und ich frage mich, bin ich noch im Theater oder schlafe ich schon? Bühne oder Backstage? Kunst oder Realität? Hab ich vergessen, hätte wohl doch zwischenspeichern solln. CUT&lt;br /&gt;Was war auffällig an diesem Pollesch? Keine Kamera, kein “Reality-Affairs” für den Bildungsbürger. Der Zuschauer sieht sich zwar wie einst im Kabinett museal gerahmt im Spiegel des klugen Bühnenbilds von Bert Neumann (die Rückseite einer in den Zuschauerraum ragenden Bühne), doch wird uns auch wirklich ein Spiegel vorgehalten? Wohl eher eine (museale?) Haltung:&lt;br /&gt;Das konservative Theater interessiert mich nicht, keine Handlung, keine Psychologie. Ich will nicht berührt werden, nicht berühren.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Entertainment: Ich bin Boulevard, ich bin Klamauk, bin intelligent, nicht platt, intellektuell, schau, schau, nicht altklug, nicht selbsverliebt, nur -reflexiv, das ist ein universaler Unterschied!&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;Die Souffleuse kurbelt den Vorhang der Bühne auf der Bühne auf und zu. Doch nicht nur die Kurbel dreht sich, auch der Abend dreht sich redundant im Kreis. Ein Repetierfaktor mit Wiedererkennungswert. In gewisser Weise wirkt das Pollesch-Theater wie eine sprichwörtliche Bildungs-Fabrik. Die Maschinerie Theater für alle sichtbar offengelegt. Aller Semantik, Gräten und roter Fäden beraubt.&lt;br /&gt;Chor wie ein verlangsamtes Repetiergewehr: Die Universität ist eine Bildungsfabrik. Studiert JURA! Der internationale Gerichtshof hat alle Hände voll zu tun, um den internat-ionalen Anzeigen nachzugehen, da braucht es Juristen. Wollte mir der Chor das sagen? Man weiß es nicht! Eine von vielen, sicher absichtlich gesetzten Leerstellen im polarisierenden Theater des René Pollesch.&lt;br /&gt;Chor: BildungsFabrik! Kritiker: Ein-bildung wäre eine Imagination, doch die verweigert Pollesch. So bleibt es bei der Bild-ung. Ein Abend, von dem sich jeder selbst sein Bild machen kann.&lt;br /&gt;Das Publikum, die Fans, die traute Theatergemeinde applaudiert frenetisch, bis auf ein paar verhaltene Buhrufe für die aufgezeigten Wege aus der Selbstverwirklichung. Und ich möchte schreien: Scheiße, war das intellektuell! Oder: Scheiße, war das langweilig! Ich weiß es nicht. Scheiße!!! BLACK&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;J.S. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2127144656290358364?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2127144656290358364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/mit-dem-rucken-zum-publikum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2127144656290358364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2127144656290358364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/mit-dem-rucken-zum-publikum.html' title='Mit dem Rücken zum Publikum'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-7000298318539290399</id><published>2010-03-12T05:58:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:24:34.721-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Pollesch, Rois und Mädchenbataillon liefern lupenreines Entertainment!</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Das abgeschaffte Backstage, das Nicht - Entscheiden können zwischen der Beziehung mit Einzelwesen und der mit einer Gruppe. Die Wirrnisse der maschinell anmutenden Produktion von Wissen und Persönlichkeit in einem ständigen Wechsel von hier drinnen und da draußen. Kennt das damit einhergehende Gefühl von Verwirrung nicht fast jede(r) von uns? – Die Identifikationslacher des Publikums lassen erkennen: Das kennen viele! Natürlich bringt es im echten Leben niemand so gnadenlos gut auf den Punkt, wie Sophie Rois es auf der Bühne tut. Und auch das Mädchenbataillon als entindividualisierter Gegenpart, das mit pointierten Parolen Paroli bietet, liefert eine Menge Anschauungsmaterial für Assoziationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor der Vorstellung an der Garderobe beraten sich zwei Premieren-Publikum-Ladies jenseits der 60 über das Bevorstehende: „Nach dem, was man so hört, können wir uns auf einiges gefasst machen!“ – „Oh ja, oh ja, der Pollesch ist ein Wilder!“ – „Aha, soso, hört, hört!“&lt;br /&gt;Na, wenn Sie vorhatten, mit Erwartungen zu brechen, muss ich Sie enttäuschen, Herr Pollesch. Das wäre fehlgeschlagen. Das Publikum erwartete einen Abend jenseits konventioneller Beurteilungskriterien. Es erwartete ein Stück, das neue Impulse für eine alte Überlegung liefert. Die ewig aktuelle Auseinandersetzung mit der eigenen Identität im gesamtgesellschaftlichen Kontext wollte Alt und Jung hier neu belebt wissen. Diese Erwartung war nicht unbegründet, denn was bereits im Titel ein Konglomerat aus Altem und ironisierendem Neuen trägt und von einem derart innovativen Regisseur inszeniert wird, wie Pollesch es ist, verspricht ein Theatererlebnis zu werden, das philosophische, politische und (post)historische Themen auf intelligente und witzige Weise vermengt, vermischt und vorführt. Das wiederum ist ausdrücklich gelungen!&lt;br /&gt;Dass das Entertainment auch nach der Vorstellung fortwirkt, zeigen Gespräche im Anschluss an das Stück. Ein älterer Herr erzählt auf der Premierenfeier, dass er seinen Aquarellkurs jetzt in einem völlig neuen Licht betrachtet und eine junge Frau gibt zu, dass sie jetzt doch kein eigenes Theaterstück mehr ins Laptop tippen wird, weil sie sich beim inspiriert Glotzen erwischt fühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben der guten Unterhaltung blieb bei vielen Gästen das Gefühl, das Stück sei zu kurz, wenn auch inhaltlich gefüllt genug. An der Stelle gelang der Bruch mit Erwartungen dann doch. Man geht nach diesem Abend nicht mit einer fertigen Empfindung nach Hause, sondern mit der Spannung, die durch Kurzweil in Kombination mit dramaturgischer Dichte entsteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christina Schäfers&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-7000298318539290399?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/7000298318539290399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/pollesch-rois-und-madchenbataillon.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7000298318539290399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/7000298318539290399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/pollesch-rois-und-madchenbataillon.html' title='Pollesch, Rois und Mädchenbataillon liefern lupenreines Entertainment!'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8639456021746112471</id><published>2010-03-12T05:56:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:24:59.297-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung von René Pollesch</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Kurz und knackig, von Theaterstücken dieser Art bin ich ein großer Fan. Doch nicht nur die erfrischende Kürze macht Polleschs „Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung“ zu einem einmaligen Theaterabend. Tolle Schauspieler – trotz Sophie Rois‘ teilweise fast nerviger, kreischende Stimme – und ein tolles Bühnenbild. Herauszustellen ist der Chor, der in eindrücklicher Weise Gleichschritt, Uniformierung und gleichzeitig genau das Gegenteil, nämlich Selbstverwirklichung, darstellt. Tolle Arbeit auch von Seiten der Dramaturgie. Alles sehr stimmig. Ich mag die Idee sehr, die Theorie rund um das Theater und Fragen nach beispielsweise der Kontrolle des Schauspielers über die Figur und nach der Gradwanderung zwischen Schein und Sein, die mit diesem Beruf einhergeht, auf der Bühne selbst zu thematisieren. Allein der Spiegel auf der Bühne gibt dem Stück eine theoretische Facette, die ich bei vielen anderen leider oft vermisse. Ich bin mit einem tollen Gefühl nach Hause gegangen, an- und aufgeregt durch die vielen Denkanstöße, die Pollesch dem Zuschauer gibt. Er hat es geschafft, mir eine besondere Art von Realität zu vermitteln, sodass ich bis zu dem Zeitpunkt, als ich das Theater verließ, nicht wirklich wusste, ob das Stück zu Ende ist, oder ob ich gerade Teil der Ausweitung des Bühnengeschehens auf das Publikum bin. Meiner Meinung nach wäre es nur konsequent gewesen, hätte der vermeintliche Schlussapplaus noch zum szenischen Geschehen gehört. So hatte das Konzept voll aufgehen können und der Blick des Zuschauers wäre komplett auf sich selbst und sein Verhalten zurückgefallen. Auch wenn ich es schade finde, dass Pollesch sich das hat nehmen lassen (vielleicht erachtete er es einfach als zu platt?), war der Abend großartig und unter all den Stücken, die ich bis jetzt gesehen habe, ziemlich einmalig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frederieke Köver&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8639456021746112471?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8639456021746112471/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform-wege-aus-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8639456021746112471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8639456021746112471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform-wege-aus-der.html' title='Mädchen in Uniform – Wege aus der Selbstverwirklichung von René Pollesch'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2227265503956716852</id><published>2010-03-12T05:54:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:25:12.564-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Vor lauter Individualität tragen wir Uniform</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Es gibt ein Bild von Eduard Manet, das „Eine Bar in den Folies-Bergère“ heißt. Auf den ersten Blick ist nicht klar erkenntlich, in welcher Raumkonstellation das Individuum und die feine Gesellschaft zueinander stehen. Der Betrachter wird gelinkt, denn was Manet hier malte, war die Szene vor einer Spiegelwand. Mit diesem Wissen verschiebt sich die ganze Wahrnehmung der Betrachtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer den Weg zum Schauspielhaus wagt, um „Mädchen in Uniform“ zu sehen, wird selber Teil eines lebendigen Kunstwerkes. Auf der Bühne steht ein riesiger Spiegel, der dem Publikum sein Antlitz zeigt – doch nicht nur diesem, sondern auch Sophie Rois, die darüber völlig das Richtungsgefühl verliert. Nichts ist mehr da, wo es hingehört, wenn das Publikum auf der Bühne sitzt. Rois spielt die Fassungslose, als sie in den Glauben gerät, mit dem Rücken zum Publikum gespielt zu haben.&lt;br /&gt;Sie verliert das Richtungsgefühl, der Zuschauer gewinnt ein neues Raumgefühl. Über kurz oder lang ist aber der Betrachter es, der in Anbetracht schneller, von Witz und Ernst gespickten Dialogen, bei denen schwer zu unterscheiden ist, wo Ironie anfängt und wo sie aufhört, die Orientierung verliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 60 Minuten kurze Inszenierung von René Pollesch befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Womöglich mit der Beziehungslosigkeit zwischen beiden. Der Untertitel „Wege aus der Selbstverwirklichung“ erinnert an das Paradebeispiel zur Erklärung des Paradoxons: „Vor lauter Uniformität tragen sie Uniform“. Diese Assoziation liegt nicht fern, sobald das Stück beginnt.&lt;br /&gt;Dann zieht nämlich ein Bataillon kritisch gegen die Gesellschaft und deren Trend, alles zu individualisieren, in den Krieg. Ein Bataillon von ganz ungewohnter Art. In ungewohnter Uniform. Ein Bataillon in rosa Kleidern zu roten Stöckelschuhen. Den Kampf im Chor mit Worten und ökonomisch wirkenden Choreographien auf einer Bühne austragend, hölzern wie die Gewehre des Frauenbataillons, eingerahmt von einem blau-weiß karierten Vorhang, der wie die niedlichen Gardinen in einem Puppenhaus anmutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rasch kommt die Frage auf, wer hier Uniform trägt. Dem Stück nach zu urteilen, sind wir es.&lt;br /&gt;"Das Publikum sitzt im Zuschauerraum in Reih und Glied, um sich ganz individuell inspirieren zu lassen", bemerkt der Chor harsch. Laut ihm verkenne das Individuum seinen Gleichschritt, jeder Versuch in die Selbstverwirklichung ist ein Weg ins Gegenteilige, in die Totalisierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Stück besteht aus Wortattacken wie diesen, die sich die Schülerin Manuela mit dem ein Einzelwesen darstellendem Chor liefert, die beiden Lehrerinnen sind Schlagwortgeberinnen. Der Zuschauer muss dem Geschehen hochkonzentriert folgen, um bei dem hohen Tempo der Dialoge und Gedankensprünge in Reih und Glied sitzend den Sinn der Worte herauszufiltern. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, zeigt, dass es im Nachhinein schwer zu sagen ist, an welchem Ort und zu welcher Zeit das Stück anzusiedeln ist, da sowohl veraltete Gedanken als auch hochaktueller Stoff verwoben verarbeitet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wird der Betrachter wie die Hauptdarstellerin Sophie Rois proklamieren wollen: "Moment mal! Ich hab die Richtung verloren!". Der verwirrte Geist des Zuschauers kann sich jedoch regelmäßig erholen, wenn der Chor sein militärisches Ballett zum Besten gibt und sich daran erinnern, was Sophie Rois am 25.2.2010 in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt zugab: "Es gibt nichts zu interpretieren. Es wird alles gesagt. Allerdings ergeben bestimmte Sätze mit bestimmten Bildern etwas Drittes - und das schlägt dann in den Köpfen der Zuschauer Funken - wenn wir Glück haben." Folglich sollte die Devise beim Besuch dieses Theaterstückes wohl lauten: Augen und Ohren auf! Kein verkrampftes Suchen nach verstecktem Sinn und keine allzu beliebten Überinterpretierungsarien betreiben, sondern vielleicht einfach den klugen Witz genießen und trotz aller Kritik, die dort an uns als Teil der Gesellschaft geübt wird, lachen dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathrin Dittrich&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2227265503956716852?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2227265503956716852/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/vor-lauter-individualitat-tragen-wir.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2227265503956716852'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2227265503956716852'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/vor-lauter-individualitat-tragen-wir.html' title='Vor lauter Individualität tragen wir Uniform'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5497665529873916822</id><published>2010-03-12T04:26:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:25:30.522-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Mädchen in Uniform</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Oh wow! Ich habe noch kaum realisiert, dass das Stück begonnen hat, da hageln schon die Worte auf mich ein. Die plötzliche Flut an Sätzen über Freiheit, Selbstverwirklichung und Gesellschaftszwänge verschwimmt in Redeschwall und Akzentuierung, so dass das Ganze bald mehr wie ein Musical aus Sprechgesang wirkt. Bis man mal genauer hinhört auf das, was da gesprochen wird. Sicherlich: nicht alles von den Inhalten bleibt in so einer rasanten Inszenierung hängen, aber immer wieder dringen Fetzen durch, die mich zweifeln lassen, ob das Ganze nun mehr Gesang oder Gebrüll ist. Sowieso wird dem Zuschauer nicht viel zugeworfen, an das er sich festklammern kann. Die rustikale Bühne ragt so weit in den Zuschauerraum hinein, dass man nie ganz sicher ist, ob die zerfahrene Kommunikation, die da oben stattfindet nicht doch eigentlich dem Publikum gewidmet ist. Die Frage erübrigt sich spätestens als der Chor anfängt den Zuschauern bedrohlich zersägte Parolen zuzuwerfen. Das allein wirkt schon verstörend, dass dazwischen immer noch Choreographien zwischen Anmut und Militärparade geschaltet werden und die Mädchen in ihren Uniformen aussehen wie die Grady-Zwillinge, macht das Ganze nicht unbedingt leichter verdaulich.&lt;br /&gt;Manch ein Zuschauer flüchtet sich ins Lachen, doch auch das wirkt irgendwie nicht richtig. Trotzdem: in der Skurrilität des doppelten Bodens liegt auch ein gewisser Humor, und das ist etwas, was ich im Theater viel zu selten sehe. Dass man bei allen künstlerischen Ambitionen auch ernst sein kann, ohne sich selbst allzu ernst zu nehmen. Und genau das wirkt hier so erfrischend und macht es umso einladender, die Inszenierung mit den eigenen Gedanken zu erweitern und sich zu erschließen.&lt;br /&gt;Aber auch fern von aller geistigen Anstrengung geht das Stück auf. Die undeutliche Mehrfädigkeit ist so verstörend, dass ein mulmiges Gefühl das Mindeste ist, was im Magen zurückbleibt. Es funktioniert also auf beide Arten. Und gerade das ist das Tolle: ein Nach- und Weiterdenken, dass sich nicht anbiedert, sondern sich langsam einschleicht und dann nicht mehr&lt;br /&gt;loslässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicolai Pudimat&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5497665529873916822?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5497665529873916822/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5497665529873916822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5497665529873916822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/madchen-in-uniform.html' title='Mädchen in Uniform'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-8467874691395641917</id><published>2010-03-12T04:23:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:25:43.899-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Ein Käfig voller untoter Narren - Geschichte mal anders</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Alles beginnt mit einer Knetfiguren-Animation: Ein von Multitalent Samuel Weiss entworfenes Männchen, Ernies gelbem Freund Bert nicht unähnlich, nimmt in einer Prospektive vorweg, was sich im Anschluss auf so fantastische Weise entfalten soll. Diesen Prolog bloß als kindlich, verspielte Sesamstraßen-Ästhetik zu rezipieren, greift möglicherweise zu kurz. Es findet mehr statt. Eine Metamorphose: Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder und sampelt ein Lied. Die “Nachrichten aus der ideologischen Antike” kommen so gar nicht angestaubt, trocken oder gar langweilig daher. Ganz im Gegenteil, ein Panoptikum der Kuriositäten entfaltet in diesem kosmischen Kabinett des Manns ohne Kopf (außergewöhnlich kopflos armfuchtelnd: Felix Kramer), der siamesischen Zwillinge (ungewöhnlich anrührend: Ute Hannig), der frisch vom weiß bekittelten Dr. Wissenschaftler a.D. (urkomisch: Lukas Holzhausen) mit Messer blutspritzend operierten Nixe mit Beinprothesen (mit gelenkiger Eleganz: Marie Leuenberger), dem musikalischen Mann so ganz ohne Eigenschaften (der ausdruckslos am Mischpult einen grandiosen Soundtrack sampelnde Stefan Schneider) und last but not least dem paradiesischen Vogel (gewohnt traumwandlerisch tirillierend, zum Heulen tragikomisch: Samuel Weiss) á la commedia dell’ arte mit Maske.&lt;br /&gt;Mithilfe eines sagenhaft verspielten, spielfreudigen Ensembles gelingt Regisseur Kevin Rittberger im Malersaal ein kleines Theaterwunder. Dieses Glück, nach dem ein jeder Theatergänger so sehnsüchtig auf der Suche ist. So ein Abend mit Brüchen, wo Komik und Tragik nah beieinander liegen. Eine Inszenierung, in der es keinen klassischen medialen Konkurrenzkampf zwischen Theater, Film, Animation, Performance, Puppentheater gibt. Gemeinsam mit den Figuren schauen wir einen Film. Quasi frame in frame wird hier eine zweite Ebene erzeugt. Wir nehmen die Perspektive der Protagonisten ein und sehen eine sehr komische Parodie auf Grand Guignol. Filmisch gesprochen ein Point of View. Wir gehören dieser Truppe da vorn auf einmal mit an, werden mit hineingezogen. Ein Kunstgriff, der Kluge weiterdenkt. Da wird der “Kosmos als Kino” wörtlich genommen. Überhaupt werden alle montierten Texte als Spielball genutzt. Ein Nebeneinander entsteht, ein Füllhorn an Bildern. Bild für Bild evoziert je eigene Assoziationsmöglichkeiten und Rezeptionszugänge. You don’t have to be rich, poor, stupid, original, cool. Du kannst alles gleichzeitig sein. Alles oder nichts, Hauptsache absolut. Leben oder Tod? Du hast die Wahl. Im Theater kann sich dann eine Exekution auch schon mal unendlich oft wiederholen. Diese Gratwanderung zwischen schwarzem Humor und großer Poesie gelingt Rittberger mit großen cineastischen Bildern auf phänomenale Weise. Die Figuren vollführen einen akrobatischen Seiltanz der Andersartigen, Abartigen, Verstoßenen, Verstorbenen. Dies ist morbide, kurios, absurd, lustig, traurig, doch niemals lächerlich. Hier wird zu keiner Sekunde eine Figur verraten. Und da ist dann diese Brüchigkeit, die Naht, die sehr schnell reißen kann. Hinter der Fassade stecken womöglich eine große Leere und Einsamkeit. Der Vogel fliegt durch die Geschichte, lässt uns lachen, lässt uns fühlen. Schließlich verliert er sein Federkleid, von wissenschaftlichem Übereifer aufgesogen. Die Luft entfleucht der Geschichte. Und da stehen wir: In der nackten Realität, jeglicher Hülle beraubt. Und wir lauschen und horchen und denken und fühlen und was die Palette der menschlichen Emotionen sonst noch so im theatralischen Sortiment auf Lager hat. Bitte nochmal zurückspulen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-8467874691395641917?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/8467874691395641917/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-kafig-voller-untoter-narren.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8467874691395641917'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/8467874691395641917'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/ein-kafig-voller-untoter-narren.html' title='Ein Käfig voller untoter Narren - Geschichte mal anders'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-5830499943571908194</id><published>2010-03-12T04:21:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:25:57.230-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Mit Marx im Wunderland</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;Zeitung, Radio, Fernsehen – überall werden wir täglich mit Nachrichten überschüttet. Im Malersaal wird da kein Halt gemacht. Hier wird der Zuschauer von „Nachrichten aus der ideologischen Antike“ unterrichtet.&lt;br /&gt;Was fundamental und skurril klingt, ist es auch.&lt;br /&gt;Die Bühne wird von Menschen eingenommen, die eher als Wesen zu bezeichnen sind und erinnern somit teils an andere Nachrichten aus der Antike, die klassischen Sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Anblick eines zum Vogel gewordenen Professors, der in einer riesigen Voliere schaukelt, einer hüpfenden Meerjungfrau, eines übergroßen Mannes zunächst noch mit, später ohne Kopf, eines Siamesischen Zwillings und eines irrsinnig wirkenden Arztes, den Ideen von Marx Leben einhauchen wollen, untermalt von fein abgestimmter Musik, die an einem Mischpult erzeugt wird, welches wie eine verkabelte Bombe aussieht, dürfte die Neugierde eines Jeden wecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesem Anblick fühlt man sich wie aus dieser Welt entrückt, purzelt wie Alice ins Wunderland und da es schwer ist, den Bogen zum ideologischen Gedankengut von Marx zu schlagen, begibt man sich in die Bereitschaft eines Kindes, die Welt staunend und hinterfragend verstehen zu wollen. Wie Bilder eines Traumes bietet sich die Szenerie dar, Größenverhältnisse spielen keine Rolle, witzige Details sind so kreativ verspielt und nichts scheint unmöglich, sodass der Bezug zu sich selber anfänglich komplett außer Acht gelassen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regisseur Kevin Rittberger versucht in seiner Inszenierung Inhalte aus Alexander Kluges neunstündigem gleichnamigem Film aufzunehmen, welcher sich mit dem Werk von Marx befasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesem unter anderem historischen Thema, werden geschichtliche Motive zur Hilfe genommen, um die uralte Beziehung zwischen Mensch und Kapital zu verdeutlichen. Die Bilder, die mit den phantastischen Gestalten konzipiert werden, sind daher oft allegorisch aufzufassen. In gewisser Weise ist eine Reise durch die Geschichte zu erleben, stets das Thema betreffend und gelangt deswegen natürlich auch in die Gegenwart, somit in der vom Zuschauer erlebten Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bedenkenswert ist eine Gegenwartsbezogenheit der ganz anderen Art, sie betrifft menschliche Verhaltensweisen. Das Mittelalter kommt einem barbarisch und düster vor, wenn die „Zwillingsfrau“ darauf hinweist, wie in jener Epoche Sensationslust dafür genutzt wurde, aus der Unnormalität von Körpern wie ihrem Kapital zu schlagen. Ohne es zu bemerken, wird das Publikum zur Präsentation dieses Verhaltens genutzt, bei der die Freude an dem körperlichen Leid Anderer im Vordergrund steht. Es wird viel gelacht im Malersaal. Gelacht bei der komischen Inszenierung der Verhackstümmelung von Körpern, sei es das Auseinander schneiden der Meerjungfrauenbeine, bei der das Blut nur so spritzt, das achtlose Abreißen einer der Arme der “Zwillingsfrau“ oder das wiederholte guillotinieren des Hünen.&lt;br /&gt;Diese Darbietungen würden allzu derb und grausam wirken, wenn sie nicht bewusst an die Arbeitsweisen des ehemaligen Pariser Horrortheaters „Grand Guinol“ angelehnt wären, welches mit Schauergeschichten Zuschauer anlockte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem anschließenden Publikumsgespräch, stellte ein Besucher fest, dass er sich zwar köstlich amüsiert habe, doch ihm, als Alexander Kluges Werken nicht Bewandertem, der sprunghafte Wechsel zwischen Klamotte und tiefsinnigen Inhalten nicht schlüssig sei und er sicher nicht alles verstanden habe.&lt;br /&gt;Der Dramaturg Steffen Sünkel antwortete darauf (zutreffend) mit einem verschmitzten Lächeln: „Noch nicht vielleicht. – Das sind harte Nächte, die man nach so einer Vorstellung durchlebt.“&lt;br /&gt;Um diese Nächte erträglicher und ertragreicher zu machen, sowie zum besseren Verständnis des Stückes ist ein intensives Lesen des Programmheftes unbedingt empfehlenswert, denn erst hier erfährt man den Wunsch des Regisseurs den Marxismus zu entstauben und zum Gebrauch freizugeben.&lt;br /&gt;Ein Wunsch, der trotz der ideenreichen und detailverliebten Kompositionen, der grandiosen Arbeit der Bühnen-, Kostüm- und Maskenbilder, sowie dem skurril-schönen Spiel nicht so recht in Erfüllung gehen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kathrin Dittrich&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-5830499943571908194?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/5830499943571908194/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/mit-marx-im-wunderland.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5830499943571908194'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/5830499943571908194'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/mit-marx-im-wunderland.html' title='Mit Marx im Wunderland'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-9153121384683439565</id><published>2010-03-12T04:19:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:26:10.093-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Meine Damen und Herren, sie erleben "Der Mann ohne Kopf"</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Meine Damen und Herren, sie erleben "Der Mann ohne Kopf".&lt;br /&gt;Plötzlich befindet sich der Zuschauer auf einem Jahrmarkt des Horrors der den aufmerksamen Zuhörer um den ein oder anderen Gedankensprung reicher macht.&lt;br /&gt;Dabei werden einem in kleinen Erzählungen ganz unterschiedliche Ansichten von Marx kalaschnikowartig um die Ohren gefeuert.&lt;br /&gt;Gefällt das? Ja! Gerne lässt man sich auf den freakigen Trubel ein und staunt über viele spannende Einfälle.&lt;br /&gt;Nachdem der Vogel jedoch die Federn gelassen hat und auch der Mann ohne Kopf seine Blöße gibt, hätte ich mir trotzdem gewünscht, während des rasanten Durchmarsches durch Kluges Werk mehr Zeit zu bekommen, um zwischen den Zeilen zu hören.&lt;br /&gt;Nichts desto Trotz bleibt ein rundum spannender Abend mit fantastischen Schauspielern, schrägen Bildern und viel Gedankenkost.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Thomas C. Padanyi &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-9153121384683439565?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/9153121384683439565/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/meine-damen-und-herren-sie-erleben-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/9153121384683439565'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/9153121384683439565'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/meine-damen-und-herren-sie-erleben-der.html' title='Meine Damen und Herren, sie erleben &quot;Der Mann ohne Kopf&quot;'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-2349631502321877540</id><published>2010-03-12T04:14:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:26:22.819-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Romeo und Julia'/><title type='text'>Es war die Nachtigall und nicht die Lerche</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;100 mal gesehen, 1000 Mal ist viel passiert. Es wurde geliebt, gehasst, geliebt. Mal leise, mal laut, mal verhalten, mal mit Vorschlaghammer. Mal im Supermarkt, mal im Großraumbüro, mal auf der Müllhalde, mal in Verona. Authentisch, verkorkst, overacted, deklamiert. Im Theater (sei es Schul- oder Regietheater), im Film. Kriegenburg vs. Luhman. Unvergessen diese Sterbeszene, opulent in Szene gesetzt: Sade singt herzzereißend "loving you", Leonardo di Caprio (Shutter Island noch in weiter Ferne) mit der Knarre schmachtend wie einst auf dem Kahn mit der Winslet. Das ist schön, das ist Kitsch. Kitsch, der gefällt und immer seltener auf der Bühne zu sehen ist (am ehesten vielleicht noch bei Stemann). Doch welches Stück hat schon so viel Kitschpotential mit Gänsehautgarantie wie Shakespeares "Romeo und Julia"? Wer kennt es nicht, dieses wohl berühmteste Liebespaar der dramatischen Weltliteratur? Unzählige Male gespielt auf den Bühnen dieser Welt.&lt;br /&gt;Und nun also eine neue Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus. Ob Klaus Schumacher mit der großartigen Julia Nachtmann und Alexandar Radenkovic in den Hauptrollen etwas Neues, Frisches, Innovatives in den Verstrickungen zwischen den Capulets und Montagues, dieser amour dangereuse entdecken kann? Gar ein Frauentausch zwischen den Familien als dangerous game?&lt;br /&gt;Yes, he can! Es blubbert, es schmatzt. Wie in einem Brutkasten räkelt sich die Brut. Ihr Rudelführer (oder ist es ihr Geburtshelfer?) spricht den Prolog. Achim Buch, gewohnt souverän, erzeugt eine beeindruckende Intensität.&lt;br /&gt;Geschickt verwebt Schumacher in seiner gelungenen Inszenierung Moderne und Klassik, Komik und Tragik. Neben der besagten "Brut" ist auch Pater Lorenzo neu als glatzköpfige Frau. Oder soll Hedi Kriegeskotte asexuell sein? Auf jeden Fall sehr unterhaltsam ihr verschlurfter Pathos. Auch Jürgen Uter als Julias Vater ist herrlich überdreht. Julia selbst und ihr Romeo sind eine Offenbarung. Jede noch so kleine Geste spricht Bände. Sie lieben, sie sterben.&lt;br /&gt;Am Ende wieder die wabernde Brut, diesmal unter dem Liebespaar. Das Schlussbild brennt sich ein. Im Tode sind wir alle gleich. Es blubbert, es schmatzt... Leben und Tod, hier ganz vereint wie Romeo und Julia.&lt;br /&gt;Mille grazie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julian Struck &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-2349631502321877540?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/2349631502321877540/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/es-war-die-nachtigall-und-nicht-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2349631502321877540'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/2349631502321877540'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/es-war-die-nachtigall-und-nicht-die.html' title='Es war die Nachtigall und nicht die Lerche'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-3613468431194122122</id><published>2010-03-12T04:03:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:27:01.507-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mädchen in Uniform - Wege aus der Selbstverwirklichung'/><title type='text'>Auch andere Mütter haben schöne Chöre</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Mädchen in Uniform, Regie: René Pollesch, Deutsches Schauspielhaus, Großes Haus, Premiere am 25.2.10&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man traut sich kaum, über diesen Theaterabend seine individuelle, exaltierte Künstlermeinung auszudrücken. Denn würde ich hier schreiben, das Stück sei großartig gewesen und genau dies ist meine Meinung, weiß man nicht, ob man damit gerade zu den Menschen gehört, welche der von René Pollesch inszenierte Chor in seinen Reden angreift. „Glotzt nicht so inspiriert! Studiert Jura!“ kommt der wütende Ausruf aus der Schar Mädchen, welche alle gleich in Rosa Kleidchen mit Spitzenrüschen und Schleifchen gekleidet und mit einem Gewehr bewaffnet sind.&lt;br /&gt;Soll einem mit diesem Gewehr der egoistische Anspruch auf eine individuelle Selbstverwirklichung ausgetrieben werden oder schlicht die Illusion, dass wir alle in unserer verkrampften Suche nach dem eigentlichen Ich ein Einzelkämpfer, ein rühmliches Wesen sind.&lt;br /&gt;Antworten geben diese Mädchen in Uniform nicht. Sie stellen noch nicht mal Fragen. Sie stellen lediglich fest. Dass wir glauben, nachdem wir brav in Regelstudienzeit unseren Bachelor und Master gemacht haben, wir nicht nur selbständige, wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft sind, sondern exaltierte Künstler. Um exaltiert und extrovertiert zu sein, darf man nicht mit, sondern MUSS gegen den Strom schwimmen. Wenn alle auf Individualisierung, auf das MUSS des Künstlers Wert legen, muss man eben beginnen im Kollektiv zu leben, zu denken, zu sprechen. &lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5ounhV_H_I/AAAAAAAAAAU/YXQ32W4yoLY/s1600-h/m%C3%A4dchen.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dieses Kollektiv war das Herausragenste an diesem Theaterabend, was nicht bedeutet, dass die drei „Einzelwesen“ nicht gut gespielt hätten – besonders Sophie Rois überzeugte in ihrer Verzweiflung, die Richtung verloren zu haben - doch die spannendsten Reaktionen, die spannendsten Provokationen, so mag ich es nennen, stammten aus dem Mädchenchor. Weshalb beispielsweise lacht das Publikum gerade an den Stellen, an welchen an ihm selbst Kritik geübt wird: „Sie sitzen alle in diesem Zuschauerraum, um sich individuell inspirieren zu lassen“. Kritik erspart die Selbstkritik! Das ist meine Kritik des Abends. Viele Wahrheiten wurden ausgesprochen, direkte Reaktionen gab es reichlich, doch zweifle ich daran, dass dieses Stück die Macht und die Schärfe hat zu verändern, abgesehen von einer leichten ironischen Distanz, die man zu sich gewinnt und einem verschmitzten Lächeln, mit welchem man den Zuschauerraum verlässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marie Schwesinger&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;a href="http://http//de.video.yahoo.com/watch/7097226/18470842"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-3613468431194122122?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/3613468431194122122/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/auch-andere-mutter-haben-schone-chore.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3613468431194122122'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/3613468431194122122'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/auch-andere-mutter-haben-schone-chore.html' title='Auch andere Mütter haben schöne Chöre'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-773255476246337296.post-900926322564330787</id><published>2010-03-12T03:54:00.000-08:00</published><updated>2010-03-18T08:27:14.492-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><title type='text'>Nachrichten aus der ideologischen Antike</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Mein erster Gedanke, als ich die Beschreibung des Stücks las, war: Oha. Schon der Titel ließ mich vermuten, dass ich während der Vorstellung schmerzlich daran erinnert werden würde, dass ich im Geschichtsunterricht doch das ein- oder andere Mal nicht aufgepasst habe. Dass es um Marx gehen sollte, verstärkte meine Sorge. Ich sah mich schon vor Scham und Unwissenheit tiefer und tiefer in den Sessel sinken, während der Rest des Publikums der Handlung mühelos folgte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch meine Sorgen sollten sich als weitgehend unberechtigt erweisen. Zwar ließ sich für mich (vielleicht tatsächlich wegen mangelnder Vorkenntnisse) keine zusammenhängende Handlung erkennen, dies wurde aber wett gemacht von den beeindruckenden Charakteren, der faszinierenden, stellenweise unheimlichen Szenerie, und vor allem: durch den subtilen, eigenen Humor der Dialoge.&lt;br /&gt;Da ist der Vogel Fipsi, der so gar nicht wie „Fipsi“ aussieht und doch sofort ins Herz geschlossen wird. Da ist der verrückte Arzt, der dem Meerjungfraumädchen die Beine trennt, damit sie gehen kann. Da ist die Frau mit zwei Köpfen, die sich in den Mann mit zwei Köpfen (oder teilweise ohne Kopf) verliebt. Ja, das klingt verwirrend- ist es auch, aber gerade das macht das Stück aus: Die weltfremde Atmosphäre, der Wechsel zwischen Horror und Humor, die scharf gezeichneten, charismatischen Personen: Ein weiterer Beweis dafür, dass es sich lohnt, sich einfach mal überraschen zu lassen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Carla Baum &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/773255476246337296-900926322564330787?l=schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/feeds/900926322564330787/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/nachrichten-aus-der-ideologischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/900926322564330787'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/773255476246337296/posts/default/900926322564330787'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://schauspielhaus-theaterscouts.blogspot.com/2010/03/nachrichten-aus-der-ideologischen.html' title='Nachrichten aus der ideologischen Antike'/><author><name>Theaterscouts im Deutschen Schauspielhaus</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13575418146975992093</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://3.bp.blogspot.com/_5lKdp_iFL90/S5pMT_5TNiI/AAAAAAAAAAg/bEyAK6Yb27c/S220/hasi.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
